Umso älter, umso teuer die Krankenversicherung?

Die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland steigt. Ein großer Teil der Deutschen sind älter als 65 Jahre; eine Reihe über 80 Jahre und so mancher strebt die 100 Lebensjahre an. Für die Krankenversicherer – egal ob PKV oder GKV – bedeutet diese Tatsache Mehrkosten. Sicher, im Alter kommen Krankheiten und verschiedene Gebrechen zutage; was die Menschen inaktiver macht. Diese Faktoren betreffen nicht den Hauptanteil der Senioren, die in der Regel rüstig, aktiv und gesundheitsbewusst durchs Leben gehen.

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PKV – Senioren kommen gesund durchs Leben

Der Frage, wie Senioren gesund durchs Leben kommen, nahm sich die PKV an. Mit der Förderung des BzGA-Programms versucht die Krankenversicherung, Senioren zu mehr Aktivität zu bewegen. BzGA ist die Abkürzung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die mit ihrem Programm „Älter werden in Balance“ ältere Menschen zu mehr körperlicher Bewegung, Aktivität zu bewegen und ihre Lebensqualität zu fördern und letztendlich zu erhöhen. Die Pflegebedürftigkeit will die BzGa mit diesem Programm so weit als möglich hinauszögern. „Älter werden in Balance“ richtet sich an Frauen und Männer, die das 65. Lebensjahr erreichten. Gezielte Informationen über die Gesundheit älterer Menschen sollen Senioren dazu motivieren, die Informationen im Alltag umzusetzen. Mehr Bewegung bedeutet mehr Teilnahme am Leben außerhalb der Wohnung und damit das Erreichen einer höheren Lebensqualität.
Professor Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln fungiert als einer der Botschafter für das Programm. Ein weiterer Botschafter ist Professor Dr. Andreas Kruse, Gerontologe der Universität Heidelberg. In Abstimmung mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen überprüfte die BzGA die Tauglichkeit der Programminhalte für die Zielgruppe im Alltag. Tipps und einen interessanten Film gibt es auf der Website „www.aelter-werden-in-balance.de“.

Krankenhaus mit privater oder gesetzlicher Krankenkasse

Krankenhaus Aufenthalt

Ein Krankenhaus-Aufenthalt kann an den Nerven zerren! Diese Tatsache bezieht sich nicht auf Ärzte und Pflegepersonal, sondern auf die Patienten, mit denen der Versicherte das Zimmer teilt.

Ein Krankenhaus-Aufenthalt kann an den Nerven zerren! Diese Tatsache bezieht sich nicht auf Ärzte und Pflegepersonal, sondern auf die Patienten, mit denen der Versicherte das Zimmer teilt. Von Ruhe und Erholung ist dieser weit entfernt, wenn an zwei Betten im Zimmer eine Besuchermasse anrückt. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn Privatpatienten auf ein Einzelzimmer bestehen. Hier finden sie die Ruhe, die sie für ihre Genesung brauchen. Gesetzlich Krankenversicherte schließen für den Fall einer stationären Behandlung Zusatzversicherungen ab, damit sie Anspruch auf ein Einzelzimmer haben.

Verband der PKV

Der Verband privater Krankenversicherung ignorierte die Wünsche seiner Mitglieder keinesfalls. Er stellte eine Krankenhaus-Datenbank im Web zur Verfügung, die Informationen über Fach- und Leistungsbereiche sowie Service- und Komfortangebote, Fallzahlen und Entgelte der verschiedenen Kliniken beinhaltet.
Mit dieser Aktion bezeugt der Verband sein Interesse an einer qualitativ ausgezeichneten Behandlung beim stationären Aufenthalt. In ganz Deutschland haben sich 140 Krankenhäuser mit hochwertigen Leistungen und Angeboten ausgezeichnet. Dazu zählen neben der medizinischen Qualität auch der Komfort- und Service-Bereich. Alle Qualitätspartner der PKV beinhaltet das Serviceportal des Verbandes. Versicherte besitzen die Möglichkeit, sich diese Kliniken auf www.derprivatpatient.de anzeigen zu lassen.

Leistungen

Das Portal verfügt über Informationen, die für jeden Versicherten verständlich aufbereitet sind. Daneben kann der Versicherte seine Rechte, Leistungsansprüche und Kosten abrufen. Das Portal des Verbandes der privaten Krankenversicherungen ist für Versicherte einzigartig und steht Krankenversicherten zur Verfügung. Der Service bietet Hilfe bei der Suche nach Arzt, Arzneimittel und Krankenhaus. Daneben kann der Versicherte die Privatrechnung seines Arztes überprüfen und verschiedene Informationen als Downloads abrufen. Der Bereich „Von A bis Z“ listet eine Vielzahl Begriffe in alphabetischer Reihenfolge auf.

Gesetz der Bundesregierung über Beiträge der Krankenversicherung

Vor etwa einem Jahr beschloss die Bundesregierung ein Gesetz, das Krankenversicherten zugutekommt, die nicht in der Lage sind, ihre Beiträge zu bezahlen. Während 55.000 Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen von diesem Gesetz profitierten, sind in der privaten Krankenversicherung mehr als 100.000 Versicherte im sogenannten „Notfalltarif“ versichert. Die Beitragsrückstände in der privaten Krankenversicherung erreichten vor Inkrafttreten des Gesetzes eine Höhe von 850 Millionen Euro. Nach Angaben der PKV waren es 149.000 Versicherte, die der PKV Beiträge schuldeten. Die Zahl der Beitragsschuldner senkte sich bei der PKV zum Jahresende 2013 auf 113.000 Versicherte.
Den Notlagentarif führte die PKV für diejenigen ein, die ihre Beiträge nicht bezahlen. Vor dem zum 1. August 2013 eingeführten Gesetz stufte die PKV diese Versicherten in den Basistarif ein, der verhältnismäßig teuer ist. Nach Inkrafttreten des „Gesetzes zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung“ kamen Nichtzahler durch Mahnverfahren in den Notlagentarif. Diese Rückstufung ist nach § 193 Abs. 6 bis 9 WG legal. Während des Aufenthalts des Versicherten im Notlagentarif ruht sein abgeschlossener Versicherungsvertrag. Der Beitrag für den Notlagentarif beläuft sich zwischen 100 und 125 Euro. Während dieser Zeit hat der Versicherte die Möglichkeit, seine Beitragsschulden abzubauen.
Der Versicherungsschutz im Notlagentarif ist minimal. Versicherten steht lediglich der Anspruch auf medizinische Leistungen im akuten Fall zu. Das sind beispielsweise auftretende Erkrankungen oder Schmerzzustände. Das Recht, Zusatzleistungen zu beanspruchen, haben Schwangere, jüngere Mütter sowie Kinder und Jugendliche. Bei Letzteren beschränkt sich dieses Recht auf Voruntersuchungen, Impfungen und Früherkennungen.
Der Notfalltarif bildet keine Altersrücklagen. Versicherte im Notfalltarif haben jedoch die Chance, bisherige Altersrücklagen für die Reduzierung der Versicherungsprämie zu nutzen.

Focus-Money – Service-Test bei der PKV

Focus-Money testet immer wieder die privaten Krankenversicherungen, letztens waren es die Tarife der PKV. Einen neuen Test führte das Magazin bei der PKV durch, in dem der Service im Mittelpunkt stand. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Finanz-Service Institut (DFSI) suchte das Magazin die PKV mit dem besten Gesundheitsservice.
In die Bewertung flossen der allgemeine Service und das Erstatten zusätzlicher Leistungen ein. Mit Hilfsmitteln, Disease- und Case-Management-Programme, Bonusprogramme, Vorsorge und Gesundheitsförderung sowie Leistungen im Ausland kamen weitere Bereiche hinzu. Der Service floss mit 50 Prozent in die Gesamtbewertung ein, die restlichen Bereiche ebenfalls mit 50 Prozent.

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AXA wurde Testsieger
Der Tarif Vital300-U Komfort Zahn-U erhielt mit 93,4 von 100 Punkten die besten Werte. Die Allianz mit dem AktiMed Best 90 und die DKV mit ihren Tarifen BestMed BMK BMZ1, Best Care folgten. Während die gesetzlichen Krankenversicherungen mit ihren Bonusprogrammen erfolgreich bei den Mitgliedern ankommen, konnte von privaten Anbietern keiner überzeugen. In diesem Bereich haben die privaten Krankenversicherer Nachholbedarf.
Ist der Test aussagekräftig?
Neben den oben genannten Kriterien berücksichtigte der Test weder das allgemeine Leistungsangebot noch das Preisniveau. Der Test hilft bei einer Vorauswahl, für ein weitergehendes Auswahlverfahren ist er jedoch ungeeignet. Wer in die PKV wechseln will und aufgrund Gesetz es auch kann, sollte den Versicherungsvergleich durchführen. Diesen finden Interessierte im Internet.
Quellen:
http://www.pkv-private-krankenversicherung.net/bester-service-bei-der-privaten-krankenversicherung-5368

Lockangebote haben Risiken

Stiftung WarentestDie Stiftung Warentest warnt immer wieder vor sogenannten „Lockangeboten“ der PKV. Verbraucherschützer weisen gemeinsam mit dem Verband der privaten Krankenversicherung auf Werbung mit unhaltbaren Versprechen hin. Werbung, die sich im Internet befindet und gutgläubige Interessenten mit billigen Prämien und leeren Versprechen in die PKV lockt.
Der PKV-Verband erwägt schon länger rechtliche Schritte gegen diese Machenschaften. Eine Anfrage des Verbandes bei den privaten Krankenversicherern ergab: Keine Gesellschaft kennt und bietet derartige Tarife an. PKV-Tarife mit monatlichen Beiträgen ab Euro 59 bei optimalen Leistungen versprechen viele Anzeigen, die hauptsächlich im Internet auftreten. Der PKV-Verband und Stiftung Warentest warnen vor diesen unseriösen Angeboten. Um rechtliche Schritte einzuleiten, muss der Verband den Anbieter ermitteln, der hinter dieser Werbung steht. Die Vermutung, dass es sich dabei um unseriöse Versicherungsmakler oder Datenhändler handelt, liegt nahe.

Für Wechselwillige gilt: Vor einem Wechsel in die private Krankenversicherung achtet der Interessent auf den Leistungsumfang; erst dann auf den Preis. Um einen Überblick zu erhalten, führt er den Versicherungsvergleich durch oder lässt sich von seriösen Maklern und anderen Experten individuell und umfangreich beraten.
Quellen:
http://www.pkv-private-krankenversicherung.net/stiftung-warentest-warnt-vor-lockangeboten-5348

Das Kölner Finanzgericht lässt Selbstbehalt bei Sonderausgaben nicht zu!

Viele privat Krankenversicherte nutzen die Chance des Selbstbehalts, um ihre monatlichen Prämien zu reduzieren. Belege über selbst bezahlte Arznei- und Hilfsmittel sowie die eine oder andere Arztrechnung machen sie bei der Einkommenssteuer-Erklärung geltend. Das Finanzgericht Köln setzte mit Aktenzeichen 15 K 1858/12 dem einen Riegel vor.

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Bei voll bezahlten PKV-Prämien haben Versicherte die Möglichkeit, weitere Kosten über die Steuererklärung einzureichen, um damit die Steuerlast zu vermindern. Nutzt der Versicherte den Selbstbehalt, kann dieser nicht als Sonderausgabe bei der Einkommenssteuer abgesetzt werden. Beiträge für die Krankenversicherung sowie anfallende versicherungstechnische Nebenkosten sind vom Grundsatz bei der Steuer abzugsfähig. Der Selbsterhalt dient weder zum Erlangen noch zur Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes für den Steuerpflichtigen. Aus diesen Gründen sind Selbstbeteiligungen bei der Einkommenssteuer nicht als Sonderausgaben zu bewerten.
Das Urteil ist für die alle privat Krankenversicherten interessant, insbesondere für diejenigen, die ihre Beiträge reduzieren und einen Selbstbehalt erhöhen oder einfügen wollen. Mit dem Urteil des Finanzgerichts Köln spielen steuerliche Gründe keine Rolle. Privat Versicherte und Neukunden sollten sich bei der Höhe des Selbsterhaltes an ihre finanziellen Möglichkeiten halten. Der Selbstbehalt ist nicht zu hoch anzusetzen, denn auf Wunsch passen ihn die Versicherer während der Versicherungszeit an. Daneben besteht für die Anbieter die Möglichkeit, den Selbstbehalt ihm Rahmen von Beitragsanpassungen nach oben auszudehnen. Wer seine Selbstbeteiligung von vornherein zu hoch ansetzt, kommt bald an sein finanzielles Limit und damit zu richtigen Problemen.
Quellen:

http://www.pkv-private-krankenversicherung.net/private-krankenversicherung-keine-steuerentlastung-durch-selbstbehalt-5357

Gibt es Menschen ohne Krankenversicherung in Deutschland?

In Deutschland besteht laut Gesetz die Krankenversicherungspflicht. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man sich privat versichern. Selbständige und Menschen ohne Arbeit stehen trotz Versicherungspflicht, oft ohne Krankenversicherung da.

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Wenn die gesundheitliche Situation ernst wird, kann der Arztbesucht teuer werden. Zu der Behandlung kommen in der Regel noch die Medikamente, die ebenfalls ins Geld gehen. Fast 140.000 Menschen in Deutschland haben immer noch keine private oder gesetzliche Krankenversicherung laut dem statistischen Bundesamt. In anderen Ländern wie z.B. in den USA ist die Situation ohne Krankenversicherung nichts Neues. Vor 2007 konnte jeder Deutsche noch selbst darüber entscheiden, ob er sich krankenversichert oder nicht. Die derzeitige Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt bei 53.350 Euro. D.h. wer darüber liegt, darf sich in der Privaten versichern. Familienangehörige, die unter 400 Euro verdienen können sich beim Ehepartner kostenlos mitversichern lassen über die sogenannte Familienversicherung. Dies gilt auch für Kinder, die im gleichen Haushalt leben und noch nicht über eine eigene Versicherung verfügen. Erst wenn das Kind die Schule verlässt, kann es sich selbst versichern.

Studenten und die Krankenversicherung

Studenten brauchen eine Krankenversicherung, dürfen sich aber, wenn die Eltern in der gesetzlichen Krankenkasse sind, bis Sie 25 Jahre alt werden, kostenfrei über die Familienversicherung, mitversichern lassen. Wenn Sie über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen, haben Sie die Freiheit, selbst zu entscheiden, ob Sie sich in der PKV oder GKV versichern.  Wer in Deutschland nicht versichert ist, kann dies nachholen, doch die Krankenkassen lassen sich je nach Vorversicherung, Beiträge nachzahlen. Dies gilt z.B. wenn jemand drei Monate nicht versichert war und meldet sich dann wieder an.

Ärzte müssen behandeln

Mit bestimmten Begründungen, dürfen Ärzte Menschen ohne Versicherung ablehnen. Wenn sich jemand in einer Notsituation befindet und dringend behandelt werden muss, darf ein Arzt die Behandlung nicht ablehnen, auch wenn der Patient keine Versichertenkarte vorlegen kann. Die Rechnung kann der Arzt allerdings stellen, wenn der Patient keine Versicherung nachweist. Wer Pech hat, muss die Kosten eines Privatversicherten leisten.

Quelle:

http://www.berliner-zeitung.de/vorsorge/nicht-krankenversichert-krankenversicherung-beitragsschulden-kv,21115686,28346834.html

PKV Verband : Tagung

Auf der Jahrestagung des PKV-Verbandes sprach der scheidende Verbandsvorsitzende Reinhold Schulte. Er ist der Meinung, die PKV sei für die Zukunft gut gerüstet, müsse sich aber noch in der Zukunft mit Reformen auseinandersetzen. Die Branche der privaten Krankenversicherer sei wetterfest und bereit für die anstehenden Herausforderungen. Er begrüßte die Tatsache, dass fast alle PKV-Versicherer von den Billigtarifen weggekommen sind. Die Einführung der Unisextarife erweiterte mit neuen Leistungen den Katalog. Dennoch sei die Beitragsstabilität gesichert, insbesondere durch die Alterungsrückstellungen, die aktuell eine Höhe von 180 Milliarden Euro haben.

Der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr griff diese Zahl auf und meinte, dass die Versicherer diesen über den Daumen gepeilten Betrag jährlich ausgeben. Ob die Alterungsrückstellungen in Relation mit der Kostendynamik ausreichen, sei fraglich. Wichtig sei, dass eine Vorsorge stattfinde. Keine Antwort auf die Entwicklung biete eine Einheitskasse wie die viel zitierte Bürgerversicherung. Das duale Krankenversicherungssystem müsse erhalten bleiben, die Mischung werde gebraucht, sagte Bahr weiter. Beide Versicherungsarten, die GKV und PKV, sollten nicht nur voneinander lernen, sondern auch im fairen Wettbewerb zueinanderstehen. Insbesondere für ältere Versicherte forderte Bahr einen bezahlbaren Schutz, den auch die PKV zu gewährleisten hätte.

Bahr beklagte, dass sich die PKV bislang wenig im Bereich der Vorsorge engagiert habe. Aufgrund des Kostenanstiegs durch die demografische Entwicklung und den Fortschritten im medizinisch-technischen Bereich müsse die PKV-Strukturen für die Vorsorge anbieten. Er verwies auf Beispiele aus der gesetzlichen Krankenversicherung.

Bahr begrüßte die Öffnung einige PKVs für freiwillig gesetzlich Versicherte und deren Angehörigen. Diese können ohne Risikozuschlag für Vorerkrankungen in die Krankenversicherung wechseln. Bahr forderte gleiche Regeln für beide Systeme und Chancengleichheit für die Versicherten.

Zahnzusatzversicherungen – ein Thema für Patienten und Zahnärzte

Die gesetzlichen Krankenkassen ziehen sich aus der Erstattung zahnärztlicher Leistungen immer mehr zurück, die Zuschüsse werden zunehmend gekürzt und die Leistungskataloge der gesetzlichen Krankenversicherungen werden immer schmaler.

Hinzu kommt, dass durch die Änderung der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) Anfang vergangenen Jahres Zahnersatzmaßnahmen noch teurer geworden sind – die Höhe der Kassen-Zuschüsse bleibt jedoch bestehen. Aus diesen Gründen gehört die Zahnzusatzversicherung zu einer der meist vermittelten Krankenzusatzversicherungen in Deutschland.

Mittlerweile gibt es mehrere Hundert Tarife auf dem deutschen Markt. Doch nicht jeder Tarif, dessen Name vielversprechend klingt, ist auch leistungsstark. Erst auf den zweiten Blick lassen sich die Unterschiede feststellen.

Welche Zahnzusatzversicherung erfüllt meine Erwartungen?

Die Stiftung Warentest verglich 147 Tarife der Zahnzusatzversicherung miteinander und nahm sie genauestens unter die Lupe. 33 Tarife schnitten dabei sehr gut ab, 23 wiederum nur ausreichend. Daran lässt sich erkennen, wie wichtig eine genaue Analyse ist.

Zahnzusatzversicherungs-Tarife haben immer einen Leistungsschwerpunkt und lassen sich somit in 4 grundsätzliche Gruppen einteilen.

Prävention und professionelle Zahnreinigung

Diese Tarife sind speziell für Patienten geeignet, welche eine gute Zahnsubstanz aufweisen und regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung (PZR – nach GOZ 1040) durchführen lassen. Die Tarifgruppe erstattet in unterschiedlicher Höhe die Kosten für eine PZR und bietet weitere Leistungen zur Prävention an (z. B. Fluoridierungen, Beurteilung des Mundhygienestatus und Fissurenversiegelung).

Einige Tarife enthalten darüber hinaus Leistungen für zahnerhaltende Maßnahmen, wie zum Beispiel Kunststofffüllungen, Paradontose- und Wurzelkanalbehandlungen. Im Vergleich zu anderen Tarifgruppen sind die Prophylaxe-Tarife günstig.

Tarife für die „doppelte Kassenleistung“

Tarife dieser Gruppe verdoppeln den Festkostenzuschuss der gesetzlichen Krankenkassen. Dadurch müssen Patienten bei Regelleistungen nur noch selten eine Zuzahlung leisten. Auch Kosten für hochwertige Materialien und Maßnahmen werden durch diese Tarifgruppe erstattet, jedoch in derselben Weise.

Ein Beispiel dafür sind die Leistungen für Inlays. Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen eine solche Zahnersatzmaßnahme nur durch den Festkostenzuschuss für mehrflächige Amalgamfüllungen. Die Tarife verdoppeln diesen Betrag (i. d. R. 46 EUR). Doch den erheblichen Restbetrag – meistens mehrere Hundert Euro – müssen die Patienten selbst tragen.

Tarife für die doppelte Kassenleistung werden von den Direktversicherern oft etwas irreführend mit einer „100 %“ -Leistungsangabe beworben. Die 100%-Erstattungen gelten dabei allerdings ausschließlich für Regelleistungen. Nicht selten sind Versicherte dann über die Restbeträge erstaunt.

Hochleistungstarife

Diese Tarife leisten nicht nur für präventive Maßnahmen und erstatten 100 % der anfallenden Kosten für Regelleistungen, sie unterstützen ihre Kunden auch durch zusätzliche Erstattungen für Zahnersatz und sind besonders für hochwertige Zahnersatzmaßnahmen und Behandlungen empfehlenswert. Die Leistungskataloge beinhalten unter anderem Implantate, Inlays und hochwertige Kronen.

Auch Behandlungen, welche die gesetzlichen Krankenkassen gar nicht bezuschussen, werden von diesen Tarifen (teilweise anteilig) bezahlt. Dazu zählen zum Beispiel Wurzelkanal- und Paradontosebehandlung (bei Taschentiefen unter 3,5 mm).

Die Leistung für hochwertigen Zahnersatz liegt bei diesen Tarifen zwischen 70 und 100 %.

Tarife speziell für Kinder – Leistung für Kieferorthopädie

Tarife dieser Gruppe wurden um Leistungen für kieferorthopädische Maßnahmen erweitert, welche in den meisten Fällen nur bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres des Versicherten in Anspruch genommen werden können.

Mit dem Erreichen der Volljährigkeit verfällt der Anspruch darauf oder die Leistungen werden auf einige Maßnahmen (z. B. Aufbissschienen) reduziert. Dies gilt aber nur dann, wenn die Maßnahmen nicht im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung angeraten wurden.

Zahnzusatzversicherung in der Zahnarztpraxis – Bedeutung für Zahnmediziner

 

Zahnzusatzversicherungen stellen einige Anforderungen an die Praxismitarbeiter und Zahnärzte, haben allerdings auch viele Vorteile. Grundsätzlich gilt aber: Ob der Patient zusätzlich versichert ist oder nicht, wird den Zahnarzt in seinen Entscheidungen nicht beeinflussen, denn die medizinische Notwendigkeit steht hier immer im Vordergrund.

Vorteile

Die gesetzlichen Krankenkassen leisten lediglich für „wirtschaftliche“, „zweckmäßige“ und „ausreichende“ Maßnahmen – diese sind aber nicht immer zufriedenstellend und laut Studien weniger langlebig als hochwertige Maßnahmen. Eine Zahnzusatzversicherung bietet den Versicherten die Möglichkeit, auch diese finanzierbar zu machen.

Auch Präventionsmaßnahmen, wie zum Beispiel professionelle Zahnreinigungen, können von Zusatz-Versicherten besser finanziert und somit häufiger in Anspruch genommen werden.

Dadurch wird die Zahnarztpraxis nicht mehr nur für die Notfallversorgung aufgesucht und es entsteht ein regelmäßiger Kontakt mit vielen Vorteilen für den Zahnstatus des Patienten.

Patienten mit einer Zahnzusatzversicherung haben denselben Status wie privat Versicherte. Daraus ergeben sich weitere Vorteile für den Praxisbetrieb: In der Regel werden Leistungsforderungen schneller beglichen, wodurch sich ein hohes Liquiditätslevel der Praxis sichern lässt.

Nachteile

Die meisten Zahnzusatzversicherer begleichen Rechnungen, die über der Erstattungshöchstgrenze (3,5-facher GOZ-Satz) liegen nur, wenn eine detaillierte Erläuterung der Gründe vorliegt. Dies kann in der Abrechnung einen Mehraufwand bedeuten.

Darüber hinaus entsteht ein erhöhter Beratungsbedarf. Zu Beginn der Laufzeit einer Zahnzusatzversicherung – spätestens aber bei der ersten Rechnung – erkundigt sich die Versicherung beim Zahnarzt nach dem Zahnstatus des Patienten.

Bei der Erstellung des Heil- und Kostenplans ist eine Kopie für den Patienten notwendig. Diese reicht er dann bei seiner Versicherung ein.

Und auch vor dem Abschluss einer Zahnzusatzversicherung entsteht für Zahnärzte und zahnmedizinische Fachangestellte ein erhöhter Beratungsaufwand. Denn die meisten Patienten wenden sich mit ihren Fragen vertrauensvoll an ihre Zahnarztpraxis. In den meisten Fällen möchten sie wissen, welche Zahnzusatzversicherung zu empfehlen ist.

Die Praxen sind in den meisten Fällen mit derartigen Fragen überfordert, die Beratung ist sehr zeitintensiv und wird nicht vergütet. Darüber hinaus ist das Risiko, trotz bemühter Beratung einen Tarif zu empfehlen, der im Endeffekt nicht das leistet, was der Patient erwartet, sehr hoch. Das könnte später auf die Praxis zurückfallen und das Arzt-Patientenverhältnis negativ belasten. Zahnärzte sollten in solchen Fällen auf einen kompetenten und erfahrenen Berater verweisen.

Wo bekommen Interessierte eine bedarfsgerechte Beratung?

Interessierte sollten einen unabhängigen Versicherungsvermittler wählen, um sich bedarfsgerecht beraten zu lassen. Dieser kann nicht nur genauestens auf die Vorstellungen eingehen und aus einem breiten Angebot, das jeweils beste für den Kunden herausfiltern, sondern auch bei Problemen zwischen Versicherer und Versichertem vermittlen.

Reiserücktrittsversicherung

Die Reiserücktrittsversicherung wird in Österreich auch als Reisestornoversicherung bezeichnet und ist eine spezielle Reiseversicherung. Diese wird vor dem Antritt einer Reise abgeschlossen um Stornokosten abzuwenden, die anfallen würden, wenn die Reise kurzfristig und unerwartet abgesagt werden muss. Die Fluggesellschaft oder der jeweilige Veranstalter stellt dem Kunden nämlich in der Regel die Stornokosten zumindest anteilig in Rechnung. Je nachdem kann sich die Rechnung sogar über die gesamte Summe der Reisekosten belaufen. In vielen Fällen greift der Versicherungsschutz auch für Mitreisende, sowie Angehörige von Mitreisenden, sowie Angehörige der versicherten Person.

Eine Reiserücktrittsversicherung zahlt diese Kosten, wenn man den Grund der Absage im Voraus versichert hat. Beispiele für einen Reiserücktritt können zum Beispiel sein:

* eine schwerwiegende Unfallverletzung

* der Tod

* eine plötzlich eingetretene und nicht zu erwartende Krankheit

* Schwangerschaft

* drohender Verlust des Arbeitsplatzes

* Kündigung des Arbeitsplatzes

* Schaden am Eigentum des Versicherten verursacht durch Feuer, Wasser oder Diebstahl und die daraus resultierende Unzumutbarkeit des Reiseantritts

* eine Impfunverträglichkeit und vieles andere mehr

Die meisten Versicherungsgesellschaften lehnen die Beanspruchung der Reiserücktrittsversicherung aufgrund eines bereits bestehenden Gebrechens von vorne herein kategorisch ab. Deutsche Reiseveranstalter sind nach Paragraph 6 Absatz 2 Nr. 9 BGB-InfoV verpflichtet, ihre Kunden mit der Reisebestätigung gleichzeitig auf die Möglichkeit einer Reiserücktrittsversicherung aufmerksam zu machen.

Kunden, die nicht durch das Reisebüro auf diese Möglichkeit hingewiesen worden, haben die Möglichkeit unter bestimmten Voraussetzungen einen Schadensersatz geltend zu machen.

Der jeweilige Preis der Versicherung ist immer abhängig von der Höhe des Reisepreises und natürlich vom Umfang der mitversicherten Gründe, die zu einer eventuellen Erstattung führen. Dazu kommen noch weitere Faktoren wie die Gewinnspannen des Anbieters und die Vertriebskosten, sowie der Selbstbehalt.

Die Abschlussfristen der Versicherer sind sehr unterschiedlich. Sinnvoll ist es sicherlich, eine solche Versicherung unmittelbar mit Abschluss der Buchung oder 14 Tage nachdem Sie die Reise gebucht haben, abzuschließen. Die Fristen kann man beim Veranstalter, im Reisebüro oder bei der Versicherung an sich erfragen. Es gibt Versicherer, die einen Selbstbehalt, der bis zu 25 % des Reisepreises betragen kann, in deren Verträgen vereinbart.

Manche Unternehmen, bieten beispielsweise in Versicherungspaketen (z.B. bei einigen Kreditkarten) eine pauschale Reiserücktrittsversicherung an, die Sie unter bestimmten Voraussetzungen nutzen können (etwa wenn Sie die gebuchte Reise mit dieser Karte gezahlt haben).

In einem solchen Fall müssen Sie selbstverständlich keine zusätzliche Versicherung mehr abschließen.

Völligen Schutz erhalten Sie jedoch ausschließlich bei einer Versicherung ohne Selbstbehalt. Fast alle marktführenden Versicherungsgesellschaften bieten dies in der Regel an. Wenn Sie eine Versicherung mit Selbstbehalt abschließen, müssen Sie im Fall der Fälle 20 % der entstandenen Kosten durch die Stornierung selber tragen. Mehr Infos finden Sie beim Expedia Reiseportal.