Die in den Medien aufgebauschten Einzelfälle wirken sich auf das Image der PKV aus

In einem Interview mit “Handelsblatt „Online” wird von Uwe Laue, dem Vorstandsvorsitzenden der Debeka-Versicherungsgruppe, beklagt, dass durch das Aufbauschen von Einzelfällen in den Medien die gesamte PKV in einem schlechten Licht dargestellt wird. Auch ist er nicht der Meinung, dass die Bürgerversicherung, die die SPD mit Bündnis90/Die Grünen einführen will, die Probleme lösen kann, die es derzeit im deutschen Gesundheitswesen gibt.

In der Öffentlichkeit wird die PKV (private Krankenversicherung) nicht gerade objektiv wahrgenommen, denn das Image ist schlecht. Die PKV würde zu Unrecht, so der Chef der Debeka, nur mit dem schlechten Image wahrgenommen. Es ist schlicht nicht korrekt, dass sich die Lage der PKV so dramatisch verschlechtert hat – dieser Eindruck täuscht. Das duale Gesundheitssystem, das aus den gesetzlichen Krankenkassen und den privaten Krankenversicherungen besteht, leiste einen hervorragenden Beitrag für die Versorgung im Gesundheitswesen. Auch sei die Qualität optimal und genau diese Vorzüge würden die Kritiker der PKV, die derzeit noch in der Opposition sind, übersehen.

Uwe Laue gibt zu, dass in Einzelfällen auch die Kritik an der PKV ihre Berechtigung habe. Wie auch in anderen Branchen wird auch in der PKV nicht immer alles richtig gemacht. Ein Beispiel dafür seien die Provisionen, die die Vermittler kassierten. Doch jetzt seien Veränderungen umgesetzt worden, gelernt haben die PKV aber auch die Politiker. Die Diskussionen über die angestiegenen Beiträge, die einzelne PKVs vorgenommen haben, sei eine verzerrte Wahrnehmung, die der gesamten Branche schade. Es ist jetzt vorrangig, dass die PKV sauber bleiben muss, denn jede Versicherungsgesellschaft, die sich nicht an die Regeln hält, schürt den Ärger der Versicherten und das schlechte Image der PKV im Allgemeinen.