Leberentzündungsverursachende Hepatitis im Norden Deutschlands

 

Mit einer Erkrankung an Hepatitis A ist nicht zu spaßen. Die Übertragung erfolgt meist von Mensch zu Mensch, kann aber durchaus auch andere Wege finden. Die Behörden in Niedersachsen arbeiten auf Hochtouren und befragen die gemeldeten Fälle, damit sie den Ansteckungsradius einschränken können. Hepatitis A ist dafür bekannt, das Leberentzündungen die Folge sind. Es wird von einer Welle der Erkrankung gesprochen, da in nur einem kleinen Bereich allein 19 Fälle bekannt sind. Seit einigen Tagen hat sich die Zahl der Erkrankten zwar minimiert und es scheint einen Rückgang zu geben, dennoch ist die Gefahr noch nicht gebannt.

Meldepflicht

Noch wird vom Verbraucherschutz und dem Veterinärwesen des Gesundheitsamtes nach dem ursprünglichen Erreger gesucht. Die Infektion ist in diesen Fällen höchstwahrscheinlich durch verunreinigtes Wasser oder gar durch kontaminierte Lebensmittel oder Muscheln entstanden. Die Inkubationszeit von Hepatitis A und der entsprechenden Erkrankung der Leber kann bis zu 50 Tagen halten. Da wird die Suche natürlich noch wesentlich erschwert und demnach auch noch eine ganze Zeit lang dauern.

Die ersten Symptome einer Hepatitis-Erkrankungen sind Durchfall, Fieber und auch Erbrechen. Sie sind eher einer Grippe oder einer Magen-Darm-Infektion zuzuschreiben. Die Entzündung der Leber ist die Folge, doch es ist keine tödliche Krankheit. Meist heilt diese wieder vollkommen ab. Der Hygienezustand in vielen Ländern hat sich erheblich verbessert und die Erkrankung ist so gut wie eingedämmt. Daher ist es die Pflicht eines jeden Arztes den kleinsten Verdacht sofort zu melden. Mehr Infos zum Thema Gesundheit bietet der Blog http://www.krankenversicherungsvergleiche.de/nachrichten.

PKV: Alternative im Gesundheitssektor

Das deutsche Gesundheitswesen unterscheidet sich in zwei verschiedene Arten der Krankenversicherungen: Die private und die gesetzliche Krankenversicherung. In der GKV sind nahezu 90 Prozent aller deutschen versichert, der Rest zählt zu den Mitgliedern der PKV. Doch was macht die private Krankenversicherung so exklusiv?

Warum sind gerade einmal zehn Prozent aller versicherungspflichtigen Deutschen privat krankenversichert? Einkommen spielt eine große Rolle Wer in die PKV aufgenommen werden möchte, muss vorher einige Kriterien erfüllen. So spielt der Berufsstand eine entscheidende Rolle. So steht der Weg in die private Krankenversicherung in erster Linie Selbstständigen, Beamten und den Arbeitgebern offen. Doch auch für Arbeitnehmer besteht die Chance, sich privat abzusichern. Dabei muss das eigene Jahreseinkommen über der JAEG liegen. Im laufenden Jahr war diese Jahresarbeitsentgeltgrenze bei 49.500 Euro Jahreseinkommen angesetzt. Für das Jahr 2012 ist sie auf insgesamt 50.850 Euro angehoben wurden. Dies würde bedeuten, dass ein Arbeitnehmer ein monatliches Einkommen von über 4.200 Euro benötigen würde, um Mitglied einer PKV zu werden. Aber auch der Gesundheitszustand ist entscheidend für die Aufnahme in die private Krankenversicherung.

Im Gegensatz zu einer GKV sind private Versicherer nicht zur Aufnahme von Antragstellern verpflichtet. Sollte bei der obligatorischen Gesundheitsprüfung eine schwere Erkrankung festgestellt werden, so hat die PKV das Recht, den Antrag auf eine Versicherung abzulehnen. Sollte die bestehende Krankheit nicht zur Ablehnung führen, muss aber mit erhöhten Beiträgen gerechnet werden. Vor- und Nachteile Die Vorteile einer PKV sind deutlich: umfassenderer Versicherungsschutz, eventuelle Sonderbehandlungen und ein größeres Leistungsangebot. Doch dies alles hat auch seinen Preis. Durch die entsprechend hohen Beiträge werden diese Leistungen finanziert. Die vorgeschriebene JAEG als Eintrittshürde soll ein entsprechendes Finanzpotenzial absichern, damit es zu keiner Beitragsprellung kommt. Allerdings ist es durchaus möglich, dass die Beiträge, gegenüber der GKV, besonders in jungen Jahren niedriger liegen. Zu beachten ist dabei: Je älter man wird, desto höher können die Beiträge werden. Ein großer Nachteil, welchen die PKV aufweist, ist die mangelnden Möglichkeiten in die GKV zurückzuwechseln. Bei einem solchen Wechsel, zum Beispiel aus finanziellen Gründen, stehen oft größere gesetzliche Hürden im Weg. Der Wechsel in die PKV sollte daher gut überdacht und dementsprechend entschieden werden. Mehr Infos unter http://www.krankenversicherungsvergleiche.de.

KKH Allianz Skandal

Neuer Skandal in der Versicherungsbranche, – angeblich wurden Schwerstkranke aus der Versicherung gedrängt: Besonders pflegeintensive und damit kostenintensive Kranke sollen von Mitarbeitern der KKH Allianz gezielt aus der Versicherung gedrängt worden sein. Der Versicherer selbst leugnet derzeit alle Vorwürfe, hat aber versprochen den Vorwürfen intern nachzugehen um alle Zweifel auszuräumen.

 

kkh allianz skandal

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Die ZDF Sendung Frontal 21 hatte über diesen Sachverhalt berichtet. Mitarbeiter der KKH Allianz sollen in umfangreichen Telefonaktionen Mitglieder, schwer kranke Mitglieder, zum Wechsel in eine andere Versicherung bewegt haben. Die Versicherung selbst will von solchen Maßnahmen nichts wissen. Man habe lediglich eine groß angelegte Telefonaktion zur Eintreibung von Zusatzbeiträgen bei säumigen Mitgliedern veranlasst. Dass es sich bei der Zielgruppe um besonders Kranke gehandelt haben soll, streitet die Kasse ab. „Dies galt ausnahmslos für alle Schuldner und unabhängig von Alter, Geschlecht, Krankengeschichte oder sonstigen Kriterien”, so die KKH.

 
Laut ZDF soll es Protokolle der geführten brisanten Gespräche geben, die eindeutig belegen, dass systematisch versucht worden ist, die Schwächsten aus der Kasse zu befördern. Detailgetreu soll nachzulesen sein, wie die Menschen von den Mitarbeitern der KKH Allianz mit fadenscheinigen Gründen gedrängt wurden. Man darf gespannt sein wie es in dieser Sache weitergeht.

Neue Behandlungsrichtlinien bei Diabetes – Teil 1

Es soll nunmehr mit neuen Richtlinien der Behandlung von Diabetes auf die Patienten individuell eingegangen werden. Es ist häufig vorgekommen, dass einfach zu viel therapiert wurde und es drohte eine Unterzuckerung. Dadurch sind oft auch Babys oder gar Ungeborene zu Diabetikern gemacht worden. Die Therapie soll nunmehr direkt nach einer Blutzucker-Messung mit dem Arzt besprochen werden. Damit steht wesentlich mehr Arbeit für die Ärzte an, denn eine entsprechende Beratung und die begleitende Betreuung ist sehr zeitintensiv. Doch das hat auch was Gutes, denn die Krankheit kann mit diesem Mehraufwand wesentlich besser im Zaum gehalten werden und gravierende negative Folgen werden damit weitestgehend vermieden.

Ziele festsetzen

Diabetes: Unterzuckerung ist gefährlich

Der Chefarzt der Endokrinologie der Charité, Professor Andreas Pfeiffer, weist darauf hin, dass eine Übertherapie nicht mehr stattfinden kann und dass ebenso oft gefährliche Nebenwirkung schlichtweg ausbleiben. Der Europäische Diabetes-Kongress, der momentan in Berlin stattfindet, beschäftigt sich genau mit diesem Thema. Die veränderte Patientenbetreuung beruht auf den Therapierichtlinien, die neu aufgestellt wurden. Der behandelnde Arzt soll persönlich mit seinem Patienten die vorliegende Situation besprechen und die Ziele erläutern. Auch soll der Patient besser darüber aufgeklärt werden, wie viel Mühe und auch Zeit investiert werden muss, damit diese Ziele erreicht werden können. Bisher ist eine individuelle Behandlung durch eine standardisierte ersetzt worden.

Zu wenig Zucker – zu hoher Blutdruck

Pfeiffer sagt weiter, dass gerade die älteren Patienten sehr unsicher mit dem Insulin sind. Damit ist das Risiko einer Unterzuckerung gegeben. Oft sind die Patienten, die bereits das 70. Lebensjahr erreicht haben ohne Folgeschäden der Erkrankung geblieben. Es kann hier die Dosis einfach gesenkt werden, damit die Gefahr der Unterzuckerung gebannt ist. Eine optimale Einstellung ist bei diesen Patienten nicht unbedingt notwendig, da sich auch der Stoffwechsel im Alter extrem ändert. Diabetes ist ernst zu nehmen.

Die Hypoglykämie, also die Unterzuckerung, tritt ein, wenn zu wenig Zucker im Blut ist, also auch wenn das Insulin überdosiert verabreicht wird. Damit wird der Kraftstoff dem Körper entzogen und es kann zu einem Blutdruckanstieg kommen. Eine schnellere Atmung, Herzrasen und auch Aggressionen oder Übererregbarkeit sind die Folge. In sehr schlimmen Fällen kommt es gar zu Krämpfen, Bewusstseinstrübungen oder Lähmungen. Der absolut schlimmste Fall wäre die Bewusstlosigkeit und der Tod. Das alles muss intensiv mit dem Arzt besprochen werden und eine entsprechende Therapie erfolgen, damit die Risiken der Unterzuckerung minimiert werden können.

Neue Behandlungsrichtlinien bei Diabetes – Teil 2

Die neuen Leitlinien der Behandlungen bei Diabetes orientieren sich nah an dem Patientenalltag. Anders sieht es da wieder bei der Genetik aus, die ebenfalls auf dem Berliner Kongress besprochen wurde. Pfeiffer sagt dazu, dass die Grundlagenforschung bereits neue Erkenntnisse gebracht hat, jedoch auch noch immer viele Rätsel offen lässt. Mehr als 60 Gene wurden für die Beeinflussung zur Diabetes-Erkrankung nachgewiesen.

Diabetes und die neuen Richtlinien

Jedoch erklären diese lediglich 10 Prozent des Risikos. Es wird davon ausgegangen, dass epigenetische Faktoren durchaus eine entscheidende Rolle spielen. Epigenetik bedeutet, dass bereits bei der Befruchtung der Eizelle die Gene festgelegt werden. Im Laufe des Lebens kann jedoch eine Modifizierung durchgeführt werden, denn der Lebensstil ist entscheidend dafür, ob bestimmte Gene an- oder auch ausgeschaltet werden. Dadurch kann die Erkrankung an Diabetes entscheidend beeinflusst werden.

Auswirkung der Faktoren

Bereits im Mutterleib kann der Fötus und nachher auch der Säugling beeinflusst werden, ob er an Diabetes erkrankt oder nicht. Jedoch ist dies eine sehr schwierige Verantwortung für die werdenden Mütter. Viele sind bereits an Diabetes erkrankt, sind Raucherin oder gar übergewichtig. Diese Faktoren beeinflussen die Gene entsprechend. Die Ernährung des Babys im ersten Lebensjahr wird ebenfalls als entscheidend für die Erkrankung angesehen. Wird es überfüttert und dick, steigt das Diabetes-Risiko enorm. Gerade Raucherinnen bekommen sehr kleine Kinder und diese legen dann zu schnell an Gewicht zu. Die epigenetischen Faktoren sind jedoch noch nicht bis aufs Kleinste untersucht und daher sind dies nur Vermutungen, wie sich günstige oder ungünstige Faktoren auswirken.

 

Erhöhtes Risiko bei Schichtarbeitern

Nicht nur Raucherinnen und Übergewichtige tragen ein Diabetes-Risiko in sich, sondern auch Schichtarbeiter. Dieser Lebensstil wirkt sich extrem auf den Stoffwechsel aus. Daher steht auch dieses Thema auf der Agenda des Kongresses. Es gibt fünf Gene, die zentral die innere Uhr steuern. Mit ein paar anderen dabei macht das bis zu 15 Prozent aus, die die Stoffwechselvorgänge beeinflussen. So ist ein Wechselschichtarbeiter einem höheren Risiko unterlegen, als ein „normal“ arbeitender. Die Schichtarbeit wird damit zu einem Problem der Gesundheit und der Gesellschaft. Dennoch gibt es zwei grundlegende Dinge, die jeder befolgen kann. Auf das Gewicht achten und sich viel bewegen. Das können Übergewichtige, Raucherinnen und auch Schichtarbeiter. Im Grunde kann jeder selbst das Risiko der Stoffwechselerkrankung steuern, so Professor Pfeiffer.

Krankenkassen sparen bei Patientinnen mit Brustkrebs?

Klingt makaber, stimmt aber scheinbar….

Ärzte schlagen Alarm: Patientinnen mit Diagnose Brustkrebs werden nach der Entfernung eines Knotens teilweise am nächsten Tag schon wieder nach Hause entlassen und das obwohl es einen festen Behandlungsplan gibt.

Krankenkassen, MDK und Ärzte

Immer häufiger ließt man in den Medien von Brustkrebspatientinnen im jungen Alter. Ein prominentes Beispiel war Sylvie van der Vaart mit gerade mal 31 Jahren. Sie hat den Krebs erfolgreich bekämpft und schaut absolut positiv in die Zukunft. Aber auch sie hat in einer Talkshow kürzlich ganz offen über Ängste gesprochen und zugegeben, dass sie immer noch mit der Angst lebt. Ganz besonders wenn wieder Untersuchungen anstehen und sie auf die Untersuchungsergebnisse warten muss. Auf der einen Seite ist Sylvie van der Vaart sicher finanziell privilegiert, auf der anderen Seite aber auch einer großen Masse an Öffentlichkeit ausgesetzt, die jeden Schritt kommentiert und bewertet.

Eine gesetzlich versicherte Patientin, die unter Ängsten vor und nach der OP leidet, wird manchmal länger im Krankenhaus aufgenommen um Sie psychologisch zu unterstützen. Prüft dann der MDK ( Medizinischer Dienst der Krankenkassen ) im Nachhinein den Fall, kommt er nicht selten zu dem Schluss, dass die Patienten nicht hätte stationär vor oder nachbehandelt werden müssen, sondern ambulant. Der MDK kürzt der jeweiligen Klinik dann die Kostenpauschale, was natürlich den Druck auf die Klinik und die behandelnden Ärzte um ein vielfaches erhöht. Auf der einen Seite muss das Wohl des Patienten im Vordergrund stehen, auf der anderen aber die Fallpauschalen, die nicht viel Spielraum für individuelle Entscheidungen lassen.

Der Medizinische Dienst legt einer Kostenerstattung ausschließlich die jeweilige OP zu Grunde, nicht die Menschen, die unter der Situation leiden und vielleicht mehr Hilfe benötigen, als es ein Fallkatalog vorsieht. Um diese Diskrepanz in Hinsicht auf den Kostenapparat für die Klinik wieder auszugleichen, rechnen Beobachter und Kenner der Branche mit Einsparungen am Personal. Hier wird der Kreislauf immer enger, denn die Leidtragenden sind wieder die Patienten.