Eine Krankenzusatzversicherung: fast wie Privatpatient

Nicht nur die private Krankenversicherung (PKV) bietet hervorragende Leistungen an, sondern auch die Zusatzversicherung. Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, kann eine private Zusatzversicherung abschließen um den Leistungen einer PKV näher zu kommen.

Krankenzusatzversicherung: Stiftung Warentest

Die privaten Zusatzversicherung wurden durch Stiftung Warentest überprüft. Ein gesetzlich Versicherter kann durch eine Zusatzversicherung einem Privatpatienten fast gleichgestellt werden. Ab 32 Euro im Monat findet man lt. Stiftung Warentest sehr gute Tarife der privaten Zusatzversicherung für den Fall eines Krankenhausaufenthaltes. Komfort und gute Behandlung stehen im Vordergrund bei der privaten Zusatzversicherung. Als Privatpatient hat man viele Vorteile beim Besuch einer Klinik. Chefarztbehandlung oder Zweibettzimmer gehören zu den Versicherungsleistungen. D.h. Der Chefarzt kann Sie höchstpersönlich in Empfang nehmen. Ansonsten ist es nur der diensthabende Arzt. Der Privatversicherte hat den Anspruch, dass der Chefarzt ihn auch betreut. Die private Zusatzversicherung kann Abhilfe schaffen, falls man sich eine PKV nicht leisten kann oder keine Möglichkeit hat dort hinein zu gelangen.

Stiftung Warentest im Krankenversicherungsvergleich

Stiftung Warentest nahm 33 Tarife für Zweibettzimmer und Einbettzimmer unter die Lupe. Die Grundlage war ohne Selbstbeteiligung. Auch Tarife mit Altersrückstellungen wurden berechnet. Dadurch bleiben die Beiträge im alter stabil. Dies kann man sich so ähnlich vorstellen, wie eine Ansparung eines Beitrages über eine Lebens- oder Rentenversicherung. Das Geld wird verzinst und später für die Minderung des Beitrages verwendet. Mit einer Zusatzversicherung ist es ebenfalls möglich, dass Ärzte zum 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung für Ärzte abrechnen können. Ein- oder Zweibettzimmer ist kein Problem mehr. Auch die freie Krankenhausauswahl kann im Tarif integriert werden. Die Huk-Coburg ist Testsieger im Bereich Chefarztbehandlung und Einbettzimmer. Der Tarif der Huk-Coburg heißt SZ. Für Frauen hat der Tarif 400 der LKH am besten abgeschnitten. Beim Zweibettzimmer Tarif konnte die DEVK mit dem Tarif ST-G2 für Männer punkten. Frauen passen eher in den Tarif 262 der Arag oder den WK 100 der Debeka.

Krankenversicherer: Zahlen und Fakten

Die Nettorendite bei den meisten privaten Krankenversicherern liegt bei über 3,5 Prozent. 6 Gesellschaften erreichten diese Nettorendite nicht. Der Durchschnittswert ging um 0,32 Prozentpunkte zurück in 2011 im Vergleich zu 2010.

Renditen der PKV

Die Debeka ist Sieger in punkto Nettorendite. Letzter Platz bekam die Mannheimer Krankenversicherung. Die Firma Kvpro hatte 34 Krankenversicherer unter die Lupe genommen. Die Rendite der privaten Krankenversicherer im Jahr 2010 entwickelte sich nicht schlecht. Der Höchstrechnungszins wurde von einigen Anbietern der privaten Krankenversicherung lt. Analyse der Kvpro.de GmbH deutlich übertroffen im Jahr 2010. Außer der Münchener Verein.

Doch 2011 ist dies nicht mehr der Fall. In diesem Geschäftsjahr sahen die Renditen deutlich geringer aus. Weniger als 2,5 Prozent erreichte die Mannheimer. Landeskrankenhilfe (LKH), Münchener Verein, Ergo Direkt, HUK und Württembergische lagen zwischen 3 und 3,48 Prozent. 3,5 Prozent erzielte die Pax-Familienfürsorge in 2011. Rückgänge erzielten Mannheimer, Ergo Direkt, Alte Oldenburger, R+V und LKH.

Die Inter Krankenversicherung erzielte die größten Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr. Allianz, Central, Concordia, DKV und Gothaer verbesserten die Nettorendite. Freie Arzt- und Medizinkasse (FAMK) verbesserte sich um 0,01 Prozentpunkte.