KKH Allianz Krankenversicherung

Eine Zusammenarbeit geht zu Ende

Vor drei Jahren, als die Welt noch in Ordnung war, beschlossen die gesetzliche Krankenversicherung KKH-Allianz und die private Krankenversicherung der Allianz eine Zusammenarbeit, die fruchtbar und nützlich sein sollte. Jetzt stehen sie vor der Trennung, die Ende dieses Jahres vollzogen werden soll.

Die Idee war gut – beide Versicherungen wollen die Ressourcen, die vorhanden waren, effektiv nutzen und für beide Bereiche – die gesetzliche wie die private Krankenversicherung – sollte eine effektive und exklusive Zusammenarbeit gewährleistet sein. Die Erwartungen waren hoch geschraubt und konnten daher – vielleicht – nicht erfüllt werden.

Damit die Versorgunglücke, die die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen haben, geschlossen werden kann, kamen beide Versicherungen zu dem Schluss, dass wenn die gesetzliche KKH-Allianz ihre Mitglieder in Bezug auf Zusatzversicherungen an die Allianz Krankenversicherung verweist, macht diese gute Geschäfte und kann auch neue Mitglieder werden – ein Vorteil, den die Konkurrenz nicht hat.

Da die gesetzlichen Krankenkassen durch die immer wiederkehrenden Leistungskürzungen nicht mehr alle Bedürfnisse erfüllen können, sind Krankenzusatzversicherungen gefragt wie nie zuvor. Der Vorteil der KKH-Allianz-Mitglieder war der, dass sie zu günstigen Prämien und guten Konditionen bei der privaten Allianz Krankenversicherung Krankenzusatzversicherungen abschließen konnten.

Jetzt steht zum Jahresende die Trennung bevor – eine Trennung, die aus rechtlichen Gründen aber auch aus politischen Gründen vollzogen wird. Tatsache ist aber auch, dass der erhoffte Erfolg ausblieb – jedenfalls nicht in vollem Umfang zum Tragen kam.

Die private Allianz Krankenversicherung muss sich nun wieder mit Agenturen ins Benehmen setzen, die ihre Angebote für die Krankenzusatzversicherungen vertreibt. Die KKH-Allianz will sich ab Januar 2013 einen neuen Namen zulegen und einen neuen Partner suchen.