Der Leistungskatalog der privaten Krankenversicherung

Die Bausteine einer Versicherung sind in der Regel in den unterschiedlichen Verträgen festgelegt. Hier sind die zahlreichen Versicherungsleistungen zu erhalten, die darüber hinaus dafür genutzt werden können, um sich individuell nach den eigenen Wünschen eindecken zu können. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Versicherungsanbieter kann in der Regel nicht leicht eine Auswahl gestartet werden, die sich auf eine Versicherung bezieht. Aus diesem Grund werden immer wieder Versicherungsmakler in Anspruch genommen, die darüber hinaus umfangreiche Beratungen durchführen sollen. Auf der anderen Seite ist es aber durchaus einfacher, die Hilfe des kostenlosen Internetservices in Anspruch zu nehmen, der Versicherungen nach Bedürfnis untersucht und herausfiltert. Um eine private Krankenversicherung abzuschließen, müssen lediglich einige persönliche Angaben gemacht werden. Geschlecht, Alter und Einkommen sowie Gesundheitszustand sollten ein wenig näher beleuchtet werden. Anschließend bieten die meisten Versicherungssuchmaschinen das richtige Angebot an. Eine private Krankenversicherung kann dabei immer, je nach Einkommen, auf die Leistungen untersucht werden, die erhalten werden möchten. Unter anderem wird natürlich ein Grundschutz angeboten, der ebenso wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung gehalten ist.  Darüber hinaus sollten unterschiedliche Tarife genutzt werden, die unter anderem Heilbehandlungen umfassen, Massagen, Krankengymnastik und noch mehr. Auch Kuren können je nach Tarif durch die private Krankenversicherung übernommen werden.

Bei der stationären Behandlung ist zu erwähnen, dass die Unterkunft und Pflege natürlich durch die Versicherung übernommen wird. Allerdings können die Versicherten das Krankenhaus auswählen und entscheiden, ob sie ein Einzelzimmer haben möchten oder nicht. Auch eine Chefarztbehandlung kann unter anderem erhalten werden. Weitere Details sind beim Abschluss des Vertrages aufzuführen, um zu sichern, dass alle Leistungen nach Wunsch erhalten werden.


 

Krankenversicherung: Gesundheitsfragen beachten

Die private Krankenversicherung nimmt nicht jeden an. Wenn bestimmte Krankheiten bekannt sind, kann ein Antrag zur Ablehnung führen. Häufig gehen die Berater zu leichtsinnig mit dem Thema Gesundheitsfragen um. Überall werden Billigtarife mit Krankenversicherungsvergleichen angeboten, doch was der Leihe manchmal nicht weiß ist, dass bei den Gesundheitsfragen auch geschummelt wird.

Krankenversicherung Gesundheitsfragen

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Gesundheitsfragen müssen durch den Versicherungsmakler oder Ausschließlichkeitsvermitter einer Gesellschaft ernst genommen werden. Dem Interessenten muss klar gemacht werden, dass wenn er vor einem Krankenversicherung Wechsel seine bestehende PKV kündigt, unter bestimmten Umständen seinen Versicherungsschutz verlieren kann. Die Reihenfolge sollte genau umgekehrt sein: Erst stellt man den Antrag, um zu prüfen, ob die neue Krankenversicherungsgesellschaft diesen annimmt und nach Bestätigung (Policierung) kündigt man erst. So sieht es auch das Landgericht Dortmund. Ein Makler muss bei den Gesundheitsfragen klar rüber bringen, dass es dabei um Fragen des Versicherungsunternehmens geht. Beim Gericht ging es um eine Klage eines Versicherungsnehmers, der eine Krankenversicherung über einen Versicherungsmakler abgeschlossen hat. Bei Fragen zum Gesundheitszustand wurden nur zwei Zahnimplantate angegeben. Die letzten 5 Jahre wurden dort abgefragt. Ende 2011 erkrankte der Versicherte an Borreliose, was herausgekommen ist, als der Mann einen Heil- und Kostenplan für Zahnersatz einreichte. Die Zahlbehandlung musste aufgrund dessen aufgeschoben werden. Der Vertrag der PKV wurde durch die Versicherung aus diesem Grund rückwirkend gekündigt.Der Versicherungsnehmer verschwieg Krankheiten wie die Borreliose und zusätzliche Therapien wegen Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung, Kopf- und Gelenkschmerzen.

Die Kündigung sei unwirksam, ist die Meinung des Landgerichts Dortmund. Das Versicherungsverhältnis bleibe weiterhin bestehen. Der Grund dafür ist, weil der Versicherungsmakler unabhängig ist und nur eine Frage nach überkronten Zähnen stellte und dabei nur einen Verweis auf den Namen der Versicherungsgesellschaft gegeben hat. Dabei war nicht deutlich zu erkennen, dass es um die Fragen der Versicherungsgesellschaft ging. Ein Warnhinweis muss in den Unterlagen hervorgehoben sein mit dem Hinweis auf Verlust des Versicherungsschutzes, wenn die Fragen nicht richtig und ordnungsgemäß beantwortet werden. Es kann scheinbar doch zur Kündigung kommen oder zu einer Vertragsanpassung, so wie die gleichbleibende Schrift lautet. D.h. für den VN können die Beiträge teurer werden oder Leistungen können sogar aus dem Vertrag ausgeschlossen werden und das auch noch rückwirkend. Somit wäre ein Teil des Versicherungsschutzes verloren gegangen. Doch die Belehrung sei unzureichend gewesen, so dass der Versicherer nicht vom Rücktrittsrecht Gebrauch machen kann.

Landgericht Dortmund, Az.: 2 O 213/12

Die Debeka als Vorreiter für befristete Aufnahmegarantie

Den Kritikern zum Trotz hat die Debeka die Absicht, eine befristete Aufnahmegarantie für Arbeitnehmer einzuführen, die aufgrund Vorerkrankungen Probleme hätten in die PKV eintreten zu können. Es wird sicherlich so sein, dass andere Gesellschaften diesem Beispiel folgen wollen.

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Nachdem Kritiker immer wieder argumentiert hatten, dass die PKV und damit auch die die private Krankenversicherung Debeka nur die Rosinen aus dem Kuchen picken wollen, hat sich die Debeka entschieden auch den Arbeitnehmern mit Vorerkrankungen sowie deren Familien die Möglichkeit für einen Wechsel aus der gesetzlichen Krankenkasse in die PKV zu geben. Keinem Angestellten, der sich das erste Mal bei der Debeka versichern will, wird die Aufnahme von der Debeka verweigert werden. So die Aussage von Uwe Laue, dem Vorstandschef der Debeka.

Die Beiträge für die gesetzlichen Krankenkassen sind beitragsorientiert und daher vom Einkommen des Versicherten abhängig. Der Gesundheitszustand ist bei der Beitragsgestaltung nicht relevant. Die PKV gestaltet ihre Beitragsfindung anders. Hier ist der Gesundheitszustand sehr relevant, denn Versicherte mit Vorerkrankungen bezahlen höhere Prämien bzw. werden Risikozuschläge in den Beitrag eingerechnet. Manche PKVs nehmen Interessenten mit Vorerkrankungen gar nicht erst auf.

Diesen Zustand will die Debeka ändern. Jeder Arbeitnehmer, die erstmals die Versicherungspflichtgrenze nach dem Jahreswechsel 2013 überschreitet, kann sicher sein, dass er sich bei der Debeka Krankenversichern kann, auch dann, wenn er bereits krank ist. Bei einem Wechsel erwartet den Versicherten zwar kein Leistungsausschluss, jedoch ein Risikozuschlag von max. 30 %. Es ist ein Angebot, dessen Gültigkeit beschränkt ist. Nur wenn der Wechsel von der GKV zur PKV innerhalb von sechs Monaten vollzogen wird, greift dieses Angebot. Die Versicherungspflichtgrenze ist das Einkommen bzw. Gehalt, das der Arbeitnehmer mindestens erhält, um aus der gesetzlichen Krankenversicherung auszutreten (2013 sind es 52 200 Euro). Einen Mindestverdienst gibt es bei Beamten und Selbstständigen nicht, sodass sie sich in der PKV immer versichern können.

Uwe Laue sieht die Aufnahmegarantie als einen Meilenstein, der die ganze Branche betrifft. Die ersten Unternehmen werden diesem Meilenstein folgen und es bleibt zu hoffen, dass die noch nicht entschlossenen Unternehmen ebenfalls folgen werden. Solche Aktionen sind für die PKV nicht neu. Für Beamtenanwärter, auch wenn sie bereits schwer krank sind, und ihren Familienangehörigen wird die Aufnahme in der PKV, zwar unter bestimmten Voraussetzungen, angeboten. Auch hier gibt es eine Beschränkung der Risikozuschläge von 30 Prozent. Nach eigenen Angaben waren bei der Debeka im Jahr 2012 2560 Männer, 3460 Frauen und 5450 Kinder versichert – Versicherte, die aufgrund der üblichen Bedingungen der PKV nicht versicherbar wären, wie z. B. Bluter.

Der Leistungskatalog soll keine Lücken mehr haben

Den Wind aus den Segeln nehmen will die Debeka in erster Linie den Kritikern, Politikern und der Öffentlichkeit mit ihrem Vorstoß. Der Vorstand der Debeka hält viele der Vorwürfe für nicht berechtigt, doch die Probleme, die die PKV hat, müssen beseitigt werden. Dazu gehört der Mindeststandards und seine Umsetzung, ein Standard, der für die Vollversicherung vom PKV-Verband empfohlenen wurde. Besonderen in den Bereichen der Psychotherapie und den Hilfsmitteln sowie den Behandlungen von Suchtkranken, insbesondere der Entwöhnung, hinkt die PKT mit ihrem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse hinterher. Viele Unternehmen regeln die Kosten dafür auf Kulanz, doch rechtlich hat der Versicherte keinen Anspruch auf Erstattung. Die am 01. Januar 2013 eingeführten Unisex-Tarife haben bei den PKV und damit auch bei der Debeka bewirkt, dass der Leistungskatalog überarbeitet worden ist. Damit seien alle Lücken geschlossen, so der Debeka-Vorstand. Ausnahme seien jedoch noch die versicherungsfremden Leistungen.

 

 

Datenschützer schlagen Alarm: Mithilfe von Selbstauskunftsbögen sammeln Krankenkassen sensible Versichertendaten

Allgemein ist die Nachfrage nach dem Gesundheitszustand eine Höflichkeit und keine verwerfliche Angelegenheit. Es sei denn, die Fragen gehen über das Übliche hinaus und sensibel ins Detail.

 

Gesundheitszustand und Krankengeld

Ein Datenschutzbeauftragter der Bundesregierung übte ganz öffentlich Kritik am Vorgehen einiger Krankenkassen. Nämlich sollen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen im Falle eines Krankengeldbezuges sehr im Detail und weit in die Privatsphäre gehend befragt worden sein. Peter Schaar ( Datenschutzbeauftragter der Bundesregierung ) sagte, dass bereits Beschwerden gegen diese Vorgehensweise vorlägen und der Verdacht bestünde, dass von Seiten der Krankenkassen bewusst Datenschutzauflagen umgangen worden sind. Die Fragen sollen weit über das Übliche hinaus reichen. Fragen nach dem allgemeinen Gesundheitszustand, der Situation am Arbeitsplatz, Witterungsbedingungen am Arbeisplatz, berufsbedingte Reisen etc.gehören nach Ansicht des Beauftragten eben nicht zu den üblichen Fragen. Unter den allgemeinen Fragen würde man beispielsweise die Frage nach der voraussichtlichen Dauer der Krankheit verstehen. Versicherte, die sich weigerten solche Auskünfte zu erteilen, wurden mit einer Einstellung des Krankengeldes bedroht.

Gesetzliche Krankenkasse: Beitragsschock

Eine gesetzliche Krankenversicherung musste schließen. Die Mitglieder dieser Kasse hatten Schwierigkeiten bei anderen Kassen unter zu kommen, obwohl die gesetzlichen Krankenkassen in der Pflicht stehen, vorige gesetzlich Versicherte aufzunehmen.

Senioren wurden von Krankenkassen abgelehnt, mit Begründungen, die nicht zulässig sind. Jedoch war die Ablehnung nur ein Versuch. Letztendlich muss eine gesetzliche Krankenkasse, auch bei schlechtem Gesundheitszustand, Senioren aufnehmen, die vorher auch gesetzlich versichert waren. Einige Kassen werden noch Zusatzbeiträge einführen, um sich über Wasser halten zu können. Laut Expertenmeinungen könnten die Zusatzbeiträge zwischen 50 und 70 Euro im Monat ausfallen.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen geht von hohen Zusatzbeiträgen aus. Ob dies tatsächlich so realisiert wird, bleibt einfach abzuwarten. Hohe Krankenhauskosten machen die gesetzlichen Krankenkassen teurer. Die Kosten steigen mehr und mehr. Gesundheitsreformen verfolgten uns in den letzten Jahren. Ständig gibt es Änderungen bei den Entwicklungen der Kassen.