Neue Regeln für eine attraktivere PKV

 

Dem Verhaltens-Leitfaden für einen transparenten Tarifwechsel stimmten 25 Krankenversicherer des PKV-Verbandes zu. Damit verpflichtet sie sich zu einer kundenorientierten Beratung, wenn Versicherungsnehmer einen Tarifwechsel ins Auge fassen. Leider kommt der Verhaltensleitfaden erst 2016 zum Einsatz.
Tarifwechsel ist bis heute bei den Versicherern ein äußerst ungeliebtes Thema. Schrumpfen beim Wechsel in einen günstigeren Tarif die Mitglieder des „alten“ Tarifs, wodurch sich die Kosten der Gesellschaft erhöhen. Bisher praktizierten die Versicherer die sogenannte „Vogel-Strauß-Politik“, wenn es um die Thematik Tarifwechsel ging. Makler hingegen spezialisierten sich, um ihre Kunden zu halten, auf die Bereiche Beitragsoptimierung und Tarifwechsel.
Die Gruppe der Beitrags-Optimierer beinhaltet eine Reihe „schwarze Schafe“, die Kunden mit extrem günstigen Tarifen locken. In diesen Tarifen sind keine Leistungen enthalten, die den Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Diese Handlung ist für Beitrags-Optimierer vorteilhaft, da sich ihre Provision aus der Höhe der Einsparungen errechnet. Die ab 2016 verbindlichen, neuen Verhaltensregeln sollen diese Machenschaften stoppen.

PKV Leistung
Einige Versicherer begrüßen die Initiative des PKV-Verbandes, andere nicht. Fakt ist, dass bei der Assekuranz Rating-Agentur Assekurata die PKV mehr Attraktivität gewinnt. Mit dem Leitfaden schließen die Versicherer eine Beratungslücke, auf die der Bund der Versicherten seit Jahren hinweist.
Am Verhaltens-Leitfaden beteiligen sich mehr als die Hälfte der Krankenversicherer. Wünschenswert wäre, wenn sich alle beteiligen und sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Derzeit beteiligt sich die Central nicht am Leitfaden.
Die aktuellen Teilnehmer am Leitfaden sind:
Allianz, Alte Oldenburger, AXA, Barmenia, Versicherungskammer Bayer, Concordia, Debeka, Deutscher Ring, DEVK, DKV, Freie Arzt- und Medizinkasse, Gothaer, Hallesche, HUK-Coburg, Inter, Nürnberger, LVM, Versicherer im Raum der Kirchen, VGH, R+V, Signal Iduna, SDK, UKV, Universal, Württembergische.
(Quelle:

Das PKV-Rating rüttelt wach

Morgen & Morgen, ein anerkanntes Analysehaus hat für ein Rating 32 PKV unter die Lupe genommen. Das ernüchternde Ergebnis – nur drei von ihnen sind mit einer Bestnote hervorgegangen. Zwölf weitere wurden mit einem „leistungsstark“ bewertet und die restlichen privaten Krankenversicherungen sind „schwach“ oder sogar „sehr schwach“. Kriterien für die Bewertung waren in erster Linie die Quote des Eigenkapitals, die Nettoverzinsung und die Rate des Wachstums für Vollversicherte und Ergänzungsversicherte. In der Gesamtauswertung aller privaten Krankenkassen macht sich ein Abwärtstrend bemerkbar, der jedoch durch ein starkes Mittelfeld in der Waage gehalten wird. Die Zukunft für die Versicherer sieht gut aus. Die DEVK, die Debeka und die Alte Oldenburger sind die drei Bestplatzierten bei diesem Ranking.

Krankenversicherungen im Test

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Beim Versicherungs-Vergleich das Rating beachten

Im vergangenen Jahr waren vier Plätze mit der Bestnote besetzt. Die Allianz, der Deutsche Ring und LVM sind Beispiele der Note „sehr gut“. Durchschnittlich sind dagegen die HanseMerkur, die Barmenia oder auch die Continentale. Die unteren Plätze haben sich im Vergleich zum Vorjahr um drei Gesellschaften vermehrt. ARAG, die Huk-Coburg oder auch die Gothaer zählen bei dem letzten Rating mit dazu. Verbessert haben sich im Vergleich die Provinzial und die Concordia. Die Ergebnisse sollen den Kunden eines privaten Krankenversicherers zeigen, auf was und wen sie bei einem Versicherungs-Vergleich achten sollten, damit sie eine gute Leistung zu einem angebrachten Beitrag erhalten können. Die unterschiedlichen Tarife und Tarifoptionen machen es meist zu einem sehr schwierigen Unterfangen den richtigen Versicherer bei der großen Auswahl zu finden. Daher ist das jährliche Rating eine wichtige Veröffentlichung, die Licht in den Versicherungs-Dschungel bringen soll.