Private Krankenversicherung: nicht jeder hat eine

In Deutschland besteht seit einiger Zeit Krankenversicherungspflicht. D.h. kraft Gesetzes muss jeder Bürger versichert sein. Entweder in der privaten oder gesetzlichen Krankenkasse besteht die Möglichkeit einer Krankenversicherung.


Dennoch gibt es einige Menschen, die keine Krankenversicherung haben. Die konnte man daran erkennen, da sich Menschen beim Hamburger Zahnmobil behandeln ließen. Die Behandlungen erfolgten im Jahr 2010. Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung steigt trotz Krankenversicherungspflicht. Jeder Zweite, der sich beim Zahnmobil vorstellte, hatte keine Krankenversicherung. Dies ist abhängig von der finanziellen Situation.  Die Menschen ohne Krankenversicherung verstehen das Gesetz der Pflicht nicht. Auch die Praxisgebühr kann nicht jeder entrichten. In Hamburg waren 2010 mehr als 919 Menschen ohne Krankenversicherung. Mehr Menschen waren 2010 ohne Krankenversicherung als in 2009 mit steigender Tendenz.

Krankenversicherung: mehr Leistungen?

Laut Politikern sind die gesetzlichen Krankenversicherungen zu geizig. Demnach sollen zukünftig mehr Kuren für Eltern und Kind durch die Krankenkassen übernommen werden. Im Gesundheitsbereich werden ansonsten eher Leistungen reduziert anstatt zusätzlich anzubieten.


FDP und Union wollen sollen heute im Gesundheitsausschuss des Bundestages über einen entsprechenden Antrag beschließen, dass mehr Kuren für Eltern und Kinder bewilligt werden. Dies berichtete die Rheinische Post Düsseldorf. Denn die Bewilligen haben lt. CDU und FDP in den letzten beiden Jahren abgenommen. Die Art und Weise der Bewilligungen soll transparent gestaltet werden. Die gesetzliche Krankenkasse City BKK konnte Leistungen wie Krankengeld nicht mehr bezahlen und ging Pleite, somit wäre es Mal an der Zeit etwas mehr zu bewilligen. Die Versicherten sind durch die Beitragserhöhung und Einführung der Zusatzbeiträge schon genug verunsichert. Der allgemeine Beitragssatz der GKV liegt momentan bei 15,5 %. Einige Krankenversicherungen haben schon Zusatzbeiträge eingeführt und einige Mitglieder verloren. Endlich mal eine positive Nachricht der gesetzlichen Krankenversicherung.

 

Privat oder gesetzlich krankenversichert

 

Derzeit wir diskutiert, ob die private oder gesetzliche Krankenversicherung schneller Beiträge steigert. Lt. Versicherungsmathematikern liegen die Beitragsanpassungen in der Vergangenheit etwa gleich.


Die private Krankenversicherung soll eine gleich hohe Steigerung haben als die gesetzliche Krankenkasse. Die Beitragsanpassungen liegen bei ca. 3% pro Jahr. Gefordert wurde, dass man die Anpassungen in der privaten Krankenversicherung jährlich durchführt. Dies wäre auch für die Versicherten eine Erleichterung. Die gesetzlichen Krankenkassen haben zum Teil schon Zusatzbeiträge eingeführt. Auch zu Leistungskürzungen kann es kommen. Wenn Leistungskürzungen der gesetzlichen Krankenkassen in die Berechnung der Steigerungen einbezogen würden, könnten die Beitragsanpassungen der gesetzlichen Krankenkassen höher liegen als die der privaten Krankenkasse. Bei privaten Krankenversicherungen gab es schon Anpassungen von 20 Prozent in einem Jahr. Diese großen Steigerungen in höheren Prozentpunkten schockieren den Kunden und bewegen zur Kündigung. Der Vorschlag der Versicherungsmathematiker wäre eine gute Lösung, damit den Privaten weniger Versicherte abwandern.

Weniger Krankenversicherungen mit Zusatzbeiträgen

Die erste gesetzliche Krankenversicherung (GKV), die geschlossen wurde, ist die City BKK. Diese Krankenkasse ging Pleite.  Die finanziellen Leistungen konnten nicht mehr gewährleistet werden.


Demnach kann die City BKK keine Zusatzbeiträge mehr verlangen. Die BKK EON fordert ebenfalls keine Zusatzbeiträge mehr. Jetzt gibt es nur noch 11 gesetzliche Krankenkassen, die überhaupt Zusatzbeiträge verlangen. Zwei Krankenkassen weniger erheben nun Zusatzbeiträge. In der letzten Zeit haben die Einführungen der Zusatzbeiträge einige Kassen Mietgliederverluste gekostet. Deshalb werden sich die Krankenversicherungen zukünftig vorher genau überlegen, ob ein Zusatzbeitrag eingeführt wird. Denn die Gewinne durch die Zusatzbeiträge sind häufig niedriger als die Verluste durch die Mitgliederabwanderungen zu anderen gesetzlichen Krankenkassen. Die City BKK wurde amtlich geschlossen. Die City BKK versuchte durch den Zusatzbeitrag an der Insolvenz vorbei zu kommen und scheiterte. Bei der DAK wanderten viele Mitglieder ab aufgrund der Zusatzbeiträge. Andere Kassen ziehen derzeit nicht nach mit der Einführung der zusätzlichen Beiträge.

Krankenversicherung: auf Sparkurs

Lt. BVA-Präsidenten sparen die gesetzlichen Krankenkassen zu viel. Maximilian Gaßner heißt der Präsident des Deutschen Versicherungsamtes. Einige Krankenkassen befinden sich in einer schwierigen finanziellen Lage.


Die Sparbemühungen seien von einigen gesetzlichen Krankenversicherungen überzogen, meinte der BVA-Präsident.  Die Kassen könnten an bestimmten Stellen sinnvolle Ausgaben tätigen, anstatt einzusparen. Zusatzbeiträge könnte eventuell vermieden werden. Gaßner ist Meinung, dass ein System mit Zusatzbeiträgen nicht  funktioniert. Parallel dazu kritisierte er, dass die Zusatzbeiträge nicht so in Schwung gebracht wurden und keine effektives Wettbewerbsinstrument sind. Die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen treffen sogar ihre Entscheidung zum Krankenversicherung Wechsel, wenn Zusatzbeiträge eingeführt werden. Dies konnte man bei der Einführung von Zusatzbeiträgen bei der DAK sehen. Dort wanderten einige Versicherte ab.

 

Private Krankenversicherung: mehr Transparenz?

Versicherungsmathematiker möchten neue Regelung für die Beitragserhöhungen. D.h. ein neuer Mechanismus wird gefordert.  Der Vorwurf, dass bei den privaten Krankenversicherungen die Beiträge mehr steigen als bei den gesetzlichen Krankenkassen wurde zurückgewiesen.


Zukünftig sollen die Beiträge immer zum 01. Januar eines Jahres erhöht werden. Dieser Vorschlag wurde von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) unterbreitet. Dies ist ein Zusammenschluss von Versicherungsmathematikern. Damit würde man vermeiden, dass die Beitragserhöhung in großen Schritten erfolgt. Jährlich könnten die Krankenversicherungsbeiträge um wenige Prozentpunkte steigen. Für die Versicherten der privaten Krankenversicherung ist dies sicherlich ebenfalls überschaubar. Man stößt mit diesem Vorschlag nicht auf politische Akzeptanz.

Beitragserhöhungen der privaten Krankenversicherungen

Wenn die Beiträge nach mehreren Jahren um beispielsweise 20 Prozent steigen, schockiert dies die Versicherten und in den Medien werden starke Kritiken verpasst. Mit dieser Lösung würde die private Krankenversicherung (PKV) besser in den Medien beurteilt werden. Es gab in den letzten Jahren bei Krankenversichern Steigerungen der Beiträge von mehr als 20 Prozent nach einer Gesundheitsreform der gesetzlichen Krankenkasse.

Private Krankenversicherung in der Kritik

 

Beitragserhöhungen der privaten Krankenversicherungen werden immer wieder beanstandet. Auch beim PKV-Ombudsmann gehen viele Beschwerden über die Privaten ein. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten wesentlich schlechtere Leistungen an und erhöhen ebenfalls häufig die Beiträge.


Ob in Form von Zusatzbeiträgen oder der Erhöhung des allgemeinen Beitragssatzes passt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) immer wieder die Beiträge nach oben an. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen entsprechen in der Regel den medizinisch notwendigen Leistungen. Die private Krankenversicherung (PKV) zahlt bei Chefarztbehandlung oder Genesung im Zweibettzimmer, falls dies im Vertrag vereinbart wurde. In den letzten Jahren sind die Beiträge bei den gesetzlichen Krankenkassen ähnlich gestiegen wie bei den privaten Krankenversicherungen. In den letzten Jahren stiegen die Beiträge bei den GKV und den PKV um ca. 3 Prozent. Dazu kommt noch, dass die gesetzlichen Krankenkassen in den letzten Jahren Leistungen kürzten. Brillenzuzahlungen gibt es gar nicht mehr und Zahnersatz auch nicht mehr so viel gezahlt als vor einigen Jahren. Somit könnte man sagen, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen auch nicht weniger erhöhen als die Privaten. Ein Krankenversicherungsvergleich ist ratsam, bevor man nach Erhöhung oder Einführung von Zusatzbeiträgen wechselt.

Private Krankenversicherung: keine Familienversicherung

Die private Krankenversicherung beinhaltet keine kostenlose Familienversicherung. Experten der Wirtschaft wünschen sich die Abschaffung der Familienversicherung (beitragsfreie Mitversicherung). Die gesetzliche Krankenkasse bietet diese Möglichkeit an.


Menschen, die kein Einkommen haben und der Ehegatte in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, haben die Möglichkeit kostenlos in der Familienversicherung mitversichert zu werden. Dies für viele Versicherte eine Erleichterung. Denn die private Krankenversicherung kann für eine Familie sehr teuer werden.  Jetzt fordern Wirtschaftsexperten die Abschaffung dieser kostenlosen Versicherung. Diese Familienversicherung befinden die Experten für grob ungerecht.  Die Beiträge der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung steigen Jahr für Jahr an. Einige Menschen könnten sich eine zusätzliche gesetzliche Krankenversicherung nicht leisten, wenn diese Geld kosten würde und man die Familienversicherung abschafft.

Nicht jeder wünscht Krankenversicherung Wechsel

In der Regel möchten die Bürger in Deutschland in der Krankenversicherung bleiben, wo sie versichert sind. Mehr als 80 Prozent streben keinen Krankenversicherungswechsel an.


Nur wenige Menschen sind bereit ihre Krankenversicherung zu wechseln. D.h. 4 von 5 Versicherten bleiben in der bestehenden Krankenkasse. Dies ergab eine Umfrage der GfK Marktforschung. Diese Umfrage bezieht sich auf die gesetzliche Krankenversicherung. Fast 6 Prozent ziehen in Erwägung ihre Krankenkasse zu wechseln. Jedoch können unerwartete Wechsel erfolgen, wenn eine Situation auftreten sollte wie bei der Pleite der City BKK. Dann gibt es natürlich mehr Wechselwillige. Fast 7 Prozent würden in eine private Krankenversicherung wechseln, wenn dies ohne Mindesteinkommen möglich wäre.  Ca. 7 Prozent der Privatversicherten wäre gerne in der gesetzlichen Krankenkasse versichert. Die Apotheken Umschau beauftragte diese Umfrage mit 1927 Befragten ab 14 Jahre. Ein Krankenversicherung Wechsel bedarf einem Krankenversicherungsvergleich.

 

Gesetzliche Krankenversicherung: neue Möglichkeiten


Ein Referentenentwurf für ein Gesetz, welches zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) dienen soll wurde vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vorgelegt. Dabei geht es um den Wettbewerb der Krankenversicherungen.


Gesetzliche Krankenversicherungen sollen mehr Freiheiten eingeräumt bekommen, indem das Angebot erweitert werden kann durch besondere Angebote. Dr. Rolf Koschorrek, ein CDU-Gesundheitsexperte teilte beim MCC-Gesundheitskongress mit, dass dies eine gute Basis sei um eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung zu gewährleisten. Die Krankenkassen könnten laut dem Entwurf Ihr Leistungsangebot durch Satzungsänderung erweitern. Für die privaten Krankenversicherungen könnte sich dies nachteilig auswirken. Diese befürchten, dass die gesetzlichen Krankenkassen Versorgung in privaten Kliniken oder durch Privatärzte anbieten.  Der Vorstandsvorsitzende des PKV-Verbands, Reinhold Schulte ist der Meinung, dass Leistungen wie Einbettzimmer in einer sozialen Pflichtversicherung, wie die gesetzliche Krankenkasse, nichts verloren haben.


Meinung der gesetzlichen Krankenversicherung DAK

 

Der Vorstandsvorsitzende der DAK, Prof. Dr. Herbert Rebscher befürchtet Wettbewerbsverzerrungen. Es könne zwar auch Zahnersatz in den Leistungskatalog aufgenommen werden, aber was passiert wenn eine finanziell starke Krankenkasse die Kostenübernahme von Grippemitteln zusichert, fragte Rebscher. Er ist der Meinung, dass man über ein differenziertes Angebot Kundenbindung schaffen kann, aber es nur über den Preis gehen würde. Die DAK verzeichnete Mietgliederverluste durch die Einführung des Zusatzbeitrages von 8 Euro pro Monat. Die Einnahmen der DAK liegen durch den Zusatzbeitrag bei ca. 430 Millionen Euro pro Jahr.