Krankenkassen: Arztpraxen sollen geschlossen werden

Gesetzliche Krankenkassen sind dafür, dass Arztpraxen geschlossen werden. Lt. Gutachten könnten 12.000 Ärzte aus der Versorgung ausscheiden. Es käme nicht zu einer Unterversorgung der kassenärztlichen Versorgung.

Die Kassenärztlichen Vereinigungen würden überschüssige Arztpraxen kaufen, wenn der jeweilige Arzt in Rente geht. Ein Prognos-Gutachten wurde im Auftrag des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen erstellt. Die Investitionen dafür liegen bei ca. 1,5 Milliarden Euro. Über fünf Jahre lang wäre dies tragbar, denn der Anteil würde bei unter einem Prozent des jährlichen Honorarvolumens liegen.

Vor kurzer Zeit gab es Diskussionen über Fachärztemangel in Berlin und derzeit wird über Schließungen von Arztpraxen diskutiert.

Krankenkassen: Ärztemangel

In diversen Städten in Deutschland herrscht Ärztemangel. Stark ist der Bereich Neukölln betroffen. Der Mangel besteht bei den Fachärzten am häufigsten. Dies belegt die Kassenärztliche Versicherung mit Fakten. Ein Urologe musste schon des Öfteren die Polizei anrufen, weil zu viele Patienten vor seiner Tür stehen.

Der Patientenansturm ist sehr groß. Der Urologe hatte keine freien Termine mehr. Ein Mann wollte unmittelbar behandelt werden. Der Urologe konnte ihn aus Zeitgründen nicht behandeln. Als der Patient abgelehnt wurde, wurde dieser handgreiflich. Der Arzt musste die Polizei alarmieren. Es hieß immer, es gibt genug Fachärzte in Berlin, doch dem ist nicht so. Im Berliner Bezirk Neukölln ist der Mangel am größten. Mehr als 300.000 Menschen leben dort. Dort gibt es nur 8 Urologen. Benötigt werden ca. 16 Urologen. Somit ist es ein großer Mangel, der dort besteht. Lt. Kassenärztlicher Vereinigung fehlen in mehreren Berliner Bezirken Fachärzte. Es fehlt auch an Kinderärzten oder Augenärzten. Sogar Frauenärzte sind zu wenig vorhanden.