Ehec Sprossen unter Verdacht

Endlich glaubt man den Schuldigen des Ehec-Erregers gefunden zu haben. Es sind Sprossen, die in Niedersachsen gewachsen sind. Bisher ist es nur ein Verdacht, der zur Schließung des Betriebes geführt hat, das Labor-Ergebnis steht noch aus.

Nachdem vor Gurken, Tomaten und Blattsalat gewarnt wurde, sind es jetzt die Sprossen, die als Schuldige erkannt worden sind. Dabei wären die Menschen weniger verunsichert, wenn die Politik sich einmal informativ geäußert hätte. So äußerte sich sehr spät der neue Bundesgesundheitsminister, Daniel Bahr, zu diesem Thema. Er gab jedenfalls noch keine Entwarnung für Gurken, Tomaten und Blattsalat.

Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Gerd Lindemann von der CDU hatte bereits am Sonntag über die Medien darüber informiert, dass das Sprossengemüse mit Ehec verseucht sein könnte. Einen Beweis konnte er jedoch nicht vorlegen, alles beruhe auf Indizien.

Fakt ist jedoch, solange keine Ergebnisse des Labors vorliegen, ist alles nur ein Verdacht. Gewünscht hätten wir uns, und übrigens auch das Robert-Koch-Institut, dass die Informationspolitik nicht nur vom Landwirtschaftsministerium aus gegangen wäre, sondern sich auch das Gesundheitsministerium früher mit Informationen an die Bürgerinnen und Bürger gewandt hätte.