Studie der privaten Krankenversicherung

 

Die privaten Krankenversicherungen widersprechen einer Studie der AOK, nach die die PKVs nicht mehr vital, sondern angeschlagen ist. Sicher, auch die PKV haben eine milliardenschwere Unterfinanzierung neben stark ansteigenden Beiträgen.


In der jüngsten Expertise, die vom AOK-Bundesverband in Auftrag gegeben wurde, wurden die privaten Krankenversicherungen als Krankenvollversicherung ohne Zukunftsaussichten dargestellt. Dr. Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung widersprach dem aufs Heftigste. Leienbach nennt im „Implicon“ (gesundheitlicher Hintergrunddienst) Zahlen. So seien im letzten Jahr mehr als 75.000 neue Versicherte neu zu den PKVs gestoßen, die von der GKV zur PKV gewechselt haben, wobei der Trend zeigt, dass die Tendenz ansteigend ist.


Damit ist die Anzahl der Privatkrankenversicherungen, die eine Vollversicherung haben, um 90.000 Versicherte angestiegen auf 8,89 Millionen Menschen. Anders als bei den Mitglieder der GKV, so Leienbach, kommen die Versicherten freiwillig in die PKV, während die GKV bis zur Versicherungspflichtgrenze alles andere als eine freiwillige Entscheidung darstelle.


Leienbach wertet die Kritik des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen als Polemik, denn den 144 Beschwerden stehen Millionen zufriedener Versicherter gegenüber. Auf Systemfehler kann man bei dieser geringen Beschwerdezahl nicht schließen. In Endeffekt seien 144 nicht zufriedene Versicherte etwa 0,016 Promille.


Unabhängig davon betonte er, dass der durchschnittliche Anstieg der Beiträge etwa zwei Prozent betrage. Die Deutsche Aktuarvereinigung hat sich mit ihren Experten auch der Thematik der angestiegenen Beiträge angenommen und ist der Meinung, dass – langfristig gesehen – die PKVs ihre Beiträge jährlich um etwa drei Prozent anheben werden.


Dr. Leienbach wies auf die hohen und immer weiter steigenden Gesundheitskosten hin, die jedoch gleichermaßen beide Versicherungssysteme betreffen. Dabei, so betonte er, sei durch die kapitalgedeckten Alterungsrückstellungen die PKV der gesetzlichen voraus. Damit ist die PKV besser auf die Zukunft und ihren Problemen vorbereitet. Ein Krankenversicherungsvergleich ist vor Wechsel notwendig.