Eine der größten gesetzlichen Krankenversicherungen könnte entstehen

Die Krankenkasse DAK und die BKK Gesundheit könnten gut miteinander harmonieren. Beide Krankenversicherungen verlangen Zusatzbeitrag von den Versicherten. Die DAK musste Mitgliederverluste einbußen.

 

Durch diese beiden gesetzlichen Krankenversicherungen könnte eine ganz große Krankenkasse werden. Die Verhandlungen zwischen der BKK Gesundheit und der DAK laufen noch. Die Sprecher der Kassen teilten dies mit. In einem Bericht „Dienstes für Gesellschaftspolitik“ wurde das bestätigt. Bis zum Jahresende kann eine Entscheidung fallen, falls die Verwaltungsräte sich einigen. Beide Kassen erheben seit letztem Jahr einen Zusatzbeitrag. Und beide haben dadurch Mitglieder verloren. Die DAK verzeichnet 5,8 Millionen Versicherte und die BKK Gesundheit hat eine Million. Damit läge die DAK hinter Barmer GEK und Techniker Krankenkasse an  3. Stelle.

Fusion: AOK und IKK

Eine neue gesetzliche Krankenversicherung entsteht. Der Name ist Gesundheitskasse Südwest. Die Fusion ergibt sich aus AOK Saarland und Rheinland Pfalz und der IKK Südwest. Der Name AOK bleibt somit nicht mehr erkennbar. Diese Kasse könnte regionaler Marktführer werden.

Die Gesundheitskasse Südwest gehört zu den größten Kassen Deutschlands nach der Fusion. Der Verwaltungsbeirat der AOK stimmte zu. Auch der Verwaltungsbeirat der IKK Südwest bestätigte die Fusion. Der Sitz der Krankenversicherung wird Eisenberg sein in Rheinland Pfalz. In Saarbrücken soll eine weitere Direktion für das Saarland entstehen. 1,4 Millionen Mitglieder und 1,9 Millionen Versicherte zählt die neue Kasse. Zusatzbeiträge soll von der Krankenkasse nicht verlangt werden. Stellen werden lt. Vorständen nicht abgebaut. Die Kasse zählt nach erfolgreicher Fusion zu einer der größten Arbeitgeber im Südwesten.

Krankenkassen: Fusion IKK Classic

Die Krankenkassen Vereinigte IKK und IKK Classic fusionieren. Die Fusion findet zum August statt. Der Name der Krankenkasse wird IKK Classic sein. Somit zählt diese Krankenversicherung zu einer der 10 größten in Deutschland nach der Fusion.

Die Anzahl der Versicherten beträgt ca. 3,6 Millionen. Die Vereinigte IKK entstand aus Signal Iduna IKK und IKK Nordrhein. Vor ein paar Tagen hat die City BKK erst geschlossen. Die Vereinigte BKK soll schuldenfrei sein und auch keine Zusatzbeiträge erheben derzeit. Somit ist diese Krankenversicherung handlungsfähig. In einer Pressemitteilung teilte die Vereinigte IKK mit, dass zum 01.08.2011 die Fusion mit der IKK Classic erfolgt. Die Verwaltungsbeiträte dieser gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) beschlossen dies. IKK Classic ist der Name nach der Fusion. Diese Fusion sorgt dafür, dass die IKK Classic 2,6 Millionen Mitglieder verzeichnet und 3,6 Millionen Versicherte. Der Hauptsitz der Kasse soll in Dresden sein.

Durch Fusionen gibt es immer weniger gesetzliche Krankenkassen

Viele Krankenkassen fusionieren mit anderen, da sie mit finanziellen Engpässen zu kämpfen haben. In der Regel sind es Zweckgemeinschaften, die sich bilden mit dem Ziel, an der Insolvenz vorbeigehen zu können.

Nicht alle BKKs haben finanzielle Schwierigkeiten. Die Audi-BKK z. B. schreibt schwarze Zahlen und wächst kräftig weiter. Das geschieht durch die Übernahme der Münchner BKKs von MAN und MTU, die insgesamt mehr als 65.000 Mitglieder in die Audi-BKK mitbringen.

Auch andere Krankenkassen stehen einer Fusion offen gegenüber. Sofern das Bundesversicherungsamt den Fusionen zustimmt und die Verwaltungsgremien der einzelnen Kassen Vereinbarungen miteinander treffen, werden u. a. Die BKK Pfeifer & Langer und die BKK ALP am 01.01.2012 zusammengeschlossen. Das sei der richtige Schritt, so die Reaktion der Vorstände. Beide Kassen betonen, dass es sich hierbei nicht um eine finanzielle Zweckehe handelt, sondern um eine Partnerschaft in Augenhöhe. Die Versicherten können sich beruhigt zurücklehnen, für sie ändert sich nichts.