Linksfraktion ist für die Abschaffung der PKV

Die private Krankenversicherung soll lt. Linksfraktion abgeschafft werden. Dazu wurde sogar ein Antrag im Bundestag gestellt. Die Privatversicherten sollen in die gesetzliche Krankenversicherung überführt werden. Private Vollversicherungen soll es nicht mehr geben. Am Mittwochabend sollte über die Vorlage debattiert werden. Die private Krankenversicherung soll darauf begrenzt werden, dass nur noch Zusatzversicherungen für medizinisch nicht relevante Leistungen angeboten werden.

Der Gesundheitsausschuss erhält den Antrag auf Abschaffung der PKV. Ein großer Teil der Privatversicherten ist nach Meinung der Linken genauso schutzbedürftig als die gesetzlich Versicherten. Ungefähr 50 Prozent der Privatversicherten verdienen unter dem Durchschnittseinkommen. Zudem gibt es genügend Nichtzahler in der PKV. Doch CDU und FDP halten immer noch gegen die Abschaffung der PKV. Zu Gunsten der Bürgerversicherung wird die Abschaffung der privaten Krankenversicherung debattiert. SPD und Grüne sind ebenfalls für die Einführung der Bürgerversicherung. Privatversicherte sollen solidarisch versichert werden. Aufgrund Beitragssteigerungen der PKV sei die Private nicht mehr bezahlbar. Die Preisstabilität soll auch im Alter nicht mehr tragbar sein. Ein Anbieterwechsel ist für ältere Menschen in der privaten Krankenversicherung kaum machbar. Symbolisch stehe aus den besagten Gründen für die Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland.

Sind Politiker günstiger krankenversichert?

Die private Krankenversicherung ist für Menschen, die in der Politik tätig sind günstiger als für den Ottonormalverbraucher. Gruppenverträge ermöglichen Mitgliedern der CDU, FDP oder SDP einen günstigeren Krankenversicherungsbeitrag.

Krankenversicherung Politiker

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Gruppenverträge der PKV bieten Rabattangebote an. Diese Sonderkonditionen gelten nicht nur für Politiker. Diese Vertragsart kann die Konditionen einer PKV verbessern. Berufsgruppen wie Journalisten oder Ärzte genießen manchmal auch verbesserte Tarife. Im Gespräch war, dass die DKV-Krankenversicherung Mitglieder der CDU, FDP oder SPD günstigere Beiträge anbietet, wie Welt.de berichtet. Ende 2011 wurden keine Neugeschäfte mit diesen Konditionen mehr angenommen. Doch jahrelang waren Neuabschlüsse dieser Gruppenverträge möglich. Darüber hinaus gab es kürzere Wartezeiten und keine Ablehnungen. Der Normalbürger hat z.B. bei einer Neuversicherung im Bereich Zahn 9 Monate Wartezeit, wenn er keine Wartezeiten aus der Vorversicherung übernehmen kann. Die DKV verpflichtete sich sogar, Parteimitglieder nicht abzulehnen bei Aufnahme einer Krankenversicherung über einen Gruppenvertrag.

Altvertrag bleibt bestehen

Für die FDP endet der Gruppenvertrag der DKV Ende dieses Jahres. Der Grund dafür ist die Neuordnung der Geschäftspolitik der DKV. Die Zielgruppen sollen mit großer Genauigkeit erreicht werden. D.h. wer seinen Vertrag als Parteimitglied unter Dach und Fach hat, braucht nichts zu befürchten. Der Altvertrag läuft mit günstigeren Konditionen weiter wie bisher.

Ärzte entscheiden mit über Zukunft der PKV

Deutsche Ärzte beziehen erstmalig Stellung zum der Thematik „Zukunft der privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen“. Am 115. Deutschen Ärztetag wird das Thema unter die Lupe genommen. Dieser findet dieses Jahr in Nürnberg statt.

Der Auftakt der Veranstaltung übernimmt Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Deutschen Ärztekammer. Auch Gesundheitsminister Daniel Bahr wird vor Ort sein. 250 Delegierte werden das Thema auseinandernehmen. FDP, CDU oder SPD sind parteiisch vertreten. Jens Spahn und auch Karl Lauterbach möchten Ihre Modelle der Zukunft präsentieren. Hinsichtlich der kommenden Bundestagswahl im Oktober nächsten Jahren werden die Ärzte ihre Sicht erklären. Grüne, SPD und Linke sprechen sich schon länger für eine Bürgerversicherung aus.

Die PKV und GKV wie in der heutigen Art und Weise sollen nicht mehr bestehen bleiben. Selbst die CDU ist der Meinung, dass es nicht mehr zeitgemäß sei, nur Beamten, Selbständigen und Gutverdienern den Eintritt in die private Krankenversicherung zu ermöglichen. „Wir befürchten, dass die Bürgerversicherung zum Turbolader der Zwei-Klassen-Medizin wird.“ , meinte Montgomery. Beim Reformbedarf hat der Ärztepräsident auch zugestimmt. Einsteigertarife der PKV sind sicherlich nicht die Zukunft.

Praxisgebühr Erstattung?

Die HEK kündigte an Praxisgebühren zurück zu erstatten. Der Gesundheitsminister Daniel Bahr ist für eine Rückerstattung der Praxisgebühr aller Krankenkassen. Die Versicherten sollen am Finanzüberschuss beteiligt werden.

Gesundheitsminister Bahr von der FDP fordert die gesetzlichen Krankenkassen auf, genauso wie die Hanseatische Krankenkasse HEK die Praxisgebühr für Zahnarzt-Besuche zu erstatten. Die HEK ist die erste Krankenkasse, die ihre Mitglieder am Überschuss beteiligt. Denn sie zahlt die Zahnarzt Praxisgebühr zurück. Und dies erfolgt sogar rückwirkend. Bahr möchte, dass viele Kassen dem Vorbild HEK folgen. Es sei ein Anreiz für mehr Zahngesundheit. Zum 01.01 rückwirkend soll die Rückerstattung der HEK gezahlt werden. Über das Bonusprogramm der Krankenkasse erfolgt die Rückzahlung. Der Ärzteverband Hartmannbund befindet diesen Schritt als eher kritisch. Für zwei klassische Kontrolluntersuchungen müssen Patienten nicht zahlen beim Zahnarzt. Erst bei weiteren Kontrolluntersuchungen wird die Praxisgebühr fällig.

 

Die grundsätzliche Abschaffung der Praxisgebühr wird stark diskutiert und dies schon seit längerer Zeit. Durch die damalige Einführung der Gebühr soll die Zahl der Ärztekontakte gesunken sein. Bahr ist für die Streichung, da die Gebühr ihren Zweck nicht erfüllt.

Private Krankenversicherung Verband wünscht bessere Pflege

Der Direktor des PKV Verbandes, Volker Leienbach fordert eine generationengerechte Finanzierung der Pflegeversicherung. Auch die jungen Abgeordneten der CDU fordern dies.

Der PKV Verband wünscht sich, dass die gesetzliche Pflegeversicherung generationengerecht finanziert wird. Der Aufbau kapitalgedeckten Rückstellungen sorgt dafür. Eine zusätzliche Vorsorge im Bereich Pflegeversicherung ist dringend notwendig für die heutige Gesellschaft. Vielleicht erwartet uns schon bald eine neue Pflegereform. Jetzt ist es noch frühzeitig um die Problematik zu beheben. Im Koalitionsvertrag von FDP und Union ist eine ergänzende Kapitaldeckung vorgesehen. Der Höhepunkt des demografischen Problems bei der Pflege könnte in ca. 40 bis 50 Jahren eintreten. Bis dahin hat man zum heutigen Zeitpunkt noch sehr gute Möglichkeiten durch zusätzliche Pflege die Schwierigkeiten zu beseitigen.