Krankenversicherung: neue Möglichkeiten

Die gesetzlichen Krankenversicherungen befürworten Pläne der Regierung um mehr Transparenz zu schaffen. Eine Stellungnahme des GKV Spitzenverbandes , welcher der Berliner Zeitung vorliegt bestätigt dies.

Die Krankenkassen sind für die Pläne der Regierung der Haushaltsoffenlegung. Eine Stellungnahme des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung bestätigt dies. Die Stellungnahme liegt dem Gesundheitsministerium vor. Diese Informationen bekam die Berliner Zeitung. Zukünftig sollen die Krankenkassen offen legen, wie die Ein- und Ausgabenentwicklung sich verhält. Auf einem einheitlichen Meldeblatt erfolgen diese Offenlegungen. Auch zur Vermögenssituation und der Mitgliederentwicklung sollen Angaben gemacht werden. Die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitsverbände stimmte ebenfalls zu. Arbeitgeber werden in den Verwaltungsräten der gesetzlichen Krankenkassen vertreten.

Der Wettbewerb für Krankenkassen soll verbessert werden

Es ist schon eine Schwierigkeit für die Versicherten, Vertrauen zu den Krankenversicherungen zu gewinnen, bei dem was sich die gesetzlichen Krankenkassen geleistet haben. Die City BKK ging in die Pleite und ihre Mitglieder wurden von den anderen gesetzlichen Krankenkassen, aber auch den Ärzten, abgewiesen, gedemütigt und in die Ecke gestellt.

Dabei sind die gesetzlichen Krankenkassen per Gesetz dazu verpflichtet, alle aufnehmen, die Mitglied werden möchten oder müssen. Aus diesem Grunde sind es auch die gesetzlichen Krankenkassen und nicht die privaten Krankenversicherungen. Viele Ärzte, wie z. B. eine Ärztin in Berlin, die eine 92-jährige Patientin vor die Tür setzte, weil sie noch Mitglied der City BKK war, tragen für diese Demütigungen eine große Mitverantwortung.

Zwar haben jetzt, nachdem die Bundesregierung mit Maßnahmen gedroht hat, die GKVs versprochen, den ehemaligen Mitgliedern der City BKK zu helfen, doch für viele Menschen, die bei der City BKK versichert waren, waren die letzten Wochen ein Alptraum. Eine Frage stellt sich: Wie werden die Krankenkasse reagieren, wenn weitere gesetzliche Krankenkassen in die Insolvenz oder in den Konkurs gehen?