Gebühr gefordert für den Privatversicherer – so AOK Bundesverband

Private Krankenversicherung auf dem Land bekommt man Zuschüsse von der Kasse

AOK Zuschüsse

Seit Wochen nun, wird offen über die Zukunft des Gesundheitswesens gestritten. Die Befürworter der gesetzlichen Krankenversicherung gehen mittlerweile soweit, das Aus der privaten Krankenversicherung anzukündigen, da vereinzelt immer wieder hohe Beitragsanpassungen vorgenommen werden. Jedoch für die Ärzte ist sicher, dass beide Versicherungen bestehen bleiben müssen, da sonst die medizinische Versorgung nicht mehr möglich ist.

 
Laut einem Interview durch die „Rheinische Post“ mit dem Chef des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, ist es nachvollziehbar, dass an den privaten Krankenversicherungen festgehalten wird. Nicht die privaten Versicherungsnehmer sind die, welche die gesetzliche Krankenversicherung durch hohe Bezahlungen beim Arzt stützen, nein, die gesetzliche Krankenversicherung selbst, so sagt Graalmann. Letztere Krankenkasse sorgt dafür, dass es den Praxen möglich ist, sich in den ländlichen Gegenden zu halten und somit auch den privat Versicherten eine medizinische Versorgung zu gewährleisten. Aus diesem Grund fordert Graalmann eine Form von Netzgebühr für die privat Versicherten.

 
Umlageverfahren durch den Verband




 
Bei einem Interview mit dem Chef des PKV–Verbandes, Reinhold Schulte, stellt sich heraus, dass die Haltungen der Kontrahenten ziemlich gegensätzlich sind. Das Umlageverfahren führe in eine Sackgasse, so Schulte gegenüber dem „Handelsblatt“. Rentner zahlen nicht die Leistungen, welche Sie auch in Anspruch nehmen.
Der Wegfall seiner Branche würde erheblich große Auswirkungen haben, so teilte Schulte mit, die fast neun Millionen privaten Versicherten tragen rund 30 Prozent aller Kosten im Gesundheitswesen. Ein erheblicher Teil, der existierenden Praxen könnten heute nicht mehr geführt werden, ohne die private Krankenversicherung.