Krankenhaus mit privater oder gesetzlicher Krankenkasse

Krankenhaus Aufenthalt

Ein Krankenhaus-Aufenthalt kann an den Nerven zerren! Diese Tatsache bezieht sich nicht auf Ärzte und Pflegepersonal, sondern auf die Patienten, mit denen der Versicherte das Zimmer teilt.

Ein Krankenhaus-Aufenthalt kann an den Nerven zerren! Diese Tatsache bezieht sich nicht auf Ärzte und Pflegepersonal, sondern auf die Patienten, mit denen der Versicherte das Zimmer teilt. Von Ruhe und Erholung ist dieser weit entfernt, wenn an zwei Betten im Zimmer eine Besuchermasse anrückt. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn Privatpatienten auf ein Einzelzimmer bestehen. Hier finden sie die Ruhe, die sie für ihre Genesung brauchen. Gesetzlich Krankenversicherte schließen für den Fall einer stationären Behandlung Zusatzversicherungen ab, damit sie Anspruch auf ein Einzelzimmer haben.

Verband der PKV

Der Verband privater Krankenversicherung ignorierte die Wünsche seiner Mitglieder keinesfalls. Er stellte eine Krankenhaus-Datenbank im Web zur Verfügung, die Informationen über Fach- und Leistungsbereiche sowie Service- und Komfortangebote, Fallzahlen und Entgelte der verschiedenen Kliniken beinhaltet.
Mit dieser Aktion bezeugt der Verband sein Interesse an einer qualitativ ausgezeichneten Behandlung beim stationären Aufenthalt. In ganz Deutschland haben sich 140 Krankenhäuser mit hochwertigen Leistungen und Angeboten ausgezeichnet. Dazu zählen neben der medizinischen Qualität auch der Komfort- und Service-Bereich. Alle Qualitätspartner der PKV beinhaltet das Serviceportal des Verbandes. Versicherte besitzen die Möglichkeit, sich diese Kliniken auf www.derprivatpatient.de anzeigen zu lassen.

Leistungen

Das Portal verfügt über Informationen, die für jeden Versicherten verständlich aufbereitet sind. Daneben kann der Versicherte seine Rechte, Leistungsansprüche und Kosten abrufen. Das Portal des Verbandes der privaten Krankenversicherungen ist für Versicherte einzigartig und steht Krankenversicherten zur Verfügung. Der Service bietet Hilfe bei der Suche nach Arzt, Arzneimittel und Krankenhaus. Daneben kann der Versicherte die Privatrechnung seines Arztes überprüfen und verschiedene Informationen als Downloads abrufen. Der Bereich „Von A bis Z“ listet eine Vielzahl Begriffe in alphabetischer Reihenfolge auf.

Gesetz der Bundesregierung über Beiträge der Krankenversicherung

Vor etwa einem Jahr beschloss die Bundesregierung ein Gesetz, das Krankenversicherten zugutekommt, die nicht in der Lage sind, ihre Beiträge zu bezahlen. Während 55.000 Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen von diesem Gesetz profitierten, sind in der privaten Krankenversicherung mehr als 100.000 Versicherte im sogenannten „Notfalltarif“ versichert. Die Beitragsrückstände in der privaten Krankenversicherung erreichten vor Inkrafttreten des Gesetzes eine Höhe von 850 Millionen Euro. Nach Angaben der PKV waren es 149.000 Versicherte, die der PKV Beiträge schuldeten. Die Zahl der Beitragsschuldner senkte sich bei der PKV zum Jahresende 2013 auf 113.000 Versicherte.
Den Notlagentarif führte die PKV für diejenigen ein, die ihre Beiträge nicht bezahlen. Vor dem zum 1. August 2013 eingeführten Gesetz stufte die PKV diese Versicherten in den Basistarif ein, der verhältnismäßig teuer ist. Nach Inkrafttreten des „Gesetzes zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung“ kamen Nichtzahler durch Mahnverfahren in den Notlagentarif. Diese Rückstufung ist nach § 193 Abs. 6 bis 9 WG legal. Während des Aufenthalts des Versicherten im Notlagentarif ruht sein abgeschlossener Versicherungsvertrag. Der Beitrag für den Notlagentarif beläuft sich zwischen 100 und 125 Euro. Während dieser Zeit hat der Versicherte die Möglichkeit, seine Beitragsschulden abzubauen.
Der Versicherungsschutz im Notlagentarif ist minimal. Versicherten steht lediglich der Anspruch auf medizinische Leistungen im akuten Fall zu. Das sind beispielsweise auftretende Erkrankungen oder Schmerzzustände. Das Recht, Zusatzleistungen zu beanspruchen, haben Schwangere, jüngere Mütter sowie Kinder und Jugendliche. Bei Letzteren beschränkt sich dieses Recht auf Voruntersuchungen, Impfungen und Früherkennungen.
Der Notfalltarif bildet keine Altersrücklagen. Versicherte im Notfalltarif haben jedoch die Chance, bisherige Altersrücklagen für die Reduzierung der Versicherungsprämie zu nutzen.

Focus-Money – Service-Test bei der PKV

Focus-Money testet immer wieder die privaten Krankenversicherungen, letztens waren es die Tarife der PKV. Einen neuen Test führte das Magazin bei der PKV durch, in dem der Service im Mittelpunkt stand. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Finanz-Service Institut (DFSI) suchte das Magazin die PKV mit dem besten Gesundheitsservice.
In die Bewertung flossen der allgemeine Service und das Erstatten zusätzlicher Leistungen ein. Mit Hilfsmitteln, Disease- und Case-Management-Programme, Bonusprogramme, Vorsorge und Gesundheitsförderung sowie Leistungen im Ausland kamen weitere Bereiche hinzu. Der Service floss mit 50 Prozent in die Gesamtbewertung ein, die restlichen Bereiche ebenfalls mit 50 Prozent.

Young woman lying on a sofa using a laptop
AXA wurde Testsieger
Der Tarif Vital300-U Komfort Zahn-U erhielt mit 93,4 von 100 Punkten die besten Werte. Die Allianz mit dem AktiMed Best 90 und die DKV mit ihren Tarifen BestMed BMK BMZ1, Best Care folgten. Während die gesetzlichen Krankenversicherungen mit ihren Bonusprogrammen erfolgreich bei den Mitgliedern ankommen, konnte von privaten Anbietern keiner überzeugen. In diesem Bereich haben die privaten Krankenversicherer Nachholbedarf.
Ist der Test aussagekräftig?
Neben den oben genannten Kriterien berücksichtigte der Test weder das allgemeine Leistungsangebot noch das Preisniveau. Der Test hilft bei einer Vorauswahl, für ein weitergehendes Auswahlverfahren ist er jedoch ungeeignet. Wer in die PKV wechseln will und aufgrund Gesetz es auch kann, sollte den Versicherungsvergleich durchführen. Diesen finden Interessierte im Internet.
Quellen:
http://www.pkv-private-krankenversicherung.net/bester-service-bei-der-privaten-krankenversicherung-5368