Gesetzliche Krankenkassen verzeichnen weiterhin Rücklagen

Die Krankenkassen bauen ihre Rücklagen um 3,7 Milliarden Euro aus. Im dritten Quartal haben die gesetzlichen Kassen weniger Geld benötigt. Der Gesundheitsfonds hatte den Kassen mehr zugewiesen als sie ausgeben haben. Die Rücklagen haben sich somit gesteigert.

Ersatz- und Ortskrankenkassen haben ca. 75 Prozent aller Versicherten als Mitglied. Mehr als 900 Millionen Euro wurden in Form eines Überschusses erwirtschaftet. In der Jahresmitte erzielten die gesetzlichen Kassen bereits ein Plus von 2,7 Milliarden. Die Überschüsse werden auf derzeit ca. 3,7 Milliarden Euro geschätzt. Der Schätzerkreis hat mit 3,9 Milliarden kalkuliert. Im Jahr 2011 hatten 145 Kassen 10 Milliarden Überschüsse erwirtschaftet. Mehr als 20 Milliarden liegen die Reserven des Gesundheitsfonds und den Kassen zusammen. Das Plus bei den Ersatzkassen liegt bei 1,6 Milliarden Euro. Sogar bei den Betriebs- und Innungskrankenkassen wird ein Plus erwartet. Zur Jahresmitte wurde ein Plus von 330 und 280 Millionen mitgeteilt. Diese Daten werden offiziell erst zum Jahresende durch das Gesundheitsministerium mitgeteilt.

Praxisgebühr der Krankenkasse könnte wegfallen

Angela Merkel denkt darüber nach die Praxisgebühr abzuschaffen. Die Krankenkassen verzeichnen derzeit Milliardenüberschüsse. Die gesetzlich Versicherten dürfen auf ein Ende der bürokratischen Praxisgebühr hoffen.

Die gesetzliche Krankenversicherung verzeichnet über 70 Millionen Mitglieder. Vielleicht wird für diese Menschen die Praxisgebühr bald abgeschafft. Zuerst war Angela Merkel dagegen. Doch letzte Woche teilte mit, dass sie nun über eine mögliche Abschaffung der Praxisgebühr nachdenken würde. Die Bundeskanzlerin (CDU) wird sich mit den Argumenten beschäftigen, die gegen die Praxisgebühr gebracht wurden. Die FDP ist schon seit längerer Zeit für eine Abschaffung. Wird die CDU nun nachrücken? Zum Jahresende werden Rekordüberschüsse um 3,9 Milliarden Euro steigen, so wurde es prognostiziert. Der GKV-Schätzerkreis ist dieser Meinung. Diesen Sommer lagen die Überschüsse bei 12,8 Milliarden Euro. Ein Polster des Gesundheitsfonds wird erwartet. D.h. dass die Gesamtüberschüsse der gesetzlichen Krankenkassen könnten bei ca. 29 Milliarden Euro liegen.

Bahr ist für die Abschaffung der Praxisgebühr

Daniel Bahr ist aufgrund der Rekordreserven für eine Abschaffung der Praxisgebühr. 2 Milliarden Euro fließen pro Jahr in den Topf der GKV durch die seit 2004 aktive Praxisgebühr. Beim ersten Arztbesuch im Quartal ist diese fällig. FDP und CDU sind sich nicht einig. Koalitionspartner kritisierten sich gegenseitig. Die Praxisgebühr habe ihre Daseinsberechtigung verloren.Doch die GKVs kommen den Versicherten teilweise entgegen, indem sie die Praxisgebühr erstatten. Die KKH kündigte als erste Krankenkasse die Erstattung an. 1,8 Millionen Versicherten soll sie gezahlt werden. Die Voraussetzung ist ein gesundheitsbewusstes Verhalten. Von der TK werden über 6 Millionen Versicherte von einer Auszahlung einer Summe in Höhe von 80 Euro im Jahr 2013 profitieren.. Zwischen 30 und 72 Euro fällt die Prämie bei anderen kleineren Kassen aus.

Klagen gegen Bundesversicherungsamt durch gesetzliche Kassen

Die Ortskrankenkassen klagen aufgrund eines Fehlers des Finanzausgleichs. Eine Summe von mehren hundert Millionen soll falsch aufgeteilt worden sein unter den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV).

Klage beim Bundesversicherungsamt

Gegen die Entscheidung des Bundesversicherungsamtes wird nun geklagt. Ortskrankenkassen sowie große Betriebskrankenkassen planen gegen Fehler bei der Aufteilung von Geldern gegenüber gesetzlichen Krankenkassen zu klagen. Der Fehler lag beim Finanzausgleich. Informationen aus Kreisen der Krankenkassen bestätigten, dass sich ein Verfahren anschließt. Darunter befinden sich der AOK-Bundesverband, Knappschaft, Bahn-BKK, Deutsche BKK und andere.

Der krankheitsorientierte Finanzausgleich wurde 2009 eingeführt. Es soll unter den Kassen falsch verteilt worden sein. Eine große Summe von 400 Millionen Euro steht im Raum. Hohe Therapiekosten können Folge des Fehlers sein. Diese Kosten fallen in der Regel kurz vor dem Ableben des Patienten an. Die Kassen erhalten zu wenig finanzielle Mittel aus dem Gesundheitsfonds. Jüngere Menschen haben deshalb weniger zur Verfügung. Lt. Dem Bundesversicherungsamt ergibt sich für Ortskrankenkassen ein schaden von 300 Millionen Euro im Jahr.

Krankenkasse zahlt Prämien aus

Die Techniker Krankenkasse (TK) zahlt den Versicherten Beiträge aus. 600 Millionen Euro werden an die Mitglieder der TK ausgezahlt. Auch Menschen, die in die Techniker Krankenkasse wechseln erhalten Vorteile dadurch.

Prämienauszahlung an Mitglieder der TK

Die Rücklagen der Techniker Krankenkasse werden an die Mitglieder ausgezahlt. Die TK verfügt über Milliardenrücklagen. Sechs Millionen werden nun an die treuen Beitragszahler gezahlt. Jens Baas, der Vorstandschef der TK teilte noch keine detaillierten Zahlen mit. Der Verwaltungsrat der Krankenkasse entscheidet erst kommenden Monat darüber. Die Prämie soll lt. Berliner Zeitung mindestens 100 Euro betragen. Doch zwischen 60 und 120 Euro standen Zahlen im Raum.

Jeder Versicherte der TK soll die Prämie erhalten. D.h. dies ist für jede Person gültig die 2013 bei der Techniker Krankenkasse Mitglied ist. Wer die Prämie als anderweitig Versicherter erhalten möchte, sollte im Oktober kündigen um die volle Prämie zu kassieren. Denn so könnte er pünktlich zur Quartalsfrist zum 01. Januar zur TK wechseln. Via Überweisung oder Scheck wird der zu versteuernde Betrag an die Mitglieder ausgezahlt. Familienangehörige die in der Familienversicherung versichert sind, erhalten keine Auszahlung.

Techniker Krankenkasse: gewinnt Mitglieder

Die TK rechnet mit einem großen Zuwachs an Mitgliedern. Die Prämienzahlung soll aber nur einmalig erfolgen, das die Kosten im Gesundheitswesen weiterhin steigen werden. Es herrscht ein großer politischer Druck auf die Krankenkassen. Die TK reagierte mit der Ankündigung der Prämien Ausschüttung. Die Mehrheit der Kassen weigerte sich die Reserven des Gesundheitsfonds anzurühren.

Gesundheitsminister wünscht sich Auszahlung an die Krankenkassen Mitglieder

Daniel Bahr, unser Gesundheitsminister möchte gesetzliche Krankenkassen, die sich in einer guten finanziellen Situation befinden dazu zwingen, den Mitgliedern Überschüsse auszuzahlen.

Gesundheitsfonds und die Reserven

Bahr ist der Meinung, dass der Gesetzgeber im Notfall tätig werden müsse. Dies teilte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit. Nächstes Jahr können die gesetzlich Versicherten davon profitieren lt. Daniel Bahr. Die Koalition berate sich derzeit zu dieser Thematik. Wenn die Krankenversicherungen selbst entscheiden könnten, sei besser. Zehn gesetzliche Krankenkassen haben bisher Prämien an ihre Mitglieder weiter gegeben. Dies wirkte sich auf nicht mal eine Million Mitglieder aus. Viel mehr Menschen haben die Möglichkeit davon zu profitieren. Millionen Beitragszahler würden somit Vorteile erhalten. Die Praxisgebühr ist ein weiteres Diskussionsthema. Diese verursachte viel Bürokratie. Sinn und Zweck dieser Gebühr wurden nicht erfüllt. 10 Euro pro Quartal sorgten in so manchen Arztpraxen für viel Ärger und Aufwand. Patienten und Arzthelferinnen waren davon betroffen.

 
Viele Diskussionen kommen auf, da der Gesundheitsbereich über fast 20 Milliarden Euro an Reserven verzeichnet. Spargesetze wurden nieder gelegt und 2012 wurde für eine bessere Konjunkturentwicklung gesorgt. Die gesetzlichen Kassen sammelten 10 Milliarden der Überschüsse selbst an und 9,5 Milliarden entstanden durch den Gesundheitsfonds. Krankenkassen werden aus dem Finanzpool versorgt. Wenn diese mit den Geldern nicht auskommen werden Zusatzbeiträge von den Mitgliedern verlangt. Überschüsse können den Mitgliedern z.B. in Form von Prämienrückerstattung zurück gezahlt werden.

Krankenversicherung: fast 1,5 Milliarden Euro Überschuss

Die gesetzliche Krankenversicherung verzeichnet fast 1,5 Milliarden Euro Überschuss. Das Bundesgesundheitsministerium teilte dies mit. Im ersten Quartal dieses Jahres lagen die Einnahmen bei über 45 Milliarden Euro und die Ausgaben bei ca. 44,3 Milliarden Euro.

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erwirtschaften Einnahmen. Der Gesundheitsfonds zahlte 44,74 Milliarden Euro aus und nahm aus Beiträgen sowie Bundeszuschüssen 44,22 Milliarden Euro ein. Klar ist noch nicht, ob zum Jahresende genauso viel Geld übrig bleiben wird. Die Krankenkassen haben mehr Geld ausgegeben und lagen damit dennoch unter den Erwartungen des Schätzer-Kreises der gesetzlichen Krankenkassen. Die Krankenhausbehandlungskosten sind gestiegen. Auch die Vorsorgeuntersuchungen sind teurer geworden in diesem Jahr. Die stationären Behandlungen im Krankenhaus kosten auch mehr als vorher.

Das Einsparen über Arzneimittel funktionierte. Die Kosten konnten um fast 5 Prozent reduziert werden. Krankengeldauszahlungen kosteten die Krankenkassen in diesem Jahr  ebenfalls mehr als im Vorjahr. Krankengeld kostet die Krankenkassen somit mehr.

 

Der Gesundheitsfond verfügt derzeit über eine Menge Geld

Der Gesundheitsfond der gesetzlichen Krankenkassen verfügt über Rücklagen in Höhe von etwa fünf Milliarden Euro und weiteren zwei Milliarden Euro, die flüssig sind. Das resultiert daraus, dass der Fond allen gesetzlichen Krankenkassen einen Fixbetrag bezahlt ohne Berücksichtigung der eigenen Einnahmen. Überschüsse könnten, aber müssen nicht, im Folgejahr an die Krankenkassen verteilt werden. Auch eine Alternative dazu ist bereits vorhanden, man könnte die Beiträge für die GKVs senken.

Es ist nicht zu verantworten, was hier vor sich geht. Die Krankenkassen fordern von ihren Mitglieder immer häufiger Zusatzbeiträge, damit sie über die Runden kommen und der Gesundheitsfond sitzt auf einem Vermögen. Der Ruf nach einer Überarbeitung der aktuellen Gesundheitsreform wird immer lauter. Zahlmeister sind, wie üblich, die Versicherten.

Ab 2013 ist es den Ärzten erlaubt, ihre Honorare direkt mit den Krankenkassen zu verhandeln. Das könnte zu einem Anstieg der Honorarkosten um etwa 10% führen. Die Bundesregierung will mit dieser Maßnahme den Ärztemangel in ländlichen Gegenden beseitigen.