Krankenversicherung und der GKV Spitzenverband:MDK Entscheidung

Der GKV-Spitzenverband lehnt eine Umstrukturierung der MDK – des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen ab mit der Begründung, dass der MDK für die GKVs unverzichtbar sei. Außerdem sei die MDK eine selbstverwaltete, medizinisch unabhängige, organisatorisch eigenständige Arbeitsgemeinschaft, die mit den GKVs bzw. auch der Rentenversicherung zusammenarbeiten würde und nicht zu ersetzen sei.

Das sei vor allen Dingen der Fall, seit im Jahre 1995 die gesetzliche Pflegeversicherung eingeführt worden sei. Seither hätten mehr als zwanzig Millionen Menschen einen Antrag auf Pflegeeinstufung gestellt. All diese Menschen sind von der MDK begutachtet worden. Und für all diese Menschen wurde eine Empfehlung für die Pflegeeinstufung an die Kassen bzw. der Rente abgegeben.

Eine solche Begutachtung muss eine Institution durchführen, die unabhängig ist und den Menschen sieht. Auch muss die Pflegestufeneinordnung qualitätsgesichert und einheitlich erfolgen. Der MDK bietet das alles und gewährleistet eine einheitliche Einstufung.

Der MDK hat aber noch andere Aufgaben und zwar prüft er seit 1997 die Qualität der Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Mit diesen Prüfungen, die spontan und ohne Vorankündigung erfolgen – so will es jedenfalls das Gesetz – soll die Pflegequalität verbessert werden und gleichzeitig der Pflegebedürftige einen besseren Schutz genießen.

Für beide Aufgaben sei der MDK bestens geeignet und die GKVs wollen eine Zusammenarbeit nicht aufgeben. Die privaten Krankenversicherungen haben sich bisher nicht dazu geäußert – vielleicht deshalb, weil sie den MDK nicht in Anspruch nehmen.

Medizinischer Dienst der Krankenversicherungen ist unverzichtbar

Für den Verwaltungsrat des GKV Spitzenverbandes bleibt der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) weiterhin unverzichtbar. Deshalb fordert der Verwaltungsrat die Politik auf, von einer Zerschlagung des bestehenden Systems abzusehen. Die Medizinischen Dienste der Krankenversicherungen sollen bestehen bleiben.

Bisher war der MDK von Kranken-und Pflegekassen sowie von Leistungserbringern und Versicherten anerkannt. Der MDK ist eine selbständige Arbeitsgemeinschaft der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der Medizinische Dienst lenkt z.B. ein, wenn ein Versicherter über einen längeren Zeitraum erkrankt. Dann wird durch den MDK überprüft, ob der Erkrankte wieder arbeitsfähig ist. Diese selbstverwaltete Arbeitsgemeinschaft ist unverzichtbar.

Welche Arbeiten führt der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) durch?

Der MDK ist fachlich unabhängig. Dies wird vom Medizinischen Dienst gewährleistet. Qualitätsgesicherte Begutachtungen sowie Qualitätsprüfungen führt dieser Dienst durch. Der MDK erfüllt die Richtlinien des BMG. Auch die Richtlinien der Kranken-und Pflegekassen werden vom MDK erfüllt. Durch den Dienst werden einheitliche Leistungsvoraussetzungen festgestellt. Leistungsentscheidungen der Kranken-und Pflegekassen werden durch den MDK mit entschieden. In Zukunft sollen die Begutachtungen sowie Qualitätsprüfungen bundesweit einheitlich und qualitätsgesichert durchgeführt werden. Beispielsweise wird die Einstufung in eine Pflegestufe bestimmt, was für den Versicherten lebenswichtig ist. Neue Organisationsformen waren in der Diskussion.

Quelle: GKV Spitzenverband

Private Krankenversicherung: darf soziale Einrichtung unter die Lupe nehmen

Die privaten Krankenversicherungen dürfen mit eigenen Prüfern einen Test von Pflegeheimen durchführen. Dies wurde von der Bundesregierung entschieden und wird im Infektionsschutzgesetz festgehalten. Der PKV-Verband darf aufgrund der Regelung 10 Prozent aller Pflegeheime unter die Lupe nehmen.

PKV darf Pflegeheime prüfen bzw. testen. Bis dato war den MDK, Medizinische Dienst der Krankenversicherung alleine dafür zuständig. Dass die private Krankenversicherung jetzt mitentscheiden kann bei den Bewertungen ist mehr als gerecht. Der PKV-Verband lieferte finanzielle Unterstützung an den MDK. Er übernahm 10 Prozent der Prüfkosten.„Unser Anliegen war es, die Prüfungen selbst durchzuführen“, sagte ein Verbandssprecher. Der MDK verweigerte die Prüfungen durch die privaten Krankenversicherer.

Deshalb ist man mit der Entscheidung über die 10 Prozent zufrieden. Entschieden wird nur noch bei der Regierung, welche Art von Heimen die privaten Krankenversicherungen testen dürfen. Ambulante und stationäre Einrichtungen werden in der Prüfung mit dabei sein. Der PKV-Verband fordert eine hohe Qualität der Prüfungen. Die Qualität der Tests, der privaten Krankenversicherungen soll sogar besser sein als die des medizinischen Dienstes der gesetzlichen Krankenkassen. Lt. PKV-Verband wir mehr Zeit für die Prüfungen investiert. Dadurch sollte sich in der Regel eine bessere Qualität ergeben.