Auch die PKVs müssen schlanker werden

Die Beiträge für die gesetzlichen und privaten Krankenversicherung kennen derzeit nur eine einzige Richtig – nach oben. Jedes Jahr stellt sich die Frage, um wie viel Euro diesmal. Die Bundesregierung und speziell der neue Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr von der FDP kann diesen Trend nicht mehr gutheißen. Er hat die privaten Krankenversicherung aufgefordert die Beiträge zu stabilisieren und das Problem endlich in den Griff zu bekommen. Die Beitragssteigerungen betreffen meist ältere Menschen, die in den PKVs Mitglied sind.

Bei den gesetzlichen Krankenkassen schimpft der Bundesgesundheitsminister nicht über zu hohe Beiträge und zu wenig Leistung. Für die hohen Beiträge ist er bzw. sein Vorgänge verantwortlich und für die immer weniger werdenden Leistungen ebenfalls.

Die Rüge vom Bundesgesundheitsminister kommt zu spät, denn die private Krankenversicherung machen sich schon seit geraumer Zeit Gedanken darüber, wie sie ihre älteren Mitglieder vor Beitragsexplosionen schützen können.

Zum einen wäre da die Idee, dass der Versicherte bereits in jungen Jahren zum Beitrag einen bestimmten Betrag in die Versicherung einzahlt, der von der Versicherung zinsbringend angelegt wird. Mit dem Volumen, das bis zum Alter angespart worden ist, können die Beiträge reduziert werden. Die Höhe der Reduzierung ist jedoch vom Tarif abhängig. Die Idee ist gut – doch leider kein Allheimmittel. Die Finanzsorgen bleiben leider bestehen.

Private Krankenversicherung: darf soziale Einrichtung unter die Lupe nehmen

Die privaten Krankenversicherungen dürfen mit eigenen Prüfern einen Test von Pflegeheimen durchführen. Dies wurde von der Bundesregierung entschieden und wird im Infektionsschutzgesetz festgehalten. Der PKV-Verband darf aufgrund der Regelung 10 Prozent aller Pflegeheime unter die Lupe nehmen.

PKV darf Pflegeheime prüfen bzw. testen. Bis dato war den MDK, Medizinische Dienst der Krankenversicherung alleine dafür zuständig. Dass die private Krankenversicherung jetzt mitentscheiden kann bei den Bewertungen ist mehr als gerecht. Der PKV-Verband lieferte finanzielle Unterstützung an den MDK. Er übernahm 10 Prozent der Prüfkosten.„Unser Anliegen war es, die Prüfungen selbst durchzuführen“, sagte ein Verbandssprecher. Der MDK verweigerte die Prüfungen durch die privaten Krankenversicherer.

Deshalb ist man mit der Entscheidung über die 10 Prozent zufrieden. Entschieden wird nur noch bei der Regierung, welche Art von Heimen die privaten Krankenversicherungen testen dürfen. Ambulante und stationäre Einrichtungen werden in der Prüfung mit dabei sein. Der PKV-Verband fordert eine hohe Qualität der Prüfungen. Die Qualität der Tests, der privaten Krankenversicherungen soll sogar besser sein als die des medizinischen Dienstes der gesetzlichen Krankenkassen. Lt. PKV-Verband wir mehr Zeit für die Prüfungen investiert. Dadurch sollte sich in der Regel eine bessere Qualität ergeben.