Krankenversicherung Zusatzbeiträge kommen

Einige gesetzliche Krankenversicherungen müssen Zusatzbeiträge verlangen aufgrund der finanziellen Probleme. Der Sprecher des Bundesversicherungsamtes, Tobias Schmidt ist der Meinung, dass einige gesetzliche Krankenkassen zu wenig getan haben.

Die Krankenversicherungen, die zu wenig getan haben, kommen wohl um die Einführung der Zusatzbeiträge nicht herum. Am 1. Juli erfolgt die Schließung der City BKK. Die Probleme sind bei den einzelnen Kassen unterschiedlich. Freiwillige Leistungen oder Personal könnten bei den Krankenkassen abgebaut werden und als Einsparmaßnahme ergriffen werden. „Krankenkassen, die mit dem Geld, das sie aus dem Gesundheitsfonds bekommen, nicht auskommen, müssen Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern erheben.“, sagte Jens Spahn, der Gesundheitsexperte der CDU. Jede Krankenversicherung zögert die Einführung der Zusatzbeiträge so lange wie möglich hinaus, meinte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen. Mehr als zwei Milliarden Euro soll der Gesundheitsfonds zum Ende 2011 beinhalten, prognostizierte der Krankenkassenverband.

Kündigungen der Krankenkassen aufgrund der Einführung von Zusatzbeiträgen

Kassen mit finanziellen Engpässen, können Zusatzbeiträge als Lösung erheben. Doch damit sind Kündigungen vorprogrammiert. Dies könnte die finanzielle Situation durch Kündigungen der Mitglieder verschlechtern.

Der Gesundheitsfond verfügt derzeit über eine Menge Geld

Der Gesundheitsfond der gesetzlichen Krankenkassen verfügt über Rücklagen in Höhe von etwa fünf Milliarden Euro und weiteren zwei Milliarden Euro, die flüssig sind. Das resultiert daraus, dass der Fond allen gesetzlichen Krankenkassen einen Fixbetrag bezahlt ohne Berücksichtigung der eigenen Einnahmen. Überschüsse könnten, aber müssen nicht, im Folgejahr an die Krankenkassen verteilt werden. Auch eine Alternative dazu ist bereits vorhanden, man könnte die Beiträge für die GKVs senken.

Es ist nicht zu verantworten, was hier vor sich geht. Die Krankenkassen fordern von ihren Mitglieder immer häufiger Zusatzbeiträge, damit sie über die Runden kommen und der Gesundheitsfond sitzt auf einem Vermögen. Der Ruf nach einer Überarbeitung der aktuellen Gesundheitsreform wird immer lauter. Zahlmeister sind, wie üblich, die Versicherten.

Ab 2013 ist es den Ärzten erlaubt, ihre Honorare direkt mit den Krankenkassen zu verhandeln. Das könnte zu einem Anstieg der Honorarkosten um etwa 10% führen. Die Bundesregierung will mit dieser Maßnahme den Ärztemangel in ländlichen Gegenden beseitigen.

Private Krankenversicherung: fast 40000 neue Mitglieder

Die private Krankenversicherung verzeichnet in diesem Jahr schon fast 40.000 neue Mitglieder. Diese wechselten aufgrund des neuen Gesetztes, welches zu Beginn des Jahres in Kraft getreten ist. Durch die neue Regelung kann ein Angestellter schon bei Übersteigen der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAE) von 1 Jahr in die PKV wechseln.

 

Die PKV hat nach wie vor starken Zulauf. Die SPD wünscht sich eine Abschaffung der Privaten, damit die Bürgerversicherung eingeführt werden kann. Das Bundesgesundheitsministerium belegt die Zahlen für das Jahr 2011. Mehrere 10.000 sind abgewandert aus der gesetzlichen Krankenkasse, weil die Private attraktiv ist. Im Alter zahlen die Versicherten  zwar mehr im Durchschnitt, können aber ganz andere Leistungen genießen. Fast 40 Prozent mehr als im Vorjahr wechselten von der gesetzlichen in die private Krankenkasse. In 2011 verzeichneten die privaten Krankenversicherungen mehr als 28000 Versicherte Zuwachs durch die Wechsler der Gesetzlichen.

 Der Wechsel ist seit Januar dieses Jahres einfacher geworden. Zuvor musste man nämlich 3 Jahre in Folge über der JAE liegen um in die PKV gelangen zu können. Für den Krankenversicherungswechsel stehen nun für Gutverdiener aus der GKV die Türen der Privaten offen. Die Krankenversicherer berichten über großen Zuwachs in Form von Neugeschäft. Die Hanse Merkur Krankenversicherung hat stark zugelegt. Die neue Regelung ist für die gesetzliche Krankenversicherung ein großer Verlust, da sich dauerhaft große Beitragseinbußen ergeben werden.

Die Gesundheitsreform 2011 bringt große Veränderungen für die Krankenkassen

Die PKV wird für Angestellte besser zugänglich ab 2011

Die Gesundheitsreform 2011 bringt große Veränderungen für die gesetzlichen Krankenkassen

Angestellte können ab nächstem Jahr aufatmen, da der Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) einfacher wird. Gesetzlich Versicherte, die über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAE) liegen, können in die PKV wechseln, denn die 3-Jahres-Frist fällt endlich weg.

Gewinner des Jahres: Privaten Krankenversicherungen

Die PKV wird einen sehr großen Gewinn erwirtschaften durch die Abwanderungen aus den gesetzlichen Krankenkassen. Die Versorgung der gesetzlichen bietet immer weniger Leistungen an, da einige Medikamente die vorher gebührenfrei waren, jetzt schon zuzahlungspflichtig geworden sind. Dazu kommt noch, dass sich der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkasse erhöht. Das heißt auf gut Deutsch gesagt: Mehr zahlen für weniger Leistung. Sie sollten einen Krankenversicherung Vergleich wagen um einzusparen.