Sind Politiker günstiger krankenversichert?

Die private Krankenversicherung ist für Menschen, die in der Politik tätig sind günstiger als für den Ottonormalverbraucher. Gruppenverträge ermöglichen Mitgliedern der CDU, FDP oder SDP einen günstigeren Krankenversicherungsbeitrag.

Krankenversicherung Politiker

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Gruppenverträge der PKV bieten Rabattangebote an. Diese Sonderkonditionen gelten nicht nur für Politiker. Diese Vertragsart kann die Konditionen einer PKV verbessern. Berufsgruppen wie Journalisten oder Ärzte genießen manchmal auch verbesserte Tarife. Im Gespräch war, dass die DKV-Krankenversicherung Mitglieder der CDU, FDP oder SPD günstigere Beiträge anbietet, wie Welt.de berichtet. Ende 2011 wurden keine Neugeschäfte mit diesen Konditionen mehr angenommen. Doch jahrelang waren Neuabschlüsse dieser Gruppenverträge möglich. Darüber hinaus gab es kürzere Wartezeiten und keine Ablehnungen. Der Normalbürger hat z.B. bei einer Neuversicherung im Bereich Zahn 9 Monate Wartezeit, wenn er keine Wartezeiten aus der Vorversicherung übernehmen kann. Die DKV verpflichtete sich sogar, Parteimitglieder nicht abzulehnen bei Aufnahme einer Krankenversicherung über einen Gruppenvertrag.

Altvertrag bleibt bestehen

Für die FDP endet der Gruppenvertrag der DKV Ende dieses Jahres. Der Grund dafür ist die Neuordnung der Geschäftspolitik der DKV. Die Zielgruppen sollen mit großer Genauigkeit erreicht werden. D.h. wer seinen Vertrag als Parteimitglied unter Dach und Fach hat, braucht nichts zu befürchten. Der Altvertrag läuft mit günstigeren Konditionen weiter wie bisher.

Krankenversicherung: Politik wünscht keine niedrigeren Beiträge

Eine Beitragssenkung der gesetzlichen Krankenversicherung wird von Politikern nicht gewollt. Steuersenkungen sind derzeit im Gespräch. Auf einem Kongress waren alle einstimmig der Meinung, dass die Beiträge nicht gesenkt werden.

Die gesetzlichen Krankenkassen erzielten im ersten Quartal 2011 einen Überschuss von 1,5 Milliarden Euro. Der Gesundheitsexperte, Karl Lauterbach und Birgitt Bender sind einstimmig gegen eine Beitragssenkung des aktuellen Beitragssatzes von 15,5 Prozent. Professor Dr. Eckart Fiedler, ein Professor des Kölner Institutes für Gesundheitsökonomie ist der Meinung, dass die gesetzliche Krankenversicherung sich so entwickeln könnte, dass der durchschnittlich Zusatzbeitrag bei 0 Euro liegt. Es wurde erwartet, dass mehrere Krankenkassen Zusatzbeiträge verlangen. Dazu ist es jedoch nicht gekommen. Nur wenige Krankenversicherungen haben bis dato Zusatzbeiträge eingeführt wie z.B. die DAK. Durch die Einführung haben einige Versicherte die Krankenkasse gewechselt. Karl Lauterbach meinte, der Zusatzbeitrag würde die gesetzlichen Krankenversicherungen an die Wand fahren.