Neugeschäftsprämien der PKV steigen

Bundestag.de berichtet über das Neugeschäft der Privaten Krankenversicherung. Durch die Senkung des Rechnungszinses im Bereich Neugeschäft der privaten Krankenversicherung, steigen die Beiträge der PKV bei den Neugeschäftsprämien. Mit der Antwort der Bundesregierung wird bestätigt auf die kleine Anfrage der Linksfraktion hin, dass die Senkung des Rechnungszinses der Versicherungswirtschaft seit einiger diskutiert wird. Die aktuellen Kapitalmarktgegebenheiten sind der Grund dafür.

Rechnungszins senken ist möglich

Erhöhung der Prämien für privat Versicherte Neukunden ist vorstellbar. Künftig ist es möglich, dass man tiefer in die Tasche greifen muss, wenn man sich privat versichern möchte.

Der Vorstandsvorsitzende der PKV stellte eine Senkung des Rechnungszinses zur Diskussion, welcher für die Altersrückstellung ist. Die Folge daraus, sind höhere Beiträge für Neukunden.

 

Tarife bieten nicht ausreichend Leistungen

 

Es gibt einige Probleme, welchen sich die private Krankenversicherung im Moment stellen muss. Neben den Forderungen der Regierungsopposition, welche eine einheitliche Bürgerversicherung möchte, steht noch das Problem im Raum, dass eine Vielzahl der Tarife nicht ausreichen Leistung bieten, im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung. Die Studie, welche genau diese Ergebnisse präsentiert hat, soll nun genau überprüft werden, so wurde es in der Gesundheitsministerkonferenz beschlossen. Zum Wechsel des Jahres wollen die meisten Privatversicherer einen Mindeststandard auf den Weg bringen, welcher den Umfang der Leistungen für die Gesundheit einschließt. So schreibt es die Financial Times Deutschland. Ein Dauerthema der privaten Versicherungen ist auch die Erhöhung der Beiträge. Da die Zinsen sehr niedrig sind, hat die Branche damit ganz schön zu kämpfen.

Verband der Privatkassen: Diskussion über Zinssenkung bei  Neutarifen

Bei Altersrückstellung liegt die Verzinsung seit einiger Zeit bei 3,5 Prozent. In Zukunft ist es möglich diese nach unten zu korrigieren. Der Gesetzgeber muss dafür sorgen, dass der Rechnungszins auf wenigstens zwei Prozentpunkte runter gesenkt wird, so sagt es Gesundheitsökonom Jürgen Wasem. Ziel dieser Maßnahme ist unter anderem: Spielräume für die Gewinnung von Zinsen der privaten Krankenkassen schaffen. Notwendig ist mehr Realismus bei den Zinskalkulationen der privaten Krankenkasse, so sagt der Experte. Es muss diskutiert werden, ob wir einen geringeren Zins einsetzen, wenn es neue Tarife gibt, betonte Reinhold Schulte im Rahmen der Tagung.


Momentane Zinsverdienste auf Dauer nicht mehr möglich

 

Schulte zitierte im FTD-Bericht sinngemäß: „es sei momentan kein Problem, die 3,5 Prozent Zinsen als Verdienst in der privaten Krankenversicherung zu sichern.“ Im Jahr zuvor waren es im Durchschnitt 4 Prozent. Viele Unternehmen werden wohl nicht mehr lange im Stande sein dies zu verdienen. Es ergibt sich die Frage, ob die generelle Absenkung des Rechnungszinses sinnvoll erscheint. Die Zinssenkung kann durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen unabhängig angeordnet werden.