GKV und PKV

Die GKV, die gesetzliche Krankenversicherung, und die PKV, die private Krankenversicherung, sind zwei, die sich um dasselbe bemühen: um den Krankenversicherungsschutz ihrer Mitglieder. Doch gibt es gravierende Unterschiede, und die gesetzliche Krankenversicherung oder die PKV sind nicht für jeden gleich gut geeignet.

Beitragsbemessungsgrenze

Zunächst einmal will der Gesetzgeber, dass möglichst jeder krankenversichert ist. Deshalb gibt es seit über hundert Jahren die gesetzliche Krankenversicherung, in die jeder einzahlen muss, der Arbeitseinkommen erzielt. Bis zu vierhundert Euro ist die Knappschaft als gesetzliche Krankenversicherung zuständig. Weil es immer weniger Bergleute gibt und man ja keine Beamten entlassen kann, hat der Staat kurzerhand diese zur Minijob-Krankenkasse ernannt, natürlich ohne dass andere gesetzliche Krankenversicherungen, bei denen Arbeit wegfiel, auch nur einen Angestellten entlassen hätten. Da braucht man sich über die hohen Kosten im Gesundheitswesen doch wirklich nicht zu wundern, wenn per Staatsbeschluss einfach über 1000 Mitarbeiter zusätzlich beschäftigt und bezahlt werden müssen.

Bis zur Beitragsbemessungsgrenze, also dem Lohn oder Gehalt, von dem maximal Beiträge für  gesetzliche Krankenversicherungen fällig werden, ist dann die GKV zuständig. Erst wer mehr verdient, kann dann wählen und sich für die gesetzliche Krankenversicherung oder die private Krankenversicherung entscheiden.

Auswahlkriterien

Die PKV ist natürlich nicht völlig frei in der Gestaltung ihrer Beiträge. Schließlich muss auch das Versicherungswesen in Deutschland reglementiert sein, damit alles seine Ordnung hat. Wenn man sich dann auf das eine oder andere verlassen kann, ist das ja auch gut gemeint. Doch wenn man dann doch wieder nicht nur Beiträge, sondern auch Versicherungsbedingungen vergleichen muss, dann nützt einem die Reglementierung nicht viel.

Kurzum, auch eine private Krankenversicherung muss den Versicherungsschutz garantieren. Doch kann sie darüber hinaus einige Besonderheiten bieten, die sich in niedrigeren Beiträgen, vor allem aber in einer größeren Auswahl niederschlagen. Man kann einen Selbstbehalt vereinbaren, um Beiträge zu sparen, man kann auch auf bestimmte Teile des Versicherungsschutzes verzichten

und dies im Falle des Falles aus der eigenen Tasche bezahlen. Man kann aber auch wesentlich mehr an Beitrag ausgeben, wenn man zusätzliche Leistungen in der PKV bucht, etwa Chefarztbehandlung, Einzelzimmer, Krankenhaus-Tagegeld und anderes.

Doch bei der Auswahl ist zunächst entscheidend, ob man Single ist oder verheiratet ist und Kinder hat. Denn in der PKV muss jede einzelne Person versichert werden. Es gibt nicht, wie es die gesetzliche Krankenversicherung bietet, eine Familienversicherung. Deshalb ist die PKV natürlich extrem günstig für einen Single. Doch wehe, wenn er heiratet und Kinder zu versorgen hat. Dann wird es teuer, und zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht möglich.

Privilegien der privaten Krankenversicherung


das Prinzip der Krankenversicherung erlaubt in Deutschland 2 verschiedene Systeme. Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung bietet die private Krankenversicherung zahlreiche Zusatzleistungen. Leistungen, die gesetzlich Versicherte nicht von Ihrer Krankenversicherung erstattet bekommen, sondern im Bedarfsfall aus eigener Tasche bezahlen müssen. Dies kann teilweise sehr teuer werden. Gerade Leistungen aus dem zahnmedizinischen Bereich können mächtig zu Buche schlagen. Betroffen sind Viele, Zahnprobleme sind schon beinahe eine Volkskrankheit geworden. Die gesetzlichen Kassen übernehmen hier nur einen kleinen Teil, der Löwenanteil muss jedoch selbst finanziert werden. Je nach Wahl des Tarifes sind Zahnbehandlungen teilweise vollständig versichert. Ein weiteres Beispiel sind Brillen und Kontaktlinsen. Hier zahlt die PKV, die GKV hingegen zahlt für Sehhilfen mittlerweile nicht mehr.

Ein weiterer Bonus, den Privatversicherte haben, ist, dass sie auch die Behandlung von Medizinern erstattet bekommen, die nicht der kassenärztlichen Vereinigung angehören. Somit stehen ihnen auch Homöopathen zur Verfügung. Auch psychotherapeutische Behandlungen werden von den privaten Krankenkassen übernommen.

Weitere Privilegien sind, dass privat Versicherte freie Arzt- und Krankenhauswahl haben, im Ausland besser abgesichert sind und generell beim Arzt eine bevorzugte Behandlung genießen. Vorteilhaft ist natürlich auch die Tatsache, dass man als Privatpatient keine Praxisgebühr zahlen muss, da diese ja eine Abgabe an die Krankenkassen sind. Ebenso sind privat Versicherte nicht in dem Maße von Medikamentenzuzahlungen betroffen, wie es bei gesetzlich Versicherten der Fall ist.

Grundsätzlich kann jedoch jeder selbst entscheiden, welche Leistungen alles versichert sein sollen und welche nicht. Der Tarif, der so ausgewählt wird, ist ein maßgebliches Kriterium zur Höhe der Beiträge, die man auf diese Weise also auch beeinflussen kann.

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