Die Unisex-Tarife lösen die Bisex-Tarife ab

Ab 21. Dezember 2012 werden die bisherigen Tarife – auch Bisex-Tarife genannt – von den geschlechtsneutralen Tarifen, den Unisex-Tarifen abgelöst. So hat der Europäische Gerichtshof entschieden. Das Gericht hielt es für nicht mehr akzeptabel, dass Männer und Frauen bei vielen Versicherungsarten unterschiedliche Prämien bezahlen müssen, in denen das Geschlecht bei der Beitragsgestaltung eine Rolle spielt. Viele Versicherungen werden daher für Frauen ab dem 21.12.2012 günstiger und einige teurer. Das gilt auch im Umkehrschluss für Männer.

Krankenversicherung Bisex und Unisextarife

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Die Versicherungsgesellschaften haben viel Geld in die Werbung gesteckt, die die Männer vor dem Stichtag (21.12.2012) zum Abschluss einer Versicherung ermuntern sollen. Solange die Bisex-Tarife gelten, solange sind Kranken- und Pflegeversicherung sowie Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen für Männer günstiger im Beitrag. Nach dem Stichtag werden die Männer mit den Frauen bei der Beitragsgestaltung gleichgesetzt und müssen tiefer in die Tasche greifen. Das kann teuer werden, denn besonders bei den privaten Pflegeversicherungen können die Beiträge bis zu 40 % in die Höhe schnellen.

Auch wenn die Frauen erwarten, dass die Kranken-, Pflege-, Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung für sie deutlich günstiger wird, werden die Frauen mit Sicherheit enttäuscht sein. Es ist zu befürchten, – und die Anzeichen sprechen dafür – dass die Beiträge sich auf dem derzeitigen Beitragsniveau für Frauen bewegen werden. Damit haben Männer höhere Beiträge zu erwarten, doch die Frauen haben weder gewonnen noch verloren – für sie bleibt es sicherlich beitragsmäßig so wie bisher.

Gleichzeitig wird von den Versicherungsgesellschaften der Rechnungszins gesenkt auf 2,75 % von bisher 3,5 %. Der Rechnungszins ist nichts anderes als ein Prozentsatz, der für die Anlagen der Kundengelder kalkuliert wird. Gesenkt wird der Rechnungszins deshalb, weil die Marktzinsen verloren haben und – auch in absehbarer Zeit – nicht steigen werden. Damit werden die Unisex-Tarife belastet, und zwar mit etwa 5 % – einer Belastung, die auf die Beiträge zugeschlagen wird. Die private Krankenversicherung wird teurer – keine Frage.

Private Krankenversicherungen auch 2012 im Test

Wie jedes Jahr sind die privaten Krankenversicherungen auch 2012 im Test. Dieser Test zeigt das Preis- und Leistungsverhältnis und die Beitragsentwicklung. Der Test im Jahre 2012 ist deshalb auch besonders wichtig, aufgrund der Beitragserhöhungen, die teilweise mit den Unisex-Tarifen in Verbindung gebracht werden. Im Internet können der Testbericht sowie die Testergebnisse eingesehen werden.

Private Krankenversicherung im Test

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Der map-Report ist seit vielen Jahren nicht mehr aus dem Rating der privaten Krankenversicherung wegzudenken. Er steht für ein etabliertes Rating und stellt in der Regel die Ergebnisse Anfang des Jahres ins Netz. Dabei basieren die Ergebnisse des map-Reports ausschließlich auf den von den Versicherungsgesellschaften mitgeteilten Zahlen. Berücksichtigt werden beim map-Report nur die Kriterien und Daten, die nachvollziehbar sind. Damit kommt ein Testergebnis zustande, das für den Versicherten transparent ist. Map-Report vergab im Februar 2012 an fünf Versicherungen die Bestnote „mmm“. Vergeben wurde diese Note an die Alte Oldenburger, die R+V Krankenversicherung, den Deutschen Ring sowie an die Debeka und die DKV.

Am Test 2012 für die privaten Krankenversicherungen nahmen 18 Gesellschaften teil. Es waren jedoch nur 60 % der Gesellschaften, die sich dem Rating ausgesetzt haben. Bewertet wurden drei Bereiche: Beitragsentwicklung, Bilanz und Service. Die Nettorendite, die Ergebnisquote und die Solvabilität spielen beim Kriterium Bilanz eine Rolle. Beim Service werden die Leistungen bzw. der Leistungsprozess sowie das Gesundheitsmanagement in Verbindung mit der Beschwerdequote, die bei der BaFin eingegangen ist. Die Beitragsentwicklung gliedert sich in die Bereiche Vollversicherung und Zusatztarife bzw. Zusatzversicherung auf. Dabei werden zwischen Beamten und Angestellten sowie Neu- und Bestandsgeschäft unterschieden.

Im Jahre 2012 wurde die Schadensquote der Versicherungsunternehmen nicht mit ins Rating einbezogen, dafür wurde die Beschwerdequote für den Servicebereich in das Rating neu aufgenommen. Dabei besteht die Beschwerdequote aus den Beschwerden, die über den Ombudsmann der PKV gelaufen sind. Der Grund dafür war, dass die Beschwerden der Versicherten stark zugenommen haben.

Beamte erhalten Beihilfe zur privaten Krankenversicherung

Beamte haben einen besonderen Status als Arbeitnehmer, denn sie erhalten für die Kosten, die ihnen bei der ärztlichen Versorgung entstehen, vom Staat einen Zuschuss. Allerdings unterliegen Beamte auch – wie jeder andere – der Versicherungspflicht. Ein Beamter ist kein „normaler“ Arbeitnehmer, sondern steht in einem öffentlich-rechtlichen Treueverhältnis zu seinem Arbeitgeber (dem Staat). Eine große Anzahl der Beamten ist bei den privaten Krankenversicherungen versichert, die für diese Berufsgruppe ganz individuelle und spezielle Tarife bereitstehen hat.

 

Beamte PKV

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Die Beihilfe, die der Beamte vom Staat für seinen Gesundheitsschutz erhält, wird nicht nur für den beim Staat angestellten Beamten, sondern auch für seine Familie – Ehegatte und Kinder bis 25 Jahre – bezahlt. Diese Beihilfe ist gestaffelt, der Beamte erhält 50 % seiner Kosten, während der Ehegatte mit 70 % zu Buche schlägt und die Kinder sogar mit 80 %. Hat der Beamte mehr als ein Kind, das zu berücksichtigen ist, dann erhält er, wie auch der Pensionär, 70 % seiner Kosten vom Staat erstattet. Allerdings ist die Beihilfe nicht bundeseinheitlich, sondern kann zwischen Beamte von Bund, Ländern und Kommunen durchaus unterschiedliche Höhen beinhalten.

Die privaten Krankenversicherungen haben für Beamte eigene Tarife ins Leben gerufen, die den Beamten – ganz nach seinem Dienstherrn und dessen Zuschüssen – mit entsprechend günstigen Beiträgen optimal versichern. Der Vorteil, den die Beamten gegenüber Angestellten haben, ist der, dass der Arbeitgeber – in diesem Falle der Staat – einen hohen Prozentsatz der Kosten für Krankheit übernimmt und die privaten Krankenversicherungen somit dem Beamten einen hervorragenden Tarif zu einem extrem günstigen Beitrag anbieten können.

Alle speziellen Tarife für Beamte sind auf deren individuelle Absicherung zugeschnitten. Dabei werden die Krankheitskosten abgedeckt, die der Arbeitgeber nicht übernimmt. Allerdings erhält der Beamte keine weitere Beihilfe, das nach dem Sozialrecht die Aufwendungen, die für die Krankheitsvorsorge zu erwarten sind, mit dem Anteil der Besoldung vom Arbeitgeber (dem Staat) abgegolten. Die Beihilfetarife der privaten Krankenversicherung für Beamte komplettieren den Schutz für den Versicherungsnehmer.

In welchen Fällen die gesetzliche Krankenversicherung die bessere Wahl sein kann


Ein Gastbeitrag des Finanz- und Verbraucherportals topKonto.de.

Wer als Beamter arbeitet, selbstständig ist oder ein sehr hohes Einkommen hat, steht vor der Qual der Wahl: Private oder gesetzliche Krankenversicherung? Auf den ersten Blick würden viele Menschen die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung bevorzugen, da dort meist einfach die besseren Leistungen geboten werden. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt – auch private Krankenversicherungen haben ihre Nachteile. Aus diesem Grund sollte man sich vor Abschluss eines Versicherungsvertrages genau überlegen, welche Bausteine einem persönlich wichtig sind und welche Krankenversicherungsart aber auch welche Gesellschaft die eigenen Bedürfnisse am ehesten erfüllt.

Beitragsberechnungen und Beitragssteigerungen

 

Steigende Beiträge

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Ein großer Vorteil der privaten Krankenversicherungen (PKV) besteht darin, dass die Beiträge nicht anhand des Einkommens festgelegt werden. Man zahlt also nur für die Leistungen, für die man sich bei der Zusammenstellung des „Versicherungspaketes“ entschieden hat. Junge, gesunde Menschen müssen bei privaten Krankenversicherungen meistens weniger als bei gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zahlen. Doch im Laufe der Jahre können die Beiträge langsam, aber stetig steigen. Es ist keine Seltenheit, dass man als Senior rund 800 Euro pro Monat für eine private Krankenversicherung zahlen muss. Wer sich das nicht mehr leisten kann, hat schlechte Karten: Immerhin ist der Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenkasse fast unmöglich.

Leistungsumfang

Im Allgemeinen zeichnen sich private Krankenversicherungen durch einen umfangreicheren Leistungskatalog aus. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass man auch von allen Leistungen profitiert. Wer eine private Krankenversicherung abschließt, erhält nur die Leistungen, die er ausdrücklich abgeschlossen hat. Eine sehr umfangreiche Versicherung kann viele hundert Euro im Monat kosten und somit das eigene Budget gnadenlos übersteigen. Abgesehen davon besteht die Gefahr, dass Ärzte versuchen, so viel Gewinn wie möglich mit Privatpatienten zu machen. Immerhin können bei der Behandlung von Privatpatienten wesentlich höhere Honorare angesetzt werden, was dazu führt, dass teilweise unnötige Untersuchungen stattfinden. Die zielgerichtete Diagnose von Krankheiten kann dadurch in Einzelfällen eher verzögert werden – was im schlimmsten Fall langfristige Folgen für den Patienten hat.

Hohe Kosten

Wer privat versichert ist, muss die Kosten für Arztbesuche und Medikamente zunächst selber bezahlen. Erst nach wenigen Wochen erhält man die Kosten von der privaten Krankenversicherung zurückerstattet. Problematisch wird es dann, wenn sich die private Krankenversicherung weigert, für die entstandenen Kosten zu zahlen. In diesem Fall bleibt der Patient auf seinen Kosten sitzen und muss jeden Cent für die Arztbehandlungen aus eigener Tasche zahlen. Bei hohen Arztrechnungen kann das durchaus zu finanziellen Problemen führen – vor allem dann, wenn man nicht viele Ersparnisse hat. Noch schwieriger wird es, wenn man unter schweren, chronischen Krankheiten leidet und die private Krankenversicherung einfach nicht zahlen will.

Abgesehen davon ist es bei der gesetzlichen Krankenversicherung möglich, Kinder und nicht erwerbstätige Ehepartner beitragsfrei mitzuversichern. Bei privaten Krankenkassen muss hingegen jedes Mitglied entsprechende Beiträge zahlen. Wer Alleinverdiener ist und eine große Familie zu ernähren hat, wird sich unter Umständen also lieber für eine gesetzliche Krankenversicherung entscheiden.

Gesundheitsprüfung

Die Gesundheitsprüfung bei privaten Krankenversicherungen birgt viele Risiken. Menschen, die bereits Vorerkrankungen haben, werden meistens nicht von privaten Krankenversicherungen angenommen – und falls doch, dann nur mit einem entsprechend hohen Risikozuschlag. Dadurch können die ohnehin schon hohen Kosten noch weiter steigen und den Traum von der privaten Krankenversicherung platzen lassen. Der Vorteil von gesetzlichen Krankenversicherungen besteht darin, dass sie jeden annehmen müssen – egal wie krank oder gesund derjenige ist. Aus diesem Grund hat man als gesetzlich Versicherter bessere Chancen, eine gute Versicherung zu erhalten und nicht wegen gesundheitlicher Probleme schlecht behandelt zu werden.

Gut informieren sollte man sich, bevor man einer einzelnen Gesellschaft beitritt, egal ob PKV oder GKV. Am Beispiel der gesetzlichen Kassen: Dort übernehmen einzelne Gesellschaften sogar Leistungen, zu denen Sie teilweise nicht verpflichtet wären. Als Positivbeispiel ist hier etwa die Techniker Krankenkasse zu nennen. Andere Mitbewerber verfügen hier teilweise über einen deutlich schlechteren Ruf.

Die Debeka als Vorreiter für befristete Aufnahmegarantie

Den Kritikern zum Trotz hat die Debeka die Absicht, eine befristete Aufnahmegarantie für Arbeitnehmer einzuführen, die aufgrund Vorerkrankungen Probleme hätten in die PKV eintreten zu können. Es wird sicherlich so sein, dass andere Gesellschaften diesem Beispiel folgen wollen.

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Nachdem Kritiker immer wieder argumentiert hatten, dass die PKV und damit auch die die private Krankenversicherung Debeka nur die Rosinen aus dem Kuchen picken wollen, hat sich die Debeka entschieden auch den Arbeitnehmern mit Vorerkrankungen sowie deren Familien die Möglichkeit für einen Wechsel aus der gesetzlichen Krankenkasse in die PKV zu geben. Keinem Angestellten, der sich das erste Mal bei der Debeka versichern will, wird die Aufnahme von der Debeka verweigert werden. So die Aussage von Uwe Laue, dem Vorstandschef der Debeka.

Die Beiträge für die gesetzlichen Krankenkassen sind beitragsorientiert und daher vom Einkommen des Versicherten abhängig. Der Gesundheitszustand ist bei der Beitragsgestaltung nicht relevant. Die PKV gestaltet ihre Beitragsfindung anders. Hier ist der Gesundheitszustand sehr relevant, denn Versicherte mit Vorerkrankungen bezahlen höhere Prämien bzw. werden Risikozuschläge in den Beitrag eingerechnet. Manche PKVs nehmen Interessenten mit Vorerkrankungen gar nicht erst auf.

Diesen Zustand will die Debeka ändern. Jeder Arbeitnehmer, die erstmals die Versicherungspflichtgrenze nach dem Jahreswechsel 2013 überschreitet, kann sicher sein, dass er sich bei der Debeka Krankenversichern kann, auch dann, wenn er bereits krank ist. Bei einem Wechsel erwartet den Versicherten zwar kein Leistungsausschluss, jedoch ein Risikozuschlag von max. 30 %. Es ist ein Angebot, dessen Gültigkeit beschränkt ist. Nur wenn der Wechsel von der GKV zur PKV innerhalb von sechs Monaten vollzogen wird, greift dieses Angebot. Die Versicherungspflichtgrenze ist das Einkommen bzw. Gehalt, das der Arbeitnehmer mindestens erhält, um aus der gesetzlichen Krankenversicherung auszutreten (2013 sind es 52 200 Euro). Einen Mindestverdienst gibt es bei Beamten und Selbstständigen nicht, sodass sie sich in der PKV immer versichern können.

Uwe Laue sieht die Aufnahmegarantie als einen Meilenstein, der die ganze Branche betrifft. Die ersten Unternehmen werden diesem Meilenstein folgen und es bleibt zu hoffen, dass die noch nicht entschlossenen Unternehmen ebenfalls folgen werden. Solche Aktionen sind für die PKV nicht neu. Für Beamtenanwärter, auch wenn sie bereits schwer krank sind, und ihren Familienangehörigen wird die Aufnahme in der PKV, zwar unter bestimmten Voraussetzungen, angeboten. Auch hier gibt es eine Beschränkung der Risikozuschläge von 30 Prozent. Nach eigenen Angaben waren bei der Debeka im Jahr 2012 2560 Männer, 3460 Frauen und 5450 Kinder versichert – Versicherte, die aufgrund der üblichen Bedingungen der PKV nicht versicherbar wären, wie z. B. Bluter.

Der Leistungskatalog soll keine Lücken mehr haben

Den Wind aus den Segeln nehmen will die Debeka in erster Linie den Kritikern, Politikern und der Öffentlichkeit mit ihrem Vorstoß. Der Vorstand der Debeka hält viele der Vorwürfe für nicht berechtigt, doch die Probleme, die die PKV hat, müssen beseitigt werden. Dazu gehört der Mindeststandards und seine Umsetzung, ein Standard, der für die Vollversicherung vom PKV-Verband empfohlenen wurde. Besonderen in den Bereichen der Psychotherapie und den Hilfsmitteln sowie den Behandlungen von Suchtkranken, insbesondere der Entwöhnung, hinkt die PKT mit ihrem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse hinterher. Viele Unternehmen regeln die Kosten dafür auf Kulanz, doch rechtlich hat der Versicherte keinen Anspruch auf Erstattung. Die am 01. Januar 2013 eingeführten Unisex-Tarife haben bei den PKV und damit auch bei der Debeka bewirkt, dass der Leistungskatalog überarbeitet worden ist. Damit seien alle Lücken geschlossen, so der Debeka-Vorstand. Ausnahme seien jedoch noch die versicherungsfremden Leistungen.

 

 

Leberentzündungsverursachende Hepatitis im Norden Deutschlands

 

Mit einer Erkrankung an Hepatitis A ist nicht zu spaßen. Die Übertragung erfolgt meist von Mensch zu Mensch, kann aber durchaus auch andere Wege finden. Die Behörden in Niedersachsen arbeiten auf Hochtouren und befragen die gemeldeten Fälle, damit sie den Ansteckungsradius einschränken können. Hepatitis A ist dafür bekannt, das Leberentzündungen die Folge sind. Es wird von einer Welle der Erkrankung gesprochen, da in nur einem kleinen Bereich allein 19 Fälle bekannt sind. Seit einigen Tagen hat sich die Zahl der Erkrankten zwar minimiert und es scheint einen Rückgang zu geben, dennoch ist die Gefahr noch nicht gebannt.

Meldepflicht

Noch wird vom Verbraucherschutz und dem Veterinärwesen des Gesundheitsamtes nach dem ursprünglichen Erreger gesucht. Die Infektion ist in diesen Fällen höchstwahrscheinlich durch verunreinigtes Wasser oder gar durch kontaminierte Lebensmittel oder Muscheln entstanden. Die Inkubationszeit von Hepatitis A und der entsprechenden Erkrankung der Leber kann bis zu 50 Tagen halten. Da wird die Suche natürlich noch wesentlich erschwert und demnach auch noch eine ganze Zeit lang dauern.

Die ersten Symptome einer Hepatitis-Erkrankungen sind Durchfall, Fieber und auch Erbrechen. Sie sind eher einer Grippe oder einer Magen-Darm-Infektion zuzuschreiben. Die Entzündung der Leber ist die Folge, doch es ist keine tödliche Krankheit. Meist heilt diese wieder vollkommen ab. Der Hygienezustand in vielen Ländern hat sich erheblich verbessert und die Erkrankung ist so gut wie eingedämmt. Daher ist es die Pflicht eines jeden Arztes den kleinsten Verdacht sofort zu melden. Mehr Infos zum Thema Gesundheit bietet der Blog http://www.krankenversicherungsvergleiche.de/nachrichten.

Private Krankenversicherungen wehren sich gegen Laborkosten

In vielen Fällen sind die privaten Krankenversicherungen nicht bereit, die Laborkosten sowie die Materialkosten in voller Höhe zu übernehmen. Die Laborkosten entstehen in der Regel beim Zahnarzt. Deshalb kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Versicherungsgesellschaft und Versicherten.

Krankenversicherung gegen Abrechnung

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Die Gebührenordnung für Zahnärzte sagt jedoch im $ 9 aus, dass die tatsächlich Kosten, die für zahntechnische Leistungen entstanden sind, berechnet werden können, sofern diese nicht mit den Gebühren nach dem Gebührenverzeichnis und dessen Bestimmungen abgegolten sind. Dabei ist die Angemessenheit so zu beurteilen, wie sie sich im $ 632 Abs. 2 BGB findet bzw. an diesen Paragrafen angelehnt ist. Bemessen wird die Angemessenheit an ortsüblichen vergleichbaren Leistungen und deren Vergütung – so das Urteil vom Oberlandesgericht Stuttgart vom 13.05.1996, Az. 7 U 40/95, sowie des Landgerichts München I mit Az. 12 O 18582/04 vom 19.05.2006. Begrenzt an den Durchschnittswert ist die Angemessenheit jedoch nicht automatisch. D. h., dass auch die Sätze berechnungsfähig sind, die den Durchschnittswert erheblich übersteigen (Urteil vom 21.06.2002 des Oberlandesgerichts Düsseldorf mit Az. 8 U 118/01).

Zugrunde gelegt werden bei der Berechnung von Zahnarztvergütungen an den privat Versicherten die konkreten Arbeiten sowie der Schwierigkeitsgraf, der Zeitaufwand und besondere Anforderungen an den Zahntechniker (Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 07.05.1996 Az. 4 U 43/95).

Die Gerichte sehen den Sachverhalt so, dass die privaten Krankenversicherungen mehr als nur die Mindestversorgung leisten, die die gesetzlichen Krankenkassen vorgeben. Das ist auch die Ansicht des Bundesgerichtshofs, der mit Urteil vom 18.01.2006, Az. IV ZR 244/04 den Sachverhalt bestätigte.

Was nun die Angemessenheit nach $ 9 der Gebührenordnung für Zahnärzte angeht, greift hier die Bundeseinheitliche Benennungsliste für zahntechnische Leistungen und ihre Begrenzung nicht. Für die Versicherten bedeutet das, dass sie die Laborleistungen der zahnärztlichen Behandlung erstattet bekommen. Als Beweis genügt er Laborbeleg, der aufzeigt, dass Preis für die Leistungen angemessen ist.

Männer müssen ab 21.12.2012 tiefer in die Tasche greifen

Der 20. Dezember 2012 ist fast schon ein magisches Datum – ein Datum, das vor allen Dingen Männer zu beachten haben. Schon einen Tag später müssen Männer bei Abschluss einer Kranken-, Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung für die Beiträge tiefer in die Tasche greifen als Frauen. Der Grund dafür sind die Unisex-Tarife, die vom Europäischen Gerichtshof beschlossen wurden und an dieses Urteil haben sich die Versicherungsgesellschaften zu halten.

pkv beitrag

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Neukunden erhalten bei Abschluss einer dieser Versicherungen also ab 21.12.2012 nur noch die geschlechtsneutralen Einheitstarife – die Unisex-Tarife. Bei Abschluss einer KFZ-Versicherung allerdings ist es genau umgekehrt – hier waren die Frauen im Vorteil und müssen bei einem Neuabschluss tiefer in die Tasche greifen.

Doch so ganz ohne Risiko ist ein schneller Abschluss einer Kranken-, Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung für Männer nicht, auch wenn dieser vor dem 21.12.2012 getätigt wurde. Die Gefahr, dass die Versicherungsgesellschaften die Beiträge entsprechend den Unisex-Tarife im Laufe der nächsten Jahre anpassen, ist groß. Besonders groß ist das Risiko einer enormen Beitragssteigerung bei Tarifen, die billige Beiträge anbieten und ein extrem niedriges Leistungsniveau haben.

Die Unisex-Tarife haben für einige Versicherungen überhaupt keine Bedeutung wie z. B. für die Haftpflichtversicherung. Bei den Versicherungsarten jedoch, bei denen sie bedeutungsvoll sind, können Beitragserhöhungen bis zu 50 % stattfinden. Von den Unisex-Tarifen nicht betroffen sind die Verträge, die bereits laufen. Doch auch das nur dann, wenn die Versicherungsverträge nicht geändert werden. Schon bei der Einführung einer Beitragsanpassung – der Dynamik – ist eine Neuberechnung des Beitrages unumgänglich und automatisch kommt der Versicherungsnehmer in den Unisex-Tarif. Auch wenn z. B. der Vertrag verlängert wird oder Zusatzleistungen zum Vertrag hinzukommen sollen, greifen die neuen Unisex-Tarife.

Die geschlechtsneutralen Tarife greifen nicht, wenn bei einem Altvertrag Änderungen der Adresse oder der Bankverbindung vorgenommen werden bzw. solche Änderungen, die keine neue Beitragsberechnung notwendig machen. Also, immer wenn Versicherungsgesellschaft und Versicherungsnehmer einer Vertragsänderung zustimmen müssen, greifen die neuen Tarife.

PKV Branche kämpft um die Private Krankenversicherung

Die Branche hat es schwer

Erst das Urteil des Europäischen Gerichtshofes, das die Unisex-Tarife ins Leben gerufen hat, dann das niedrige Zinsniveau am Markt und zu guter Letzt auch noch die hohen Kosten für Honorare und Apotheken – das alles macht das Leben bzw. die Verwaltung der privaten Krankenversicherungen nicht einfacher.

Unisex und Bisex

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Fangen wir mit den Unisex-Tarifen an. Bei diesen neuen Tarifen werden die Beiträge für Männer gewaltig steigen. Frauen profitieren sicherlich kaum, denn die Beitragsgestaltung wird sich an ihren bisherigen Tarifen orientieren, sodass Frauen bei Neuverträgen nach dem 20. Dezember 2012 etwa den Beitragsstand haben wie heute auch.

Das niedrige Zinsniveau belastet die privaten Krankenversicherungen enorm. Haben sie doch die Rücklagen der Versicherten auf dem Markt angelegt und müssen seit 2011 immer wieder mit niedrigeren Zinsen kalkulieren. 4,1 % bekamen die Versicherer noch im Jahre 2011 für Geldanlagen, 2012 waren es nur noch 3,5 % und für 2013 wird mit 2,75 % kalkuliert. Der Verlust schlägt sich natürlich auf die Beiträge für Neukunden nieder, denn ihre Rücklagen müssen später dieselben sein, wie die der Bestandskunden. Das ist deshalb so wichtig, weil die Aufwendungen für die Krankheitskosten mit den Kapitalerträgen aufgefangen bzw. mitfinanziert werden.

Wer also als junger und gesunder Mann einen Wechsel in die private Krankenversicherung vornehmen will, der sollte es vor dem Stichtag 21. Dezember 2012 machen. Damit kommt er noch in den Genuss der Bisex-Tarife und einem niedrigeren Beitrag. Das gilt auch für die private Pflegeversicherung. Diejenigen, die eine private Krankenversicherung nicht wirklich brauchen oder wollen, sollten sich nicht von der Werbung zum Abschluss eines Vertrages animieren lassen.

Die privaten Krankenversicherungen überarbeiten auch ihren Leistungskatalog und stocken diesen auf z. B. mit neuen Leistungen. Auch das überträgt sich auf die Beitragsgestaltung. Doch irgendwie müssen sich die privaten Krankenversicherungen von der gesetzlichen Krankenkasse abheben und das geht nun mal nur über einen besseren Leistungskatalog, für den Versicherte auch gerne etwas mehr bezahlen.

ERGO erneut in den Schlagzeilen, – Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Staatanwaltschalt ermittelt gegen die ERGO wegen Betrugs in über 3500 Fällen.
Es soll sich laut Hamburger Staatsanwaltschaft um Betrug bei Riester Verträgen handeln. Inzwischen hat bereits ein Sprecher der Unternehmensgruppe die Ermittlungen bestätigt. Im Detail soll es um betrügerische Riester Verträge gehen, bei denen die Vertragsnehmer mehr zahlen mussten, als bei Abschluss vereinbart. Teilweise bis zu 25 % mehr. Die ERGO spricht von einem Druckfehler im Formular das für die ganze Misere Schuld sei. Fakt ist, dass erst Jahre später Opfer entschädigt wurden und die Staatsanwaltschaft trotz dieser Tatsache den Verdacht des Betrugs aufrecht erhält. Gegen vier teilweise Aktive, teilweise nicht mehr Aktive wird wegen des Betrugsverdachts ermittelt, gegen sieben wegen der Beihilfe zum Betrug.
Momentan kommt das Unternehmen nicht mehr aus den negativen Schlagzeilen heraus. Die Berichterstattung der letzten Wochen bez. Sexreisen und Sexorgien hat der Gruppe bereits ordentlich Schaden zugefügt. Die Glaubwürdigkeit in Anbetracht dieser Praktiken und die neuerlichen Vorwürfe wegen Betrugs tragen sicher nicht zur Glaubwürdigkeit bei. Es werden Unsummen in Werbeetats gesteckt, die die Glaubwürdigkeit der ERGO bestärken und wiederherstellen sollen. Eine fragwürdige Strategie, denn momentan sorgt das Unternehmen mit seiner Dauerpräsenz in den Schlagzeilen eher für Spott und Häme.