Die Praxisgebühr geht, – das Betreuungsgeld kommt

Bürger sollen laut der Regierung durch die aktuellen Beschlüsse deutlich entlastet werden. Ganze neun Jahre lang haben sich viele Patienten über die Zahlung der Praxisgebühr geärgert und die Mitarbeiter der Praxen haben sich über den enormen Verwaltungsaufwand aufgeregt.

Krankenversicherung und Praxisgebühr

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Besonders ältere Menschen hatten Probleme damit zu verstehen warum sie € 10 beim Arzt zahlen müssen und einige konnten sich diese € 10 pro Quartal nur schwer leisten. Statt die Krankenkassenbeiträge zu senken wird nun zum Anfang des kommenden Jahres 2013 die Praxisgebühr abgeschafft. Die Krankenkassen laufen gegen diese Entscheidung Sturm, denn laut den Spitzenverbänden der Krankenkassen müssen diese Defizite voll aus den Gesundheitsfonds ausgeglichen werden. Eine Entlastung für die Versicherten von etwa € 2 Milliarden pro Jahr. Außerdem werden die Renten von Menschen die trotz 40 Jahren Einzahlung in Vorsorge unter der Grundsicherung liegen mit Hilfe von Steurgeldern minimal angehoben.

Das Betreuungsgeld betrifft Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen und nicht in Kinderkrippen oder Kindergärten betreuen lassen. Eltern erhalten ab August 2013 für Kinder im zweiten Lebensjahr € 100, ab 2014 auch für Kinder im dritten Lebensjahr. Wer das Geld zur Altersvorsorge nutzt, kann sich über einen zusätzlichen Bonus von € 15 monatlich freuen.

Den gesetzlichen Krankenkassen geht es gut

In der Vergangenheit gab es zwar auch eine gesetzliche Krankenkasse die schließen musste, aber dennoch geht es einigen Krankenversicherungen recht gut. Sie verzeichnen jede Menge Reserven, was ja auch kein Wunder ist. Die Praxisgebühr wird nach wie vor kassiert.

Überschüsse der gesetzlichen Krankenkassen

Der Beschäftigungsboom sorgt für große Überschüsse bei den gesetzlichen Krankenkassen. Nach den Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums liegt der absolute Rekord bei fast 22 Milliarden Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) verlangen nach wie vor die Praxisgebühr von den Patienten. Im Gespräch war, dass diese eventuell abgeschafft werden soll. Sie schaffe zu viel Bürokratie. Deutschland hat 50 Millionen fleißige Beitragszahler. Sie sind nicht zufrieden mit dieser Situation. Werden die Kassen das Geld zum Teil auch mal an die Menschen weitergeben? Gesundheitsminister Daniel Bahr von der FDP ist dafür, dass die Versicherten auch was von den Überschüssen haben. Sie sollen das Geld in Form von Prämienausschüttungen oder Leistungsverbesserungen erhalten, wenn es nach Bahr gehen würde. Die GKV seien doch keine Sparkassen, meinte der Gesundheitsminister.

Entwicklung der Krankenkassen

Die gute Entwicklung der gesetzlichen Kassen hat man dem Anstieg von Löhnen und Renten teilweise zu verdanken. Auch das Arzneimittelsparpaket sorgt für die gute Entwicklung. Viele Kassen verfügen über Reserven oberhalb der zulässigen Grenze von 1,5 Millionen Monatsausgaben. Prämienauszahlungen erhalten nur 700000 Krankenversicherte. Das ist nur 1 Prozent aller gesetzlich Versicherten. Gewarnt wurde durch den GKV-Spitzenverband, dass die Summen nicht zu hoch sein dürften. „Den Blick nicht darauf verstellen, dass der Überschuss aus dem ersten Halbjahr 2012 lediglich einer Reserve von fünf Tagen entspricht und dass der Gesundheitsfonds ein Minus von fast 500 Millionen Euro gemacht hat“, heißt es lt. Spitzenverband. Jede Kasse entscheidet selbst über die Prämienausschüttungen.

Keine Zusatzbeiträge: Krankenversicherung Barmer GEK

Die Barmer GEK sieht keinen Grund für 2012 Zusatzbeiträge bei der größten gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland einzuführen. Andere Krankenkassen hatten einige Probleme durch die Einführung von Zusatzbeiträgen.

Bei der DAK kam es zu Mietgliederverlusten durch die Einführung von Zusatzbeiträgen. Die City BKK muss eventuell die verlangten Zusatzbeiträge zurück bezahlen, da das Sonderkündigungsrecht nicht ordnungsgemäß vermerkt wurde auf dem Erhöhungsbescheid. Barmer GEK verzeichnet ca. 8,6 Millionen Versicherte. Die Mietgliederentwicklung verläuft sehr positiv lat. Holger Langkutsch, der Verwaltungsvorsitzende von Deutschlands größter gesetzlicher Krankenversicherung, teilte mit, dass die Finanzentwicklung gut verläuft. Andere Probleme, wie z.B. die Schließung der City BKK schreiben Schlagzeilen. Barmer GEK bekam 2010 400000 neue Mitglieder. 2011 waren es schon 232000 Neuzugänge. 8 Euro beträgt der Zusatzbeitrag, der schon von einigen Kassen verlangt wird.

Gesetzliche Sozialversicherung: Überschuss auch mit Krankenversicherung

Die gesetzliche Sozialversicherung erzielt im ersten 200 Millionen Euro Überschuss. Zur gesetzlichen Sozialversicherung gehört auch die gesetzliche Krankenversicherung. Im Vorjahr gab es Defizite von vier Milliarden Euro.

Die finanzielle Situation der gesetzlichen Versicherungen hat sich somit verbessert. Der Überschuss von 20 Millionen Euro zeigt dies. Die gesetzliche Krankenversicherung ist eine Komponente der gesetzlichen Sozialversicherung. Das statistische Bundesamt teilte diese Zahlen vor ein paar Tagen mit. Im Vorjahr gab es Defizite in der gesetzlichen Sozialversicherung. Gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit gehören zur gesetzlichen Sozialversicherung. Im ersten Quartal 2011 erzielte die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einen Überschuss von 0,9 Milliarden Euro.