Wahltarife können Ersparnisse bringen

Durch Wahltarife kann man eine Menge Geld sparen, natürlich eine gute Gesundheit des Versicherten vorrausgesetzt. Gesundheitsminister Daniel Bahr hat die Krankenkassen aufgefordert, die Überschüsse an ihre Versicherten auszuzahlen. Bislang haben das leider nur sechs Kassen in die Tat umgesetzt. Die anderen Versicherer wollen das Geld lieber in die Verbesserung der Leistungen investieren.

 

Wahltarife der GKV

Bei einem Selbstbehalttarif muss der Versicherte sich verpflichten einen Teil der Kosten wie z.B. Kosten für einen Arzt oder einen Krankenhausaufenthalt zu tragen. Im Gegenzug winkt eine Prämie seitens der Krankenkasse, nämlich dann wenn der Versicherte nur zur Früherkennung oder Vorsorge beim Arzt war oder nur “geringfügig” Leistungen in Anspruch genommen hat. Die Prämie beläuft sich maximal auf zwanzig Prozent des Jahresbeitrags, bzw. maximal sechshundert Euro. Sollte man sich für den Selbstbehalt entscheiden, ist man drei Jahre an die jeweilige Krankenkasse gebunden. Jedoch hat der Versicherte die Möglichkeit unter bestimmten Voraussetzungen einen Tarif wieder zu verlassen, beispielsweise wenn die Kasse einen Zusatzbeitrag erhebt. Die besten und lukrativsten Tarife sind abhängig von Einkommen und individuellen Wünschen und Anforderungen an Leistungen. Im Vorab ist es wichtig, sich genau über die Bedingungen der Krankenkasse zu informieren. Ein kostenloser Vergleich ist ratsam und angebracht.

Geld wird von der Krankenkasse gebunkert

Die gesetzlichen Krankenkassen stöhnen über die hohen Ausgaben und andererseits wird ihr Finanzpolster immer größer. Ein Plus von 1,51 Milliarden Euro haben die Kassen bereits im ersten Quartal eingefahren und verfügen damit über 11,5 Milliarden Euro als Reserve. Die Frage, was mit dem Geld passiert, ist immer noch nicht geklärt und auch die Diskussion darüber, ob dieses Geld in naher Zukunft gebraucht wird, stirbt nicht.  

Auch wenn die Krankenkassen eine Rekordreserve in Höhe von etwa 11,5 Milliarden Euro haben, sind Experten der Meinung bzw. haben hochrangige Experten die Befürchtung, dass die GKVs mit einer neuen Welle über Zusatzbeiträgen die Versicherten zusätzlich zur Kasse bitten. Eberhard Wille, der Vorsitzende des Sachverständigenrats glaubt, dass der große Teil der GKVs Zusatzbeiträge erheben wird, spätestens im zweiten Halbjahr 2013 oder aber spätestens 2014.

Ginge es nach dem Willen von Daniel Bahr (FDP), dem Bundesgesundheitsminister, so sollten die Krankenkassen, die derzeit besonders gut dastehen das Geld an die Versicherten wenigstens teilweise zurückgeben. Die Prognose von Eberhard Wille hat der Bundesgesundheitsminister zurückgewiesen. Einige Krankenkasse, wobei es sich überwiegend um kleinere Kassen handelt, schütten derzeit Prämien an ihre etwa 700,000 Versicherten aus. Nach Ansicht von Daniel Bahr könnten dies jedoch weit mehr Kassen sein, die dazu in der Lage wären und davon könnten viele Millionen Versicherte profitieren. Er wolle jedoch zunächst die internen Beratungen der GKVs abwarten. Der Gesetzgeber habe jedoch die Möglichkeit, die Kassen zur Ausschüttung der Gelder zu zwingen

Auf eine geringere Ausgabensteigerung und außerordentlich gute Einnahmen ist das Finanzpolster der Kassen, das sich am Ende des ersten Quartals zeigt, zurückzuführen. Zu diesem Polster kommen noch rund 8,5 Milliarden Euro, die als Reserve beim Gesundheitsfonds liegen.

Gegen eine Ausschüttung ist Doris Pfeiffer, die Chefin des Kassen-Spitzenverbands. Sie bzw. die Kassen wollen für die zukünftige Versorgung der Mitglieder diese Reserven gesichert wissen. Derzeit sei jedoch positiv zu vermelden, dass keine neuen Zusatzbeiträge notwendig seien – jedenfalls nicht in absehbarer Zeit.

Auch innerhalb der Unionsfraktion differieren die Ansichten über die Verwendung des Überschusses. Jens Span (CDU) ist der Meinung, dass die beste Sozialpolitik über solide Finanzen geht. Er erwarte jedoch auch, dass die Versicherten von dem Überschuss profitieren und die Kassen endlich Prämien ausschütten sollen.

Ganz anderer Meinung ist Johannes Singhammer, der Fraktionsvize der CSU. Er ist der Ansicht, dass die Politik die Kraft aufbringen müsse, diese Rücklagen nachhaltig für die künftige Versorgung zurückzulegen. Weiterhin meinte er, dass jeder weiß, dass es auch wieder schwierige Zeiten geben wird und es sei ein Gebot der Stunde und der Klugheit, dass aufgrund der Generationsgerechtigkeit die Überschüsse angelegt und nicht verteilt werden sollten.

Die Reserven bei den GKVs betrugen am Ende des vergangenen Jahres etwa 10 Milliarden Euro; der Fonds hatte rund 9,5 Milliarden Euro Reserve. Nach dem ersten Quartal 2012 haben die Kassen ihren Überschuss um etwa 500 Millionen Euro erhöhen können. Das resultiert daraus, dass die Ausgaben bei etwa 46 Milliarden Euro angesiedelt waren und die Kassen so Ende des ersten Quartals einen Überschuss von 1,5 Milliarden Euro eingefahren haben.

Für jede Versicherte sind die Ausgaben für die Kassen um 3,5 Prozent angestiegen, weniger als die offiziellen Schätzer im Oktober 2011 mit 4,5 Prozent angenommen haben. Einen deutlichen Zuwachs von 3,7 Prozent machten die Arzneiausgaben aus. Zwar könne auch 2012 mit einer positiven Entwicklung der Finanzen bei den GKVs gerechnet werden, doch werden geringere Überschüsse auch vom Gesundheitsministerium erwartet.

Eine kurze Info, wer die Überschüsse erwirtschaftet hat und wie hoch diese sind: So haben die AOKs (Allgemeine Ortskrankenkassen) rund 553 Millionen Euro als Überschuss erreicht, die Ersatzkassen mit rund 568 Millionen Euro lagen höher und die BKKs (Betriebskrankenkassen) mussten sich mit 165 Millionen Euro begnügen.

Eine der größten gesetzlichen Krankenversicherungen könnte entstehen

Die Krankenkasse DAK und die BKK Gesundheit könnten gut miteinander harmonieren. Beide Krankenversicherungen verlangen Zusatzbeitrag von den Versicherten. Die DAK musste Mitgliederverluste einbußen.

 

Durch diese beiden gesetzlichen Krankenversicherungen könnte eine ganz große Krankenkasse werden. Die Verhandlungen zwischen der BKK Gesundheit und der DAK laufen noch. Die Sprecher der Kassen teilten dies mit. In einem Bericht „Dienstes für Gesellschaftspolitik“ wurde das bestätigt. Bis zum Jahresende kann eine Entscheidung fallen, falls die Verwaltungsräte sich einigen. Beide Kassen erheben seit letztem Jahr einen Zusatzbeitrag. Und beide haben dadurch Mitglieder verloren. Die DAK verzeichnet 5,8 Millionen Versicherte und die BKK Gesundheit hat eine Million. Damit läge die DAK hinter Barmer GEK und Techniker Krankenkasse an  3. Stelle.

Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung pfändbar

Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenversicherung dürfen bei Nichtzahlung über eine Pfändung geltend gemacht werden. Acht gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) kündigten an Zusatzbeiträge einzuführen.

Einige Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse zahlten ihre Zusatzbeiträge nicht. Bei ca. 150.000 Mitgliedern ist mit einer Pfändung zu rechnen. Jetzt warten die gesetzlichen Krankenkassen nicht länger ab und pfänden. Spiegel online berichtete über die säumigen Zahler. Bei den Hauptzollämtern wurde die Anzahl der Nichtzahler ermittelt. Diese treiben das Geld für die GKV ein. In Hessen haben im ersten halben Jahr 10.000 Kassenmitglieder nicht gezahlt. 

In Bayern dagegen waren es nur 8000 Verbraucher, die ihre Zusatzbeiträge an die gesetzliche Krankenversicherung nicht zahlten. Jede 10 Krankenkasse der 150 Kassen erhebt Zusatzbeiträge neben dem allgemeinen Beitragssatz, der bei 15,5 Prozent derzeit liegt. Bis zu 15 Euro hoch liegt der Zusatzbeitrag. Manche Kassen verlangen 8 Euro als Zusatzbeitrag. 22 Vollstreckungsbescheide wurden sogar weitergeleitet lt. Hauptzollamt. Die DAK und die KKH-Allianz hatten die meisten Einbußen durch die Nichtzahler. Bei der DAK waren es 5 Prozent der Kunden, d.h. 200000 Menschen die nicht zahlten.

Keine Zusatzbeiträge: Krankenversicherung Barmer GEK

Die Barmer GEK sieht keinen Grund für 2012 Zusatzbeiträge bei der größten gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland einzuführen. Andere Krankenkassen hatten einige Probleme durch die Einführung von Zusatzbeiträgen.

Bei der DAK kam es zu Mietgliederverlusten durch die Einführung von Zusatzbeiträgen. Die City BKK muss eventuell die verlangten Zusatzbeiträge zurück bezahlen, da das Sonderkündigungsrecht nicht ordnungsgemäß vermerkt wurde auf dem Erhöhungsbescheid. Barmer GEK verzeichnet ca. 8,6 Millionen Versicherte. Die Mietgliederentwicklung verläuft sehr positiv lat. Holger Langkutsch, der Verwaltungsvorsitzende von Deutschlands größter gesetzlicher Krankenversicherung, teilte mit, dass die Finanzentwicklung gut verläuft. Andere Probleme, wie z.B. die Schließung der City BKK schreiben Schlagzeilen. Barmer GEK bekam 2010 400000 neue Mitglieder. 2011 waren es schon 232000 Neuzugänge. 8 Euro beträgt der Zusatzbeitrag, der schon von einigen Kassen verlangt wird.

Krankenversicherung: Urteil Zusatzbeiträge

Die City BKK hat von den Versicherten eventuell unberechtigt Zusatzbeiträge verlangt. Ein Rentner war der Meinung, dass die Angabe auf dem Schreiben über die Einführung der Zusatzbeiträge, von der gesetzlichen Krankenversicherung, nicht ausreichend war. Das Sozialgericht in Berlin entschied das Urteil zu Gunsten des Klägers.

Die gesetzliche Krankenversicherung, City BKK, hatte auf dem Schreiben mit der Mitteilung über die Einführung der Zusatzbeiträge, den Vermerk mit dem Sonderkündigungsrecht nicht klar und deutlich ersichtlich berücksichtigt. Nur auf der Rückseite des Schreibens der Krankenversicherung stand im Kleingedruckten, dass der Kunde ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen kann und die Möglichkeit zum Krankenversicherung Wechsel hat. In der Regel muss die gesetzliche Krankenversicherung ihre Versicherten mit der Erhöhung darauf hinweisen, dass der Kunde mit dem Sonderkündigungsrecht kündigen kann und die Krankenversicherung auf Wunsch auch wechseln könnte. Das Gericht befand die Klage des Rentners als gerechtfertigt. Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht. D.h., die City BKK könnte in Berufung gehen. Wie es derzeit aussieht, wäre es möglich, dass die Versicherten der City BKK die gezahlten Zusatzbeiträge zurück bekommen. Jedoch von welcher Krankenkasse das Geld fließen kann, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich müssen andere Krankenversicherungen dafür gerade stehen. Das Aktenzeichen der Angelegenheit lautet: S 73 KR1635/10.

Krankenkassen: ohne Zusatzbeiträge

Es gibt einige gesetzliche Krankenversicherungen (GKV), die keine Zusatzbeiträge verlangen. Wenige könnten aber noch zu einem späteren Zeitpunkt Zusatzbeiträge einführen. Manche Krankenkassen kündigten schon an, 2012 keinen Zusatzbeitrag zu verlangen.

Der Gesundheitsfonds wird 2011 einen Milliardenüberschuss bringen. Den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) geht es nicht wirklich schlecht. Die City BKK ging Pleite. Lt. Presse gibt es dennoch einige Kassen, die sich in einer schlechten finanziellen Situation befinden. Die BKK-Versicherten wurden teilweise von anderen gesetzlichen Krankenkassen abgelehnt, obwohl ein gesetzlich Versicherter aufgenommen werden muss.

Trotz Überschüssen gab es solche Fälle in Deutschland. Die älteren Menschen sollten nicht aufgenommen werden. Ein Plus von 1,5 Milliarden machten Deutschlands 150 Krankenkassen im ersten Quartal. Experten vermuten ein Plus von 7 Milliarden Euro bis Ende 2011. Die Kassen, denen es finanziell schlecht geht, profitieren davon aber nicht. Doris Pfeiffer, Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes fordert Entlastung der Beitragszahler. Diese Aussage gefällt den Versicherten.

Krankenkassen: AOK und Barmer GEK ohne Zusatzbeitrag

Es gibt viele Krankenkassen, die versprechen, in diesem Jahr keine Zusatzbeiträge verlangen. AOK und die Barmer GEK schließen den Zusatzbeitrag erst einmal sogar aus. BKK und DAK verlangen weitere Zusatzbeiträge, jedoch nicht in diesem Jahr.

Seit die City BKK Pleite ist, ist die Angst der Bürger groß, dass weitere Krankenversicherungen ebenfalls das Handtuch werfen müssen. Mehr als 20 Krankenkassen sollen laut Gerüchten in finanziellen Nöten stecken. Die Techniker Krankenkasse verlangt in diesem Jahr keine Zusatzbeiträge. Auch im nächsten Jahr wäre es möglich, dass die TK nicht erhöht in Form von Zusatzbeitrag.

Die größten Kassen wie Barmer GEK und AOK bleiben vorerst ohne Zusatzbeitrag. Für das nächste Jahr hat sich die AOK noch nicht festgelegt. Leistungskürzungen sollen auch nicht erfolgen in diesem Jahr bei der AOK Krankenkasse.

Krankenversicherung: nicht alle nehmen Zusatzbeiträge

Die BKK VBU nimmt bis 2013 keine Zusatzbeiträge von ihren Versicherten. Das Jahr 2010 war für diese gesetzliche Krankenkasse sehr erfolgreich. Die Bedingungen des Gesundheitsfonds waren positiv. Gestern wurde die Jahresabrechnung durch den Verwaltungsrat abgenommen mit positivem Ergebnis.

Trotz steigenden Kostenblöcken für die Krankenversicherungen, bleibt diese Krankenkasse beständig. Die Ausgaben für das Jahr 2010 stiegen an und dies gleich in allen Leistungsbereichen. Unter Berücksichtigung fiel auch die Fusion mit der Mitteldeutschen BKK. Eine Steigerung von 7,5 Prozent konnte pro Versichertem verzeichnet werden. Krankenhaus, Arzneimittel sowie ärztliche Behandlung waren die Kostenblöcke der gesetzlichen Kassen.

Nur die Ausgaben für Mutterschaft sanken. Das liegt daran, weil die Geburtenzahlen sinken. Die BKK VBU plant noch weitere Zusatzleistungen in 2011 anzubieten. Sogar die Verwaltungskosten dieser Kasse lagen unter dem Durchschnitt der gesetzlichen Krankenkassen. Die Krankenversicherung wächst permanent. Mehr als 300.000 Versicherte hat diese Kasse erreicht.

Gesetzliche Krankenkassen könnten erhöhen

Mehrere gesetzliche Krankenkassen haben die Möglichkeit Zusatzbeiträge zu erheben. Derzeit befinden sich einige gesetzliche Krankenkassen in einer schwierigen finanziellen Situation. Dies teilte ein Sprecher beim Bundesversicherungsamt mit. Die Sparmaßnahmen der Krankenkassen werden als nächste Möglichkeit ausgeschöpft, um eventuell vor Zusatzbeitrag zu schützen.

Sollten die Sparmaßnahmen jedoch scheitern, so müssen die Versicherten mit Zusatzbeiträgen rechnen. Der Sprecher des Bundesversicherungsamtes teilte mit, dass sich einige Kassen in einer schwierigen Situation befinden. Mehr als 20 gesetzliche Krankenversicherungen schreiben rote Zahlen. Mehr als 90 Kassen stehen derzeit unter der Aufsicht des Bundesversicherungsamtes. Momentan haben die Kassen geringe Reserven. Dabei geht es nicht nur um die kleinen Krankenkassen, sondern auch um größere Krankenversicherungen.

Im Leistungsbereich könnte eingespart werden oder Zusatzbeitrag kann verlangt werden. Damit müssen die gesetzlich Versicherten rechnen. Das heißt nicht unbedingt, dass Krankenkassen mit Pleite zu tun haben werden, aber es könnten schlechte Zeiten auf die Krankenkassen zukommen. Die Namen der Krankenkassen wurden vom Bundesversicherungsamt nicht mitteilen.

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