Gesetzliche Krankenkassen verzeichnen weiterhin Rücklagen

Die Krankenkassen bauen ihre Rücklagen um 3,7 Milliarden Euro aus. Im dritten Quartal haben die gesetzlichen Kassen weniger Geld benötigt. Der Gesundheitsfonds hatte den Kassen mehr zugewiesen als sie ausgeben haben. Die Rücklagen haben sich somit gesteigert.

Ersatz- und Ortskrankenkassen haben ca. 75 Prozent aller Versicherten als Mitglied. Mehr als 900 Millionen Euro wurden in Form eines Überschusses erwirtschaftet. In der Jahresmitte erzielten die gesetzlichen Kassen bereits ein Plus von 2,7 Milliarden. Die Überschüsse werden auf derzeit ca. 3,7 Milliarden Euro geschätzt. Der Schätzerkreis hat mit 3,9 Milliarden kalkuliert. Im Jahr 2011 hatten 145 Kassen 10 Milliarden Überschüsse erwirtschaftet. Mehr als 20 Milliarden liegen die Reserven des Gesundheitsfonds und den Kassen zusammen. Das Plus bei den Ersatzkassen liegt bei 1,6 Milliarden Euro. Sogar bei den Betriebs- und Innungskrankenkassen wird ein Plus erwartet. Zur Jahresmitte wurde ein Plus von 330 und 280 Millionen mitgeteilt. Diese Daten werden offiziell erst zum Jahresende durch das Gesundheitsministerium mitgeteilt.

Mehrere GKVs zahlen Prämien aus

Die Techniker Krankenkasse war die erste, die bekannt gab, dass Sie Prämien an Ihre Mitglieder weiter gibt. Auch die Hanseatische Krankenkasse (HEK) zog nach. Die gesetzlichen Krankenkassen verfügen derzeit über Milliardenüberschüsse.

Prämienerstattung GKV

Lt. einem Bericht von Focus Online zufolge zahlen von 146 gesetzlichen Krankenkassen 19 Kassen Prämien aus. Zum Beginn 2013 wird die Techniker Kasse nach eigener Ankündigung 100 Euro an jeden einzelnen Beitragszahler erstatten. Eine genaue Summe wurde noch nicht genannt seitens der TK. Die 100 Euro waren nur ein Betrag, der im Raum stand. Es könnte sogar mehr sein als diese 100 Euro. Nach der Bekanntgabe der TK kündigte die HEK ebenfalls eine Prämien Auszahlung an. Der Kassenvorstand der HEK teilte mit, dass im kommenden Mai jedes Mitglied 75 Euro ausgezahlt bekommt. Mindestens 19 weitere gesetzliche Krankenversicherungen sollen mit von der Partie sein. Dem Auszahlungsmodell schließen sich nun mehrere Kassen an. 81 Krankenkassen wurden befragt und 19 stimmten zu. Die Auszahlung soll zwischen 50 und 100 Euro je nach Kasse liegen.

Mehrere Krankenkassen zahlen Prämien

Kleinere Betriebskrankenkassen wie z.B. die G+v BKK oder die BKK Wirtschaft und Finanzen wollen ab 2012 Rückerstattungen bezahlen. Andere wiederum wollen eher Leistungszuschüsse gewähren. Naturheilkunde, Präventiosprogramme oder Zahnreinigungen sind spezielle Leistungen, die in der Regel sonst nicht übernommen werden. Solche möchten die gesetzlichen Krankenversicherungen anbieten anstatt einer Auszahlung. Eine Zahnreinigung kostet auch manchmal 100 Euro. Von daher kann dies sich ähnlich für den Patienten lohnen. Gefordert wird den Beitragssatz zu senken oder zu reformieren lt. Politik. Es könnte sein, dass die Beitragssätze wieder flexibler werden und die Konkurrenz der Kassen wieder belebt wird. Somit würden Zusatzleistungen wieder in den Vergleich der Krankenversicherungen als Hauptaugenmerk mit rein fallen. Der allgemeine Satz wurde erst auf 15,5 Prozent festgeschrieben.

Krankenkassen wollen ihren Mitgliedern Geld ausbezahlen

Viele Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen können sich dank beträchtlichen Überschüssen über Rückzahlungen freuen, während andere Kassen über den Aufbau von Reserven nachdenken.

Überschüsse der GKV

22 Milliarden Euro könnten den Mitgliedern nun zugute kommen und jede dritte Krankenkasse denkt bereits über eine Auszahlung nach. Pro Versichertem werden vorraussichtlich noch in diesem Jahr 50 bis 100 Euro ausbezahlt. Der Großteil der Krankenkassen tüftelt hingegen an Modellen mit denen man die Leistungen verbessern kann. Es soll präventiv mehr für Mitglieder getan werden und auch im Bereich der Zuzahlung soll es künftig positive Veränderungen geben. Etwas mehr als ein Drittel der gesetzlichen Krankenkassen stellt sich vor, die Beitragssätze trotz enormen Aufwand wieder zu Gunsten der Versicherten zu senken. Die BKK A.T.U. hat seit 2003 kontinuierlich Überschüsse erziehlt und 2012 mehr als 2 Millionen Euro an ihre Mitglieder ausbezahlt.

Gesundheitsminister wünscht sich Auszahlung an die Krankenkassen Mitglieder

Daniel Bahr, unser Gesundheitsminister möchte gesetzliche Krankenkassen, die sich in einer guten finanziellen Situation befinden dazu zwingen, den Mitgliedern Überschüsse auszuzahlen.

Gesundheitsfonds und die Reserven

Bahr ist der Meinung, dass der Gesetzgeber im Notfall tätig werden müsse. Dies teilte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit. Nächstes Jahr können die gesetzlich Versicherten davon profitieren lt. Daniel Bahr. Die Koalition berate sich derzeit zu dieser Thematik. Wenn die Krankenversicherungen selbst entscheiden könnten, sei besser. Zehn gesetzliche Krankenkassen haben bisher Prämien an ihre Mitglieder weiter gegeben. Dies wirkte sich auf nicht mal eine Million Mitglieder aus. Viel mehr Menschen haben die Möglichkeit davon zu profitieren. Millionen Beitragszahler würden somit Vorteile erhalten. Die Praxisgebühr ist ein weiteres Diskussionsthema. Diese verursachte viel Bürokratie. Sinn und Zweck dieser Gebühr wurden nicht erfüllt. 10 Euro pro Quartal sorgten in so manchen Arztpraxen für viel Ärger und Aufwand. Patienten und Arzthelferinnen waren davon betroffen.

 
Viele Diskussionen kommen auf, da der Gesundheitsbereich über fast 20 Milliarden Euro an Reserven verzeichnet. Spargesetze wurden nieder gelegt und 2012 wurde für eine bessere Konjunkturentwicklung gesorgt. Die gesetzlichen Kassen sammelten 10 Milliarden der Überschüsse selbst an und 9,5 Milliarden entstanden durch den Gesundheitsfonds. Krankenkassen werden aus dem Finanzpool versorgt. Wenn diese mit den Geldern nicht auskommen werden Zusatzbeiträge von den Mitgliedern verlangt. Überschüsse können den Mitgliedern z.B. in Form von Prämienrückerstattung zurück gezahlt werden.

Gesetzliche Sozialversicherung: Überschuss auch mit Krankenversicherung

Die gesetzliche Sozialversicherung erzielt im ersten 200 Millionen Euro Überschuss. Zur gesetzlichen Sozialversicherung gehört auch die gesetzliche Krankenversicherung. Im Vorjahr gab es Defizite von vier Milliarden Euro.

Die finanzielle Situation der gesetzlichen Versicherungen hat sich somit verbessert. Der Überschuss von 20 Millionen Euro zeigt dies. Die gesetzliche Krankenversicherung ist eine Komponente der gesetzlichen Sozialversicherung. Das statistische Bundesamt teilte diese Zahlen vor ein paar Tagen mit. Im Vorjahr gab es Defizite in der gesetzlichen Sozialversicherung. Gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit gehören zur gesetzlichen Sozialversicherung. Im ersten Quartal 2011 erzielte die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einen Überschuss von 0,9 Milliarden Euro.