Ein sorgenfreies Leben mit der richtigen Pflegeversicherung

Im Alter zum Pflegefall zu werden, das ist eine Vorstellung, die wohl niemandem behagt. Und doch muss man sich früher oder später mit ihr auseinandersetzen, denn solch ein Schicksal ereilt die Leute immer häufiger und die finanziellen Folgen können schwerwiegend sein, wenn man nicht rechtzeitig vorsorgt. Eine Einstufung in eine Pflegestufe bedeutet, den Alltag und tägliche Verrichtungen nicht mehr selbstständig bewältigen zu können. Dazu gehören etwa Nahrungsaufnahme, Hygiene und die Instandhaltung des Haushalts. Als Pflegefall ist man also zwingend auf die Hilfe anderer angewiesen, doch die eigene Familie wohnt oft viel zu weit weg, um ständig einsatzbereit sein zu können. Deshalb gibt es Unterstützung in Form einer privaten Versicherung, die einspringt, wenn man auf eine gute Versorgung im Alter irgendwann angewiesen ist.

Die richtige Versicherung finden

Vor Abschluss einer Pflegeversicherung sollte man sich gut über die Konditionen informieren, denn diese fallen sehr unterschiedlich aus. Es gibt zum Beispiel verschiedene Zusatzversicherungen, die zur Auswahl stehen und bei denen man Tagegelder abschließt, welche dann bei Eintritt des Pflegefalls täglich ausgezahlt werden. Bei anderen Versicherungsanbietern leistet man hingegen monatlich Sparbeiträge, um im Ernstfall eine Pflegerente zu erhalten. So kann man später die monatlichen Kosten für den Pflegedienst aufbringen. Die einfachste Möglichkeit, aus dem Tarifdschungel die auf die eigenen Bedürfnisse am besten abgestimmte Versicherung zu finden, sind Vergleichsrechner im Internet. Dazu kann man beispielsweise hier klicken und Informationen einholen. Mit Hilfe eines solchen Rechners lassen sich die verschiedenen Möglichkeiten gut einander gegenüberstellen. Wichtig ist dabei einerseits natürlich der Betrag, den man regelmäßig aufbringen muss, damit die Pflege später bezahlt werden kann. Andererseits spielen auch die finanzielle Stärke und Bedingungen des Anbieters eine Rolle, so dass man auch sicher gehen kann, das Geld auch im schlimmsten Fall zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Gut vorbereitet ins Alter


Die Pflegeversicherung ist ein sehr kompliziertes Thema mit vielen Unteraspekten. Wer hier in die Details einsteigen will, muss sehr viel recherchieren und das Recherchierte ständig aktualisieren, da das Gesundheitswesen zu den Dauerbaustellen der Politik gehört.

Pflegeversicherung im Alter

Seit 1995 gibt es eine umlagefinanzierte Pflegeversicherung. Die Beiträge, die für die Pflegeversicherung anfallen, werden direkt vom Bruttolohn abgezogen. Die Höhe der Beiträge variiert, je nach aktueller gesetzlicher Lage.

Sollte es tatsächlich später einmal zu einem Pflegefall kommen, so ist die Bewilligung des Pflegegeldes ein sehr bürokratischer Vorgang. Es gibt insgesamt drei verschiedene Pflegestufen. Je schlimmer der Pflegefall, desto wahrscheinlicher ist es, in eine hohe Pflegestufe eingestuft zu werden. Je nach Pflegestufe wird eine unterschiedlich große Höhe an Pflegegeld gezahlt. Am größten ist die Summe in Pflegestufe drei.

Ein weiteres Merkmal dieser drei Pflegestufen ist die Tatsache, dass diese nicht bedarfsdeckend sind. Das bedeutet, es wird nur maximal dasjenige bewilligt, was die Pflegestufen an Geldern im Pflegefall vorsehen. Liegen die tatsächlichen Pflegekosten höher, so müssen diese Kosten aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Vor diesem Hintergrund kann es sehr sinnvoll sein, zusätzlich zu gesetzlichen auch noch eine private Pflegeversicherung abzuschließen. Jedoch sollte man hier genau danach fragen, welche Leistungen diese Versicherung umfasst.

Bei der Einstufung in eine Pflegestufe ist ferner auch der bürokratische Aufwand der dazu erforderlichen Fachgutachten zu bedenken. Die Einstufung, die sich an einen bestimmten Katalog orientiert, kann oft viele Probleme, etwa in Zusammenhang mit der Alzheimerkrankheit, nicht adäquat erfassen, was zum zusätzlichen Problem werden kann.

Für die Zukunft wird es auch noch ein allgemeines Finanzierungsproblem für die gesetzliche Pflegeversicherung geben, da immer mehr Menschen länger leben und damit das Risiko steigt, zum Pflegefall zu werden. Ob tatsächlich die gesetzliche Pflegeversicherung angesichts der allgemeinen Verschuldungslage des Bundeshaushalts eine wirklich sichere Sache bleibt, darf bezweifelt werden. Bedenkt man dies, so sollte man sich auch schon in jüngeren Jahren Gedanken über die Absicherung des Pflegefallrisikos machen.