Die PKVs auch 2013 im Test


Auch für 2013 werden die privaten Krankenversicherungen von der Stiftung Warentest ins Visier genommen und verglichen. Für die privaten Krankenversicherungen ist dieser Text wichtig, denn viele Neukunden verlassen sich auf die Berichte der Stiftung Warentest.

Die Landschaft der privaten Krankenversicherungen hat sich bereits zu Beginn des Jahres 2013 stark verändert. Schuld daran ist die Einführung der Unisex-Tarife, die schon im Dezember 2012 stattgefunden hat. Betroffen sind die auf die einzelnen Tarife ausgelegten Testberichte, die durch die Unisex-Tarifen ins Wanken geraten sind. Doch auch 2013 wird sowohl ein Rating als auch ein Ranking für die Private Krankenversicherung erwartet und das mit Spannung. Der map-Report sollte den Reigen der Veröffentlichungen im Februar beginnen, gefolgt von Morgen und Morgen, die erst im Oktober veröffentlicht, während fortlaufend im Jahr die Assekurata die Veröffentlichung ihrer Ratings vornimmt.

Es wird davon ausgegangen, dass die Testsieger des Jahres 2012 auch 2013 eine große Rolle spielen werden – jedenfalls im map-Report, bei der Assekurata und Morgen und Morgen. Die Stiftung Warentest wie auch Focus-Money und Franke und Bornberg bewerten nach den einzelnen Tarifen und ihr Verhältnis zueinander. Andere wiederum lenken ihren Blick auf das gesamte Versicherungsunternehmen.

Damit die Beiträge konstant bleiben und für den Versicherten auch bezahlbar sind, wird das Augenmerk darauf gerichtet, ob die Versicherungsgesellschaft wirtschaftlich eine gute Basis vorweisen kann. Ist dies der Fall und die Rating- und Ranking-Agenturen sehen das ebenso, dann besteht eine doch berechtigte Zuversicht, dass es diese Versicherung auch in den nächsten Jahren noch am Markt geben wird.
Wie die Rating-Agenturen bewertet haben und die aktuellen Testberichte und -ergebnisse können Verbraucher beim Verbraucherportal krankenversicherungsvergleiche.de/ abrufen.

In welchen Fällen die gesetzliche Krankenversicherung die bessere Wahl sein kann


Ein Gastbeitrag des Finanz- und Verbraucherportals topKonto.de.

Wer als Beamter arbeitet, selbstständig ist oder ein sehr hohes Einkommen hat, steht vor der Qual der Wahl: Private oder gesetzliche Krankenversicherung? Auf den ersten Blick würden viele Menschen die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung bevorzugen, da dort meist einfach die besseren Leistungen geboten werden. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt – auch private Krankenversicherungen haben ihre Nachteile. Aus diesem Grund sollte man sich vor Abschluss eines Versicherungsvertrages genau überlegen, welche Bausteine einem persönlich wichtig sind und welche Krankenversicherungsart aber auch welche Gesellschaft die eigenen Bedürfnisse am ehesten erfüllt.

Beitragsberechnungen und Beitragssteigerungen

 

Steigende Beiträge

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Ein großer Vorteil der privaten Krankenversicherungen (PKV) besteht darin, dass die Beiträge nicht anhand des Einkommens festgelegt werden. Man zahlt also nur für die Leistungen, für die man sich bei der Zusammenstellung des „Versicherungspaketes“ entschieden hat. Junge, gesunde Menschen müssen bei privaten Krankenversicherungen meistens weniger als bei gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zahlen. Doch im Laufe der Jahre können die Beiträge langsam, aber stetig steigen. Es ist keine Seltenheit, dass man als Senior rund 800 Euro pro Monat für eine private Krankenversicherung zahlen muss. Wer sich das nicht mehr leisten kann, hat schlechte Karten: Immerhin ist der Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenkasse fast unmöglich.

Leistungsumfang

Im Allgemeinen zeichnen sich private Krankenversicherungen durch einen umfangreicheren Leistungskatalog aus. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass man auch von allen Leistungen profitiert. Wer eine private Krankenversicherung abschließt, erhält nur die Leistungen, die er ausdrücklich abgeschlossen hat. Eine sehr umfangreiche Versicherung kann viele hundert Euro im Monat kosten und somit das eigene Budget gnadenlos übersteigen. Abgesehen davon besteht die Gefahr, dass Ärzte versuchen, so viel Gewinn wie möglich mit Privatpatienten zu machen. Immerhin können bei der Behandlung von Privatpatienten wesentlich höhere Honorare angesetzt werden, was dazu führt, dass teilweise unnötige Untersuchungen stattfinden. Die zielgerichtete Diagnose von Krankheiten kann dadurch in Einzelfällen eher verzögert werden – was im schlimmsten Fall langfristige Folgen für den Patienten hat.

Hohe Kosten

Wer privat versichert ist, muss die Kosten für Arztbesuche und Medikamente zunächst selber bezahlen. Erst nach wenigen Wochen erhält man die Kosten von der privaten Krankenversicherung zurückerstattet. Problematisch wird es dann, wenn sich die private Krankenversicherung weigert, für die entstandenen Kosten zu zahlen. In diesem Fall bleibt der Patient auf seinen Kosten sitzen und muss jeden Cent für die Arztbehandlungen aus eigener Tasche zahlen. Bei hohen Arztrechnungen kann das durchaus zu finanziellen Problemen führen – vor allem dann, wenn man nicht viele Ersparnisse hat. Noch schwieriger wird es, wenn man unter schweren, chronischen Krankheiten leidet und die private Krankenversicherung einfach nicht zahlen will.

Abgesehen davon ist es bei der gesetzlichen Krankenversicherung möglich, Kinder und nicht erwerbstätige Ehepartner beitragsfrei mitzuversichern. Bei privaten Krankenkassen muss hingegen jedes Mitglied entsprechende Beiträge zahlen. Wer Alleinverdiener ist und eine große Familie zu ernähren hat, wird sich unter Umständen also lieber für eine gesetzliche Krankenversicherung entscheiden.

Gesundheitsprüfung

Die Gesundheitsprüfung bei privaten Krankenversicherungen birgt viele Risiken. Menschen, die bereits Vorerkrankungen haben, werden meistens nicht von privaten Krankenversicherungen angenommen – und falls doch, dann nur mit einem entsprechend hohen Risikozuschlag. Dadurch können die ohnehin schon hohen Kosten noch weiter steigen und den Traum von der privaten Krankenversicherung platzen lassen. Der Vorteil von gesetzlichen Krankenversicherungen besteht darin, dass sie jeden annehmen müssen – egal wie krank oder gesund derjenige ist. Aus diesem Grund hat man als gesetzlich Versicherter bessere Chancen, eine gute Versicherung zu erhalten und nicht wegen gesundheitlicher Probleme schlecht behandelt zu werden.

Gut informieren sollte man sich, bevor man einer einzelnen Gesellschaft beitritt, egal ob PKV oder GKV. Am Beispiel der gesetzlichen Kassen: Dort übernehmen einzelne Gesellschaften sogar Leistungen, zu denen Sie teilweise nicht verpflichtet wären. Als Positivbeispiel ist hier etwa die Techniker Krankenkasse zu nennen. Andere Mitbewerber verfügen hier teilweise über einen deutlich schlechteren Ruf.