Krankenhaus mit privater oder gesetzlicher Krankenkasse

Krankenhaus Aufenthalt

Ein Krankenhaus-Aufenthalt kann an den Nerven zerren! Diese Tatsache bezieht sich nicht auf Ärzte und Pflegepersonal, sondern auf die Patienten, mit denen der Versicherte das Zimmer teilt.

Ein Krankenhaus-Aufenthalt kann an den Nerven zerren! Diese Tatsache bezieht sich nicht auf Ärzte und Pflegepersonal, sondern auf die Patienten, mit denen der Versicherte das Zimmer teilt. Von Ruhe und Erholung ist dieser weit entfernt, wenn an zwei Betten im Zimmer eine Besuchermasse anrückt. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn Privatpatienten auf ein Einzelzimmer bestehen. Hier finden sie die Ruhe, die sie für ihre Genesung brauchen. Gesetzlich Krankenversicherte schließen für den Fall einer stationären Behandlung Zusatzversicherungen ab, damit sie Anspruch auf ein Einzelzimmer haben.

Verband der PKV

Der Verband privater Krankenversicherung ignorierte die Wünsche seiner Mitglieder keinesfalls. Er stellte eine Krankenhaus-Datenbank im Web zur Verfügung, die Informationen über Fach- und Leistungsbereiche sowie Service- und Komfortangebote, Fallzahlen und Entgelte der verschiedenen Kliniken beinhaltet.
Mit dieser Aktion bezeugt der Verband sein Interesse an einer qualitativ ausgezeichneten Behandlung beim stationären Aufenthalt. In ganz Deutschland haben sich 140 Krankenhäuser mit hochwertigen Leistungen und Angeboten ausgezeichnet. Dazu zählen neben der medizinischen Qualität auch der Komfort- und Service-Bereich. Alle Qualitätspartner der PKV beinhaltet das Serviceportal des Verbandes. Versicherte besitzen die Möglichkeit, sich diese Kliniken auf www.derprivatpatient.de anzeigen zu lassen.

Leistungen

Das Portal verfügt über Informationen, die für jeden Versicherten verständlich aufbereitet sind. Daneben kann der Versicherte seine Rechte, Leistungsansprüche und Kosten abrufen. Das Portal des Verbandes der privaten Krankenversicherungen ist für Versicherte einzigartig und steht Krankenversicherten zur Verfügung. Der Service bietet Hilfe bei der Suche nach Arzt, Arzneimittel und Krankenhaus. Daneben kann der Versicherte die Privatrechnung seines Arztes überprüfen und verschiedene Informationen als Downloads abrufen. Der Bereich „Von A bis Z“ listet eine Vielzahl Begriffe in alphabetischer Reihenfolge auf.

Präsident der Ärztekammer verteidigt duales Krankenversicherungssystem

Damit die PKV überleben kann, muss sie sich reformieren.Frank Ulrich Montgomery, der Präsident der Bundesärztekammer, verteidigt das duale System, das von den gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen getragen wird. Ausschließen will er jedoch nicht, dass auf beiden Seiten auch Versicherungen im Gesundheitswesen in die Pleite steuern können.

PKV im Gespräch

Der Ärztetag wird in Mitte Mai in Nürnberg über die Finanzierung der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung diskutieren. Beide Systeme seien reformbedürftig, so Frank Ulrich Montgomery in einem Interview mit Welt Online. Welt online fragte Herrn Montgomery, ob er erkennen könne, dass die Koalition einen Systemwechsel im Bereich der Finanzierung der GKVs eingeleitet hat, wie sie zu Beginn ihrer Regierung versprochen hatte. Der Systemwechsel sei, so Frank Ulrich Montgomery, eingeleitet worden mit dem einheitlichen Beitragssatz von 15,5 Prozent für die gesetzlichen Krankenkassen. Eine Finanzierung bei Steigerung der Ausgaben werde über einkommensunabhängige Zusatzbeiträge im Griff gehalten. Für Welt Online ist das jedoch kein Systemwechsel. Hier stimmte Montgomery zu. Die Zusatzbeiträge, so der Präsident der Bundesärztekammer, sind kein reines Prämienmodell; dieser Punkt war zwar innerhalb der Koalition diskutiert worden, jedoch fand er keine Mehrheit. Es kann jedoch als Einstieg bewertet werden.Welt Online hakte hier nach und fragte, warum dies nur als Einstieg bewertet werden kann. Auch darauf hat Montgomery eine Antwort. Derzeit haben die gesetzlichen Krankenkassen genug Geld, sodass sich die Politik in der nahen Zukunft über eine Finanzierung oder ein Prämienmodell keine Gedanken machen wird. Politisch gesehen ist es so, dass in der Politik nur kurz- oder mittelfristig gehandelt wird. Es wird keine Regierung grundlegende Reformen riskieren, wenn es nicht unbedingt sein muss. Doch ist es sicher, dass auch beim Gesundheitssystem eine Änderung der Finanzierung erfolgen muss.

 

Ist die derzeitige Mischung, so fragte Welt Online nach, die aus lohnabhängigen Beiträgen und Steuern besteht, in der Zukunft nicht mehr machbar?

 
Montgomery antwortete darauf wie folgt: Derzeit haben wir fast wieder Vollbeschäftigung. Das heißt, dass das Umlagesystem funktioniert. Wie die Zukunft aussieht, ist fraglich. Drei Beitragszahler, die arbeiten, finanzieren heute schon einen Versicherten, der Leistungen von der Krankenversicherung empfängt. Durch die niedrigen Geburtenraten der vergangenen Jahre wird das Verhältnis in etwa 30 Jahren anders sein. Dann könnte durchaus der Fall eintreten, dass ein arbeitender Beitragszahler einen Versicherten, der Leistungen empfängt, finanzieren muss. Jeder Leistungsempfänger kann sich dann also seinen höchstpersönlichen arbeitenden Versicherten aussuchen! Für Welt Online ist diese Erkenntnis nicht neu und fragt nach. Bisher haben sich die Ärzte immer zurückgehalten und keine eigenen Vorschläge gemacht. Sagen Sie uns, wie die dieses Thema angehen wollen beim Ärztetag in Nürnberg. Die Debatte, so Montgomery, über langfristig angelegte Veränderungen sei dringend und notwendig. Politisch doch derzeit sehr problematisch und damit schwierig. Wir werden uns Gedanken machen, wie trotz immer weniger Ressourcen die Qualität des bestehenden Gesundheitssystems konstant gehalten werden kann. Damit dies gelingt, wird der Wettbewerb zwischen der GKV und PKV gebraucht. Hier garantiert ein umfangreicher Katalog Leistungen, die positiv für alle Patienten sind. Montgomery warnte ausdrücklich davor, das duale System zu ändern. Welt Online fragt nach: Herr Montgomery ist es also richtig, dass Sie gegen eine Bürgerversicherung sind. Diese wird von SPD und Bündnis90/DieGrünen gefordert und früher oder später darauf hinauslaufen, dass die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und die privaten Krankenversicherungen (PKV) fusionieren müssen.

 
Montgomery hält eine Bürgerversicherung nicht für umsetzbar. Jedenfalls keine, die die PKV abschaffen will. Einer verfassungsrechtlichen Überprüfung hat bisher kein bekanntes Modell standgehalten. Es ist zum Beispiel ein Eingriff, der einer Enteignung gleicht, wenn alle Einkommen in die Berechnung der Krankenversicherungsbeiträge fließen würden. Zum Finanzamt dürften die Krankenkassen nicht werden.

 
Die PKV, so Welt Online hat bisher als Vorbild gegolten. Derzeit hat sie jedoch mit sinkenden Erträgen aus den Kapitalrücklagen zu kämpfen, Von Verbraucherschützer werden die steigenden Prämien heftig kritisiert. Jetzt will die PKV ihre Ausgaben begrenzen, insbesondere im Bereich der Ärztehonorare.

 

Ist das für die PKV zukunftsfähig?

 
Grundsätzlich ist die PKV zukunftsfähig, so Montgomery. Doch wie bei allen anderen Brachen gibt es gesunde private Krankenversicherungsgesellschaften und andere, die mit Problemen zu kämpfen haben. Dies ist jedoch kein Systemfehler, sondern liege bei den einzelnen Versicherungsgesellschaften und ihrer Wirtschaftspolitik. Dieses Problem ist nicht hausgemacht, denn auch bei den gesetzlichen Krankenkassen stehen nicht alle gut da. Die Kritik bezüglich der explosiv ansteigende Beiträge bei Privatversicherern ist nicht berechtigt, denn extreme Prämienerhöhungen wurden von den Gesellschaften vorgenommen, die mit viel zu niedrigen Beiträgen neue Kunden geködert haben, was er als unseriös empfindet. Nicht nur die Versicherer haben unseriös gehandelt, denn auch die Kunden sollten sich fragen, ob die Erwartungen bei derart niedrigen Beiträgen nicht wirklich realistisch waren.

 

Was folgt daraus, so die Frage von Welt Online?

 
Montgomery antwortet: Gerade die privaten Krankenversicherungen müssen erkennen, dass eine Marktbereinigung unabdingbar ist, denn auch die Privatversicherer stehen nicht alleine, sondern im Wettbewerb. Zum Wettbewerb gehört nun einmal, dass nicht lebensfähige Unternehmen auf dem Markt nichts zu suchen haben und verschwinden. Die Ursachen können sein z. B. ein Insolvenzantrag, eine Pleite oder anderes. Derzeit ist es so, das die PKV um ihre Kosten zu senken, nachdrücklich und laut nach staatlicher Hilfe ruft, was anrührend ist. Die PKV will, wenn es für sie nützlich ist, eine Gleichbehandlung wie die GKV und will z. B. eine Gesundheitskarte oder Arzneimittelrabatte, damit die Gewährung von Sachleistungen garantiert werden kann.

 

Begrenzung von Maklerprovisionen? Hakt Welt Online nach

 
Montgomery lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Seine Antwort ist die, dass es sich hierbei auch um ein schönes Beispiel handeln würde. Er begrüße diesen Schutz aus gesundheitspolitischen Gründen. Jedoch finde er es völlig absurd, dass sich die PKV gegen ihre eigenen Makler nur mit einem Gesetz schützen kann. Er warnte die PKV eindringlich vor einer Angleichung mit den gesetzlichen Krankenkassen. An einer leistungsfähigen privaten Krankenversicherung haben vor allen Dingen wir als Ärzte ein großes Interesse, denn ohne die PKV währen viele Therapien und neue Formen der Diagnostik nicht vorhanden – jedenfalls nicht für alle Patienten, die jetzt davon profitieren. Dadurch, dass die PKV diese Dinge schnell genehmigt, werden die gesetzlichen Krankenkassen nur allzu oft in Zugzwang, gesetzt. Das Ergebnis ist dann das, dass sie der PLV folgen und somit auch die Versicherten der GKV noch den Innovationen profitieren. Welt Online fragt weiter: Derzeit steht der Vorwurf der PKV im Raum, dass die Ärzte die privaten Krankenversicherungen schröpfen würden, was bedeutet, dass Privatpatienten übermäßig häufig untersucht werden würden und zu viele Leistungen bekämen. Dagegen verwehrt sich Montgomery. Das sei nicht richtig und stimmt auch nicht. Fakt ist doch, dass jährlich mehrere Zehntausend Versicherte den gesetzlichen Krankenkassen den Rücken kehren und zu den privaten Krankenversicherungen wechseln. Es ist also kein Geheimnis, dass die PKV wächst. Fakt ist auch, dass die Versicherten der PKV älter werden. Wenn man sich das vor Augen hält, ist eine Steigerung der Ausgaben für die Leistungen, die die Ärzte erbringen, von knapp fünf Prozent jährlich nicht viel.

 
Die Höhe der Provisionen, die die Makler von der PKV jährlich erhalten, hält Frank-Ulrich Montgomery für dramatisch. Die Höhe der jährlich ausbezahlten Provisionen beträgt etwa 2,7 Milliarden Euro. Dieser Betrag ist nur halb so hoch, wie die PKV für die Arztleistungen ausgibt. Sicher ist das viel Geld und genau bei den Maklerprovisionen muss die PKV sparen. Es ist allerdings ein Armutszeugnis, das sie dafür den Staat und die gesetzliche Hilfe der Regierung in Anspruch nehmen muss. Sie könnten der PKV beim Sparen helfen, so Welt Online. Immerhin wird derzeit über eine neue Gebührenordnung von beiden Seiten verhandelt. Wie weit sind diese gediehen? Montgomery gibt daraufhin zur Antwort, dass es sich hierbei um ein hochkomplexes Thema handelt. Derzeit wird mit einer Gebührenordnung gerechnet, die auf einer gemeinsamen Kalkulationsbasis aufgebaut werden kann. Sicher ist jedenfalls, dass keine neue Gebührenordnung in dieser Wahlperiode in Kraft treten wird. Ein gemeinsamer Entwurf soll noch in diesem Jahr präsentiert werden. Es soll ein Entwurf sein, der die Akzeptanz jeder Regierung finden soll und keine mehr an ihm vorbeikommt. Die Frage von Welt Online ist, ob die Versicherungen direkt mit Ärzten über deren Preise verhandeln sollen und damit von der Gebührenordnung abweichen, damit sie Geld sparen können? Montgomery entgegnet, dass es in der neuen Gebührenordnung für Zahnärzte keine Öffnungsklausel gibt und diese auch definitiv nicht gebraucht wird.

 
Welt Online fragt, ob er es als einen Konflikt ansehen würde, dass einerseits für die PKV, wie auch für andere Unternehmen, die Marktgesetze gelten, die PKV aber eine soziale Verantwortung als Krankenversicherer habe. Bislang können sich schwer kranke Menschen faktisch nicht privat versichern und auch schwangere Frauen haben bei der privaten Versicherung keine Chance. Montgomery hält es für problematisch, dass oft hohe Risikozuschläge auf die Beiträge für kranke Menschen dazukommen, wenn sie sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern wollen. Über die Thematik, inwieweit solche Risikozuschläge zu vertreten sind, müsse man reden. Eine Frau während ihrer Schwangerschaft als Kundin abzulehnen entspricht nicht dem Geschäftsmodell der PKV. Es ist auch nicht das Geschäftsmodell der PKV, wenn sie diese Frau erst dann als Kundin nimmt, wenn das Kind gesund geboren ist. Es gäbe keinen Grund dafür, dass so gehandelt wird. Es müsste auch für die PKV einen Kontrahierungszwang geben. Über die Thematik, wie die PKV mit ihrer sozialen Verantwortung umgeht und dieser gerecht wird, muss sie sich Gedanken machen.

 

Welt Online fragt nach, ob die Branche ihre Reformen selbst in den Griff bekommt

 
Hier ist Montgomery sehr zuversichtlich, denn er würde mit vielen Managern der PKVs Gespräche führen und er denke, dass die Branche es alleine schafft. Natürlich gibt es auch bei den PKVs Unternehmen, die mit allen Mitteln ums Überleben kämpfen. Hilfreich wäre hier eine ordnende Hand, z. B. vom PKV-Verband, auch wenn er nur unterstützend und beratend Einfluss nehmen kann. Derzeit muss die PKV etwas tun, denn einerseits wird die Luft für sie immer dünner. Es müssen Reformen gemacht werden, damit das Geschäftsmodell PKV nicht infrage gestellt werden kann.

Warum der Schritt von Kindern in die PKV sehr gut überlegt sein sollte

Geht es um die Krankenversicherung, sollten Verbraucher genau überlegen, welche Vor- und Nachteile mit einem Wechsel verbunden sind. Vor allem im Bezug auf Kinder – auch wenn diese noch nicht vorhanden sind – sollten einige Dinge berücksichtigt werden.

Wenn beide Elternteile in der privaten Krankenversicherung, kurz PKV, versichert sind, dann muss für die Kinder ebenfalls ein Vertrag in der PKV geschlossen werden. Eine Familienmitversicherung, wie es in der gesetzlichen Krankenversicherung, kurz GKV, möglich ist, gibt es in der Privaten nicht. Alternativ dazu könnte ein Kind aber auch freiwillig in der GKV versichert werden.

Ist aber nur ein Elternteil privat versichert und der andere gesetzlich, dann haben die Eltern in bestimmtem Umfang die Wahl, wie sie ihren Nachwuchs krankenversichert. So kann das Kind nur dann in der GKV familienversichert werden, wenn der GKV-versicherte Elternteil weniger verdient als der Elternteil, der in der PKV versichert ist. Ausnahmen sind bei unverheirateten Elternteilen gegeben.

Zudem ist es immer wichtig, die vielen verschiedenen Angebote der privaten Krankenversicherer miteinander zu vergleichen. In der PKV bekommen Kinder generell niemals höhere Gesundheitsleistungen zu besseren Konditionen als die Eltern selbst. Somit bekommen Kinder in der PKV nur dann die besten Leistungen, wenn auch die Eltern selbst bestens krankenversichert sind. Die Konditionen der Versicherung für Kinder sind sehr unterschiedlich und so ist es wie bei vielen anderen Dingen, z.B. dem Handyvertrag oder bei der Suche nach einem Broker für das Forex Trading: immer erst vergleichen und dann erst für eine bestimmte Gesellschaft entscheiden.

Zahlreiche private Krankenversicherer locken mit einem Bild von jungen und dynamischen Menschen, Sneakers an den Füßen, vor Energie strotzend. Es wird der Anschein erweckt, mit einer PKV kann man ohnehin nicht krank werden. Die Realität sieht natürlich ganz anders aus und so sollte man sich niemals von werbenden Bildern beeinflussen lassen, sondern knallhart die Fakten miteinander vergleichen.

Maßgeschneiderte Tarife bei der PKV

Die private Krankenversicherung macht seit vielen Jahren vor allem durch die flexible Beitragsberechnung von sich reden. Auf die individuellen Bedürfnisse der Mitglieder abgestimmt, gibt es hier Tarife, die den Anforderungen eines jeden Versicherten mehr als gerecht werden. Denn nicht jeder Versicherte hat die gleichen Ausgangssituationen und stellt die gleichen Bedingungen an seine Krankenversicherung.

Mit dem Modulartarif beispielsweise hat der Versicherte die Möglichkeit, aus einem Leistungskatalog bestimmte Module für den individuellen Bedarf zu ordern. Dies können beispielsweise die Kostenübernahmen für ambulante Leistungen oder Zahnarztbehandlungen, aber auch für spezielle Krankenhausbehandlungen sein.

Mit dem Kompakttarif hingegen werden die möglichen Leistungen zum größten Teil bereits von der PKV vorgegeben. Auswahlmöglichkeiten gibt es bei diesem Tarif nur sehr wenige, jedoch sind die monatlichen Beiträge hier im Vergleich zum Modulartarif meist wesentlich geringer.

Einen Basistarif müssen jedoch alle Krankenversicherer anbieten. Dieser orientiert sich an den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, verwehrt jedoch die typischen Vorzüge und Sonderleistungen der privaten Krankenversicherung. Beim Basistarif wird nur ein Grundschutz geboten, bei dem jedoch die Beiträge in der Regel relativ gering sind. Zahnarztleistungen oder die Wahl der Chefarztbehandlung sind nicht möglich, jedoch sind auch mit diesem Tarif die Wartezeiten bei Arztbesuchen noch immer wesentlich kürzer, sodass der Versicherte zumindest in diesem Bereich von einer Sonderbehandlung profitieren wird.

Krankenversicherung: wechseln ist noch möglich

Die Wechselfrist für die private Krankenversicherung ist schon vorüber. Dennoch besteht die Möglichkeit für den Versicherten in eine andere PKV zu wechseln, falls man ein Schreiben vom bisherigen Krankenversicherer erhält mit der Nachricht, dass die Beiträge zum Januar erhöht werden.

Die Krankenversicherung sorgt derzeit für heftige Diskussionen. Im Gespräch ist eine Bürgerversicherung sowie die Abschaffung der privaten Krankenversicherung. Fürsprecher sind die SPD und Linke. Beitragsanpassungen in der gesetzlichen Krankenversicherung gab es zuletzt im Januar diesen Jahres. Der allgemeine Beitragssatz wurde auf 15,5 Prozent angepasst. Auch die privaten Krankenversicherungen erhöhen zum 01.01.2012 teilweise die Beiträge. Zusatzbeitrag wurde in diesem Jahr bei manchen Krankenkassen eingeführt. Eine gesetzliche Krankenkasse musste sogar schließen. Fusionen haben sich ergeben. Der Markt ist ständig in Bewegung. Dennoch sollte man eine Beitragsanpassung nicht immer zum Anlass nehmen, seine private Krankenversicherung zu kündigen und in eine andere PKV zu wechseln. Denn der Gesundheitszustand ist wichtig für den Wechsel. Zuschläge, Ausschlüsse oder sogar Ablehnung können Folgen von schlechtem Gesundheitszustand bei der neuen Gesellschaft sein. Man kann aber auch innerhalb einer Gesellschaft wechseln. Wichtig ist, dass man bevor man kündigt, einen Probeantrag bei der neuen Gesellschaft stellt um sicher zu gehen, dass man angenommen wird.

Krankenversicherung für Studenten: nicht nur Vorteile

Private Krankenversicherungen sind bei Studenten immer sehr beliebt, da Sie einfach die besseren Leistungen bieten gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen. Eine Verbraucherzentrale hat davon abgeraten, dass sich ein Student privat versichert.

Wenn Studienende zum späteren Zeitpunkt privat versichert sein möchten, wird die PKV aber nicht so teuer als wenn man im höheren Alter einsteigt. Es kommt darauf an, welchen Job man plant. Doch die Verbraucherzentrale in Hamburg rät dennoch ab davon. Als Argument liefert die Verbraucherzentrale, dass man nach dem Studium nicht gleich immer einen Job findet und dann die PKV in die Höhe schießt. Aber dafür gibt es sogenannte Anwartschaften, bei denen man für einen geringen Betrag den Krankenversicherungsschutz aufrecht erhalten kann. Wer sich zu Beginn des Studiums privat versichert kann dennoch später wenn er unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdient wieder in der gesetzlichen Krankenkasse versichern. Von daher hat er keine Nachteile. Denn Krankenversicherungen für Studenten sind nicht teuer. Die Leistungen überragen einfach im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkasse. Die meisten Studenten entscheiden sich für eine gesetzliche Krankenkasse.

Bei Kindern von Beamten bietet sich ebenfalls die PKV an. Beihilfe Tarife sind auch für die Kinder der Beamten möglich. Der Schutz kostet kaum mehr als die gesetzliche Krankenkasse. Wer einen Antrag auf Befreiung der GKV stellt als Student, muss während dem ganzen Studium privat versichert bleiben. Für den Studenten kann dies unter Umständen eine finanzielle Belastung sein. Die finanzielle Situation sollte vorher geklärt werden. Oftmals zahlen die Eltern die PKV des Studenten. Wer mit jungen Jahren in die PKV einsteigt, hat später im Alter auch nicht so hohe Beiträge als Personen, die erst im Alter von 30 oder über 30 Jahren einsteigen.

Die Tarife der privaten Krankenversicherungen

Viele Versicherte, die in die private Krankenversicherung wechseln, orientieren sich an den Tarifen, die billig erscheinen. Damit begehen sie einen großen Fehler, denn nicht nur der Beitrag ist wichtig, sondern auch die Leistung für den Beitrag.

Bei der privaten Krankenversicherung entscheidet der Versicherte selbst, welchen Risiken er absichern möchte und welcher Umfang sein Leistungskatalog enthalten soll. Dabei kann er auf das Baukastensystem der PKVs zurückgreifen, mit dem der Versicherte seinen Schutz individuell gestalten kann.

So kann er z. B. in seine Absicherung auch die Kosten für den Heilpraktiker, der Psychotherapie sowie beim Zahnersatz einbringen, aber auch die Unterbringung in einer Privatklinik und die Behandlung durch den Chefarzt. Selbstverständlich kann er auch seine Kinder mit in den Schutz einbeziehen und auch seine Ehefrau bzw. seinen Ehemann, sofern diese /dieser nicht berufstätig ist. Das ist alles eine Frage der Beitragshöhe.

Die meisten Menschen, die in die private Krankenversicherung wechseln wollen, neigen zu einer Selbstüberschätzung, was ihren Gesundheitszustand anbetrifft. So sind viele der Meinung, dass die Leistungen im unteren Bereich bleiben können – man ist gesund und medizinische Leistungen sind derzeit nicht wirklich notwendig. Das ist eine falsche Meinung, denn man weiß nie, was kommt.

Für den Kunden ist es schwer von einem Tarif auf unterem Niveau in einen Tarif mit höherem Niveau und damit mehr Leistungen zu kommen, wenn er bereits erkrankt ist. Daher sollte vorher einen Tarif wählen, der besser als der, den die gesetzlichen anbieten.

Zusatzbeiträge: wer nimmt welche und wer nicht?

Die gesetzlichen Krankenkassen sind meist finanziell arg strapaziert und so manche fordert von ihren Mitglieder Zusatzbeiträge um über die Runden zu kommen. Davon sind die Mitglieder selten erfreut und wechseln in eine Krankenkasse, die keine zusätzlichen Beiträge fordert. Die DAK hat das am eigenen Leibe zu spüren bekommen, denn nachdem sie Zusatzbeiträge forderte wurde die DAK von fast einer halben Million Mitglieder verlassen.

Die Techniker Krankenkasse – und auch die IKK Classic – fordern keine Zusatzbeiträge; die IKK Classic auch für 2012 nicht. Die TK durfte sich über einen Mitgliederzuwachs von etwa 350.000 freuen. Die Krankenkassen scheuen die Forderung nach einem Zusatzbeitrag, wie auch die Vereinigte IKK, die den schon beschlossenen zusätzlichen Beitrag zurückgerufen hat und sich lieber einer Übernahme durch einen solventen und finanziell starken Partner zuwendet. Wie der Teufel das Weihwasser scheut, so trauen sich auch die gesetzlichen Krankenkassen fast nicht mehr einen Zusatzbeitrag zu fordern.

Was bei der Forderung nach einem Zusatzbeitrag passieren kann – dafür ist die City-BKK das beste Beispiel. Sie wurde geschlossen und das war sicher kein positiver Schachzug der Politik. Die Krankenkassen sitzen auf glühenden Kohlen und auch in einer Falle. Fordern sie einen zusätzlichen Beitrag – verlassen die Mitglieder die Kasse; fordern sie ihn nicht – haben sie finanzielle Probleme. Wie sie es auch machen, die Politik hat ihnen buchstäblich Fesseln angelegt und lässt sie kalt verhungern.

Krankenversicherung und der GKV Spitzenverband:MDK Entscheidung

Der GKV-Spitzenverband lehnt eine Umstrukturierung der MDK – des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen ab mit der Begründung, dass der MDK für die GKVs unverzichtbar sei. Außerdem sei die MDK eine selbstverwaltete, medizinisch unabhängige, organisatorisch eigenständige Arbeitsgemeinschaft, die mit den GKVs bzw. auch der Rentenversicherung zusammenarbeiten würde und nicht zu ersetzen sei.

Das sei vor allen Dingen der Fall, seit im Jahre 1995 die gesetzliche Pflegeversicherung eingeführt worden sei. Seither hätten mehr als zwanzig Millionen Menschen einen Antrag auf Pflegeeinstufung gestellt. All diese Menschen sind von der MDK begutachtet worden. Und für all diese Menschen wurde eine Empfehlung für die Pflegeeinstufung an die Kassen bzw. der Rente abgegeben.

Eine solche Begutachtung muss eine Institution durchführen, die unabhängig ist und den Menschen sieht. Auch muss die Pflegestufeneinordnung qualitätsgesichert und einheitlich erfolgen. Der MDK bietet das alles und gewährleistet eine einheitliche Einstufung.

Der MDK hat aber noch andere Aufgaben und zwar prüft er seit 1997 die Qualität der Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Mit diesen Prüfungen, die spontan und ohne Vorankündigung erfolgen – so will es jedenfalls das Gesetz – soll die Pflegequalität verbessert werden und gleichzeitig der Pflegebedürftige einen besseren Schutz genießen.

Für beide Aufgaben sei der MDK bestens geeignet und die GKVs wollen eine Zusammenarbeit nicht aufgeben. Die privaten Krankenversicherungen haben sich bisher nicht dazu geäußert – vielleicht deshalb, weil sie den MDK nicht in Anspruch nehmen.

Private und gesetzliche Krankenversicherung im Gespräch

Über die Unterschiede zwischen der gesetzlichen Krankenkasse und der privaten Krankenversicherung wird immer noch gerne gesprochen. Der erste Unterschied ist, dass eine gesetzliche Krankenkasse alle Personen aufnehmen muss, eine private Krankenversicherung muss das nicht. Sie kann verschiedene Bedingungen stellen und auch einen Antrag ablehnen.

Ein weiterer Unterschied ist der, dass die gesetzlichen Krankenkassen auch die Personen versichern müssen, die chronisch krank sind während die privaten Krankenversicherungen entweder den Antragsteller ablehnen oder aber diese Krankheit aus dem Leistungskatalog ausschließen können.

Auch die kostenlose Familienkrankenversicherung ist bei den gesetzlichen Krankenkassen angesiedelt. Nicht berufstätige Ehefrauen und Kinder sind beim Versicherten automatisch mitversichert und das kostenlos. Das ist bei den privaten Krankenversicherungen nicht der Fall. Hier fallen für Ehefrau und Kinder Beiträge an, denn die Familienmitglieder müssen separat versichert werden und dass nur gegen Bezahlung von Zusatzbeiträgen.

Das sind die Unterschiede, die gravierend sind. Für junge besserverdienende Personen, die gesund und munter sind, ist die private Krankenversicherung ideal. Die Beiträge lassen sich nicht vom Gehalt ableiten sondern von den Leistungen, die der Versicherungsnehmer bucht. Junge Menschen kommen hier finanziell besser weg.

Anders ist es, wenn der Versicherte eine Familie hat oder selbst eine chronische Krankheit. Dann ist die gesetzliche Versicherung günstiger, weil für die Familie keine separaten Beiträge anfallen und der Versicherte, auch mit einer chronischen Krankheit, aufgenommen werden muss.