Krankenkassen: Bundesversicherungsamt lenkt ein

In der letzten Zeit sind den Krankenkassen Fehler bei den Krankenhausabrechnungen unterlaufen. Die gesetzliche Krankenversicherung City BKK ging sogar Pleite. Das Bundesversicherungsamt soll in Zukunft mehr dahinter bleiben und die Arzneiverordnungen prüfen.

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) haben die Möglichkeit mehr Geld einzusparen, wenn die Abrechnungen nach diagnosebezogenen Fallpauschalen (DRG) gezielter überprüft werden. Die ist im Tätigkeitsbericht des Bundesversicherungsamtes (BVA) aus 2010 zu ersehen.  Das Bundesversicherungsamt beaufsichtigt gesetzliche Krankenversicherungen. Das BVA hat die Zielsetzung, die Kosten der Krankenkassen zu senken.  Dr. Maximilian Gaßner, der Präsident des BVA schreibt im Vorwort seines Tätigkeitsberichtes, dass der Prüfdienst der gesetzlichen Krankenkassen schon bei nur einer GKV über den Bereich diagnosebezogene Fallpauschalen Einsparungsmöglichkeiten von mehr als 1 Million Euro offen legen konnte.

Prüfdienst der Krankenversicherung (PDK)

Der Prüfdienst der Krankenversicherung nutzt eine Software zur Kontrolle der DRG-Rechnungen. Die Software, die der PDK entwickelte wurde noch verfeinert.  Die Fehler werden den Krankenversicherungen gezielt aufgezeigt um Verbesserungen bei den Einsparungen zu erzielen. Das Potential soll erkannt und genutzt werden. Durch die Erkennung von Einsparpotentialen dieser Software können die gesetzlichen Krankenkassen schon sehr viel sparen.

Krankenkasse und Ärzte haben Abrechnungsprobleme

Abrechnungsprobleme zwischen Patienten und Ärzten sind schon immer an der Tagesordnung gewesen, aber mittlerweile ist der Abrechnungskonflikt zwischen Ärzten und Krankenkassen viel größer geworden.

Sehr oft ist es schon vorgekommen, dass solche Differenzen in juristischen Streitigkeiten endeten: Sehr oft bedeutet das, dass alle Gerichtsinstanzen bis hin zum Bundesgerichtshof durchstreift werden. Auf diese Weise werden nicht nur immense Kosten verursacht, sondern dies beschädigt auch unter anderem das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt stark. Die kleine Zahl der gerechtfertigten Meinungsverschiedenheiten, vor allem wegen des bekannten Novellierungsrückstands, der durch die GOÄ entstanden ist, nach Angaben der Bundesärztekammer. Andere Differenzen sind auch aus den verschiedenen Interpretationen der Leistungsinhalte von GOÄ-Positionen oder Empfehlungen zu analogen Abrechnungen zustande gekommen. Für privat versicherte Patienten empfiehlt sich, zur Vorbeugung solcher Streitigkeiten das Gespräch mit Arzt und Versicherer zu suchen – vor Beginn der Behandlung, um abzuklären, welche Leistungen in welcher Höhe übernommen werden können.