Säulen des Gesundheitssystems

Das Gesundheitssystem in Deutschland steht auf zwei Säulen: der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Während die gesetzliche Krankenversicherung eine Pflichtversicherung ist, in der alle Arbeitnehmer, Rentner und Empfänger von Sozialhilfe und Hartz IV versichert sind, ist die private Krankenversicherung dies nicht. Allerdings dürfen seit Januar 2009 auch private Anbieter Interessenten für den Basistarif nicht abweisen. In Deutschland müssen alle Personen, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben, in einer der beiden Krankenversicherungen versichert sein, so will es der § 193 III WG, der die Allgemeine Krankenversicherungspflicht beinhaltet.

Versorgung

Mit diesem Gesetz werden alle Personen der gesetzlichen Krankenversicherung zugeführt, die keinen anderweitigen Anspruch auf Versorgung im Falle einer Krankheit haben. Die Versicherungspflicht führte der Gesetzgeber im April 2007 ein. Knapp zwei später kam die Aufnahmepflicht für nicht in der GKV versicherte Personen in den Basistarif der PKV.

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Mitglieder

Die privaten Krankenversicherer haben derzeit Probleme mit Mitgliedern, welche ihre Beiträge nicht bezahlen können. Für diesen Personenkreis führte die private Krankenversicherung den Notfalltarif ein, der nur einen wesentlich abgespeckten Leistungskatalog enthält. Mitglieder in diesem Tarif haben die Chance, in ihren einstigen Tarif zu wechseln, sobald die rückständigen Beiträge bezahlt wurden. Anhand des Einkommens berechnen die gesetzlichen Krankenversicherer den Beitrag, der je zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bezahlt wird. Einige Krankenkassen fordern zusätzlich Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern, ohne den Leistungskatalog zugunsten der Versicherten zu ändern. Andere Anbieter bieten zusätzliche Leistungen an und wieder andere belassen den Leistungskatalog, fordern aber keine Zusatzbeiträge. Eine Reihe der gesetzlichen Anbieter fördert die Vorsorgeuntersuchungen und beteiligt sich an verschiedenen Behandlungen in Form eines Bonusheftes.

Einkommen

Für diejenigen, die in die private Krankenversicherung aufgrund ihres Einkommens wechseln können sowie für Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Studenten stellt sich die Frage nach dem richtigen Anbieter. Der Leistungskatalog ist in der Regel, außer beim Basis- und Notfalltarif, besser als der, welchen die gesetzlichen Anbieter vorweisen können und dürfen. Besonders junge, gesunde Menschen profitieren von den günstigen Beiträgen der PKV. Bei älteren Personen gestalten sich die Beiträge der PKV in der Regel nicht mehr günstig. Das liegt an der Beitragsfindung der Anbieter. In der Höhe des Beitrags fließen Alter, aktueller Gesundheitszustand sowie eventuelle Risikozuschläge und die Prämie für den gewählten Tarif ein. Viele private Krankenversicherer bieten neben den Leistungen aus den Tarifen ein Baukastensystem an, mit dem der Interessent seine Krankenversorgung individuell gestalten kann. Für jeden gewählten Baustein wird eine Prämie berechnet.
Die Beiträge und Leistungen sind bei den Krankenversicherern unterschiedlich. Ein Vergleich der gesetzlichen und privaten Anbieter lohnt sich in jedem Fall.

Die meisten Arbeitnehmer sind in der GKV

Die Mehrzahl der Arbeitnehmer ist in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert; lediglich ein geringer Teil hat die Chance für eine Mitgliedschaft in der privaten Krankenversicherung. Bei den gesetzlichen Krankenversicherern errechnet sich die Höhe des Beitrags nach dem Einkommen des Versicherten. Den Beitrag in Höhe von 14,6 Prozent tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte. Der Weg zum Wechsel in die private Krankenversicherung steht dem Arbeitnehmer frei, der über ein Einkommen verfügt, das über dem Betrag der Beitragsbemessungsgrenze liegt.

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GKV

In der gesetzlichen Krankenversicherung sind neben Arbeitnehmern auch deren Familienmitglieder sowie Rentner und Bezieher von Sozialhilfe oder Hartz IV und Asylbewerber versichert. Freiwillige Mitglieder der GKV sind Selbstständige und Freiberufler.
Wer den Wechsel in die private Krankenversicherung vollziehen kann, sollte im Vorfeld Informationen über die Beitragsgestaltung und den Leistungskatalog der verschiedenen Anbieter einholen. Bei der privaten Krankenversicherung gestalten sich die Beiträge nach Alter, Gesundheitszustand sowie dem gewählten Tarif und den zusätzlich gebuchten Optionen. Für junge, gesunde Menschen sind die Prämien der privaten Krankenversicherer günstiger als die Beiträge der gesetzlichen Anbieter.

Gesundheit

Mit dem Älterwerden lässt auch die Gesundheit nach und gesundheitlich Probleme stellen sich ein. Für diesen Personenkreis sind die Beiträge nicht wirklich attraktiv. Außerdem müssen sie damit rechnen, dass die privaten Krankenversicherer Risikozuschläge auf den Beitrag aufschlagen oder aber vorhandene Krankheiten aus dem Versicherungsschutz ausschließen.

Unterschiede

Sowohl bei den gesetzlichen als auch privaten Krankenversicherern gibt es Unterschiede. Nicht alle gesetzlichen Krankenversicherungen sind mit dem Beitrag zufrieden, sie fordern Zusatzbeiträge in unterschiedlicher Höhe. Besonders jetzt, wo der Konkurrenzkampf der gesetzlichen Anbieter in vollem Gange ist, haben Versicherte die besten Chancen, bei einem Wechsel in eine andere Gesellschaft zu profitieren. Es gibt gesetzliche Krankenversicherungen, die aktuell Zusatzleistungen anbieten, für die der Versicherte bislang selbst die Rechnung bezahlen musste.

Beiträge

Auch bei den privaten Krankenversicherungen sind die Unterschiede in Bezug auf Leistungen und Höhe der Beiträge gravierend. Bis auf Notfalltarif, der eine geringere Leistung als die GKV hat und dem Basistarif, der dieselben Leistungen wie die GKV beinhaltet, weisen die Tarife der PKV mehr Leistungen auf. Allerdings stehen Interessenten vor einem Tarifdschungel, den sie nur schwer entwirren können.
Damit Interessenten die Versicherung mit den optimalen Leistungen zum günstigsten Tarif finden, nutzen sie den Krankenversicherungsvergleich. Der Vergleich sucht nach den Versicherern, welche mit ihren Tarifen, Leistungen und Prämien den Wünschen des Users entsprechen. Dabei ist nicht relevant, ob der Interessent nach privaten oder gesetzlichen Anbietern sucht. Auch wenn die gesetzlichen Krankenversicherungen einheitliche Tarife haben, in Bezug auf Zusatzbeitrag und Leistungen gibt es hier ebenfalls Unterschiede.

Arbeitnehmer gelangen nicht so einfach in die PKV

Für die Mehrzahl der Arbeitnehmer ist der Weg zur privaten Krankenversicherung versperrt. Grund ist die Versicherungspflichtgrenze, die der Bundestag festlegt und im Jahresrhythmus erhöht. Für diejenigen, die den Wechsel von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung vornehmen können, bleibt die Qual der Wahl. Auf dem Markt sind viele Anbieter vorhanden, die mit ihren Leistungen und günstigen Prämien werben. Allerdings sind kleine Beiträge nicht alles; was zählt, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Leistungskatalog

Um den privaten Krankenversicherer zu finden, dessen Leistungskatalog den eigenen Wünschen entspricht, bedarf es umfangreicher Recherchen. Diese zeitraubende Tätigkeit übernimmt die Webseite krankenversicherungsvergleiche.de für den Interessenten. Die Recherche ist unverbindlich und kostenlos; die Daten werden SSL-verschlüsselt übertragen. Der Nutzer erhält eine Vorschlagsliste per E-Mail, mit der er sich in aller Ruhe beschäftigen kann.

Wechsel

Interessenten für die private Krankenversicherung sollten bei der Wahl des Anbieters, aber auch beim Wechsel zur PKV einiges beachten. Ist der Nutzer Familienvater, ist seine Familie bei der gesetzlichen Krankenversicherung kostenlos bei seiner Mitgliedschaft mit versichert. Bei der privaten Krankenversicherung ist dies nicht der Fall. Für jedes Familienmitglied muss er eine eigene Krankenversicherung abschließen und Prämien bezahlen.

Bausteine

Interessant sind private Krankenversicherer, welche die Tarife wie Bausteine zusammenstellen. Der Antragsteller sucht sich zur Krankenversicherung die Leistungen aus, die er benötigt. Die Prämie erhöht sich dadurch, das Mitglied ist jedoch rundherum abgesichert.

GKV

Problematisch wird es, wenn ein Mitglied der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren will. Hier ist der Weg versperrt und nur, wenn das Mitglied einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz mit einem Einkommen innerhalb der Versicherungspflicht aufweist, kann es in die GKV zurückkehren. Für Personen, die das 55. Lebensjahr erreicht haben und in den letzten fünf Jahren Mitglied einer privaten Krankenversicherung waren, haben keine Chance, in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren zu können. Dagegen sind Empfänger von Hartz IV oder Arbeitslosengeld II automatisch wieder in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, auch wenn sie 55 Jahre und älter sind. Im Grunde ist der Wechsel von gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung eine Entscheidung, die ein Leben lang Gültigkeit hat.

Beiträge

Die Beiträge der privaten Krankenversicherung sind hauptsächlich für junge und gesunde Menschen mehr als attraktiv. Während die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung abhängig vom monatlichen Einkommen sind, spielt das Einkommen bei der PKV keine Rolle. Wer den Wechsel in die private Krankenversicherung erst vollziehen will, wenn er älter ist, muss mit Einschränkungen rechnen. Für bereits bestehende Erkrankungen kann die PKV Risikozuschläge verlangen oder bestehende Krankheiten aus dem Versicherungsschutz ausschließen. Die Beiträge der PKV sind, weil das Alter in die Berechnung einfließt, nicht mehr so günstig wie bei jungen Antragstellern.

Termin beim Facharzt ist manchmal schwer zu bekommen

Die Ungleichbehandlung bei der Terminvergabe bei Fachärzten, die gesetzlich Krankenversicherte gegenüber Privatpatienten erfahren müssen, sorgt für Unmut. Viele Ärzte, nicht nur Fachärzte, lassen ihre gesetzlich versicherten Patienten lange im Wartezimmer sitzen und vergeben Termine, die keineswegs zeitnah sind. Im Außerdem ist die Zeit, in der ein privat Versicherter im Behandlungszimmer mit dem Arzt sitzt, ausgesprochen kurz. Kassenpatienten sind aktuell gegenüber Privatpatienten im Nachteil.

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Kassenpatienten

Dabei würden viele Kassenpatienten in die private Krankenversicherung wechseln – wenn sie könnten. In der Regel liegt es weder am Willen noch an den finanziellen Mitteln, um die Prämien zu bezahlen, sondern am Gesetzgeber. Dieser schreibt bestimmte Richtlinien vor, wann ein gesetzlich Krankenversicherter in die private Krankenversicherung wechseln darf und wann dies nicht der Fall ist.

Wechsel der Krankenversicherung

Fakt ist, die gesetzlichen Krankenversicherer haben bedeutend mehr Mitglieder als die private Krankenversicherung. Grund dafür ist der Umstand, dass jeder Arbeitnehmer, vom Auszubildenden bis zum Manager, in der gesetzlichen Krankenversicherung automatisch versichert wird. Erst wenn das Einkommen die Versicherungspflichtgrenze überschreitet, ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglich. Für Selbstständige, freiberuflich Tätige und Beamte sowie Studenten ist der Beitritt zur privaten Krankenversicherung ohne Beachtung der Versicherungspflichtgrenze gestattet.

GKV

Die gesetzliche Krankenversicherung ist ein Teil des staatlichen Gesundheitssystem in Deutschland. In der GKV sind alle Arbeitnehmer versichert, die der Versicherungspflicht unterliegen. Die Höhe der Beiträge bestimmt das Bundesgesundheitsministerium, derzeit liegt der Beitrag bei 14,6 Prozent, den Arbeitnehmer / Rentner und Arbeitgeber/Rentenversicherungsträger je zur Hälfte tragen. Nach den Richtlinien des Bundesgesundheitsministeriums ist es den gesetzlichen Krankenversicherern gestattet, von ihren Mitgliedern einkommensabhängige Zusatzbeiträge zu fordern.

Leistungen

Mit jeder Gesundheitsreform wird der Leistungskatalog der GKV dünner. Familienmitglieder sind bei der gesetzlichen Krankenversicherung jedoch immer noch beitragsfrei über das Mitglied versichert. Die GKV stuft Mitglieder als chronisch krank ein, wenn sie einmal pro Quartal einen Arzt aufsuchen und sich ihre Erkrankung verschlechtert – Vorsorgeuntersuchungen zählen dabei nicht. Die Kosten für Behandlungen, beispielsweise die professionelle Zahnreinigung, Glaukom-Untersuchung sowie viele Hilfsmittel wie Brillen muss der Versicherte selbst tragen.

Prämien

Bei den privaten Krankenversicherern gestalten sich die Prämien individuell nach den Angaben des Antragstellers. In die Berechnung fließt neben dem Gesundheitszustand und dem Alter auch die Höhe der Selbstbeteiligung ein. Das Einkommen des Mitglieds spielt bei der privaten Krankenversicherung keine Rolle. In Bezug auf Kostenübernahme ist die private Krankenversicherung großzügiger. Allerdings kommt es hierbei auf den gewählten Tarif und den darin enthaltenen Leistungen an. Der große Vorteil, den Privatpatienten genießen, ist die kurzfristige Terminvergabe von Ärzten und Fachärzten sowie die Möglichkeit, auch die alternative Medizin zu nutzen.

Familienmitglieder mitversichert?

Sobald Menschen eine betriebliche Ausbildung beginnen, sind sie automatisch in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Sie haben allerdings die Möglichkeit, ihren Krankenversicherer innerhalb der GKV selbst zu wählen. Gesetzlich krankenversichert bleiben sie, bis ihr Gehalt die Versicherungspflichtgrenze überschreitet. Dann haben sie die Wahl, sich weiter als freiwillig Versicherter in der GKV zu versichern oder in die private Krankenversicherung zu wechseln. Anders sieht es für Studenten, Selbstständige, Freiberufler und Beamte aus. Diese dürfen unabhängig vom Einkommen zwischen der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung wählen.

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Wann lohnt sich der Wechsel?

Für junge Menschen lohnt sich der Wechsel in die private Krankenversicherung in jedem Fall. Die Beiträge sind günstiger, da diese die Faktoren Alter und Gesundheitszustand berücksichtigen. Während bei der gesetzlichen Krankenversicherung die Beiträge nach dem Einkommen berechnet werden, ist dies bei der PKV nicht der Fall, weshalb die Beiträge für junge, gesunde Menschen sehr günstig sind.

Familienmitglieder mitversichert?

Anders ist es, wenn dieser junge Mann eine Familie gründet. Die gesetzliche Krankenversicherung versichert Familienmitglieder, also Ehefrau und Kinder, kostenlos in der Familienversicherung des Mitglieds. In der privaten Krankenversicherung ist dies nicht der Fall. Hier werden Beiträge für Ehefrau und Kinder fällig, die sich mit dem Beitrag des Familienvaters summieren. Bei Familien ist die private Krankenversicherung teuerer als die der gesetzlichen Anbieter.

Beiträge der PKV

Die private Krankenversicherung ist jedoch für viele Menschen aufgrund ihrer erweiterten Leistungen interessant. Im Gegensatz zur gesetzlichen muss die private Krankenversicherung nicht jeden Antragsteller aufnehmen. Alter und Gesundheitszustand des Antragstellers sind die Hauptkriterien, die für oder gegen eine Aufnahme in die PKV sprechen. Fakt ist: je jünger der Antragsteller ist, desto niedriger ist der Beitrag.

Pflichtgrenze

Arbeitnehmer, welche mit ihrem Einkommen die Versicherungspflichtgrenze überschreiten, sind oftmals nicht mehr ganz jung. Bei ihnen spielt der Gesundheitszustand eine wichtige Rolle. Bestehende Erkrankungen sind auf dem Antragsformular anzugeben, da sonst der Ausschluss aus der PKV droht. Oft akzeptieren die privaten Anbieter Antragsteller mit Vorerkrankungen, schlagen jedoch auf die Prämie einen Risikobeitrag auf.

Versicherungsvergleich

Während bei der gesetzlichen Krankenversicherung der Leistungskatalog der einzelnen Anbieter nur geringfügig abweicht, ist dies bei der privaten Krankenversicherung bedeutend umfangreicher. Bereits innerhalb einer Gesellschaft gibt es eine Vielzahl Tarife, die mit einem Bausteinsystem erweitert werden können. Andere Versicherer setzen komplett auf das Bausteinsystem und finden so für jeden Antragsteller die individuelle Zusammenstellung. Den Tarifdschungel durchbricht das Vergleichsportal „krankenversicherungsvergleich.de“. Anhand der auf dem Portal eingegebenen Daten werden die privaten Krankenversicherer durchforstet, bis eine Liste der Anbieter entsteht, die mit ihren Tarifen den Wünschen des Interessenten entgegenkommen.

PKV in der Diskussion

Die Diskussionen über die Krankenversicherung reißen nicht ab. Wer seine Krankenversicherung wechseln will, steht vor zwei Fragen. Die Erste bezieht sich auf den Beitrag, der natürlich günstiger sein als der seines bisherigen Anbieters. Eine wichtigere Frage ist der Inhalt des Leistungskatalogs.
Für gesetzlich Versicherte sind diese Fragen weniger interessant. Den Basisbeitrag legt die Bundesregierung ebenso fest wie den Leistungskatalog. Doch auch hier gibt es Unterschiede. So fordern einige gesetzliche Versicherer Zusatzbeiträge, andere verzichten darauf. Freiwillig erweiteren weniger Anbieter ihren Leistungskatalog beispBlauer Wegweiser mit Privat und Gesetzlichielsweise um Akupunktur oder Naturmedizin.

Versicherte

Privat Krankenversicherte müssen sich allerdings mit den Fragen auseinandersetzen. Die privaten Krankenversicherer bieten eine Vielzahl von Tarifen an, die bestimmte Leistungen enthalten. Diese kann jedes Mitglied nach Bedarf mit einem Bausteinsystem erweitern. So verschieden der Umfang der Leistungen der Tarife ist, so unterschiedlich rechnen sich die Beiträge.

Arbeitnehmer

Arbeitnehmer, welche die aufgrund ihres Einkommens nicht mehr in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert sind, kommen in den Genuss, ihren Krankenversicherer frei wählen zu können. Damit ist nicht die Gesellschaft gemeint – diese war schon immer frei wählbar. Gemeint ist die Möglichkeit von der gesetzlichen Krankenversicherung zu einem privaten Krankenversicherer zu wechseln.
Während die gesetzliche Krankenversicherung jeden Antragsteller aufnehmen muss, entscheiden die privaten Anbieter anhand des Gesundheitszustands über die Aufnahme. Auch Risikozuschläge oder Ausschluss bereits vorhandener Krankheiten aus dem Vertrag sind möglich. Die Wahl des Krankenversicherers haben auch Selbstständige und Freiberufler. Sie haben die Möglichkeit, sich bei der gesetzlichen Krankenkasse freiwillig zu versichern oder einen privaten Anbieter zu wählen.
Bei der Wahl des Krankenversicherers ist auch die familiäre Situation ein Faktor, der zu berücksichtigten ist. Während die gesetzliche Krankenversicherung Familienmitglieder kostenlos beim Mitglied mitversichert, ist das bei der privaten Krankenversicherung nicht der Fall.

Welche Versicherung ist die richtige?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Jeder Mensch hat bestimmte Bedürfnisse, Vorstellung und Wünsche. Wer den Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung zu einem privaten Anbieter vollziehen will, sollte die Gesellschaften und ihre Tarife vergleichen. Mehr als 50 private Krankenversicherer bieten ihre Tarife an. Um den richtigen Anbieter zu finden, sind umfangreiche Recherchen notwendig, für die nicht jeder Interessent Zeit aufbringen kann oder will. Diese aufwendige Recherche übernimmt krankenversicherungsvergleiche.de für diejenigen, die ihren Anbieter wechseln wollen. Das Vergleichsportal vergleicht kostenlos und anhand der eingegebenen Angaben individuell die Versicherer und ihre Tarife.

Portal

Das Vergleichsportal sucht aus diesem Tarifdschungel die Tarife und Versicherer aus, die anhand der Daten infrage kommen. Als Kriterien dienen Leistungen und Beitrag. Interessenten finden bei krankenversicherungsvergleiche.de den Anbieter, der die bestmöglichsten Leistungen zum versichertenfreundlichen Beitrag bereitstellt.

Welt-Aids-Tag

Am 1. Dezember war Welt-Aids-Tag. Die private Krankenversicherung nahm dies zum Anlass, um den Fokus auf die HIV-Aufklärung zu legen. Die PKV fordert eine bessere und umfangreichere Aufklärung über Aids. Des weiteren sollen die Menschen Aids-Infizierten mehr Toleranz zeigen. Eine Umfrage zeigte, dass es mehr als drei Viertel der Menschen bei einer Infizierung schwerfallen würde, mit Arbeitskollegen darüber zu reden. Ein kleiner Teil hält es für möglich, offen mit Arbeitskollegen über die Infizierung zu sprechen.

PKV fordert Toleranz

Die private Krankenversicherung fordert aus diesem Grund mehr Toleranz gegenüber den Menschen, die den HIV-Virus in sich tragen oder bereits an Aids erkrankt sind. Eine bessere Aufklärung und Prävention ist dringend notwendig, da ein leichter Anstieg der HIV-Infektionen in Deutschland zu verzeichnen ist.
In Deutschland sind etwa 80.000 Menschen mit HIV infiziert. Ein großer Teil der Erkrankten hat aufgrund wirksamer Medikamente eine Lebenserwartung, die fast der eines Gesunden entspricht. Sie gehen ihrem Beruf nach und erleben ihre Freizeit in dergleichen Weise wie ihre nicht infizierten Freunde und Kollegen.
Bisher gelang es den Forschern nicht festzustellen, in welchem Zeitraum sich HIV-Infektionen zu Aids entwickeln. Auch die Frage, wie sich die Immunschwäche Aids auf den Einzelnen auswirkt, ist nicht geklärt. Der Punkt, bis HIV zur akuten Immunschwächekrankheit Aids ausbricht, zögern Medikamente der modernen medizinischen Forschung heraus.

Umfrage der PKV

Eine Umfrage der PKV bestätigte, nur etwa ein Drittel der Ärzte ist in der Lage, Beratungen über Aids, HIV kompetent zu führen. Das gilt ebenfalls für beratende Tätigkeiten der Ärzte in Bezug auf andere sexuell übertragbaren Krankheiten. Es ist kein Wunder, wenn die PKV am Welt-Aids-Tag Aufklärung und Prävention fordert.

Gewaltprävention in Kliniken

Prüfer der PKV und GKV untersuchten Kliniken und Pflegeheime. Die Ergebnisse stellten die Prüfer der PKV bei ihrem dritten Jahrestreffen in Bad Neuenahr vor. Dabei betonen sie, dass Gewaltprävention kein Teil der zu prüfenden Grundlagen sei. Dr. Suhr forderte das Berücksichtigen von Gewaltpräventionen. Ob der Appell von Dr. Ralf Suhr, Vorsitzender des Zentrums für Qualität in der Pflege Früchte trägt, bleibt abzuwarten.

klinik
Dr. Suhr stellt weder Kliniken noch das Pflegepersonal unter Generalverdacht. Dennoch darf man Gewaltpräventionen nicht unter den Teppich kehren. Betroffen sind hauptsächlich an Demenz erkrankte Menschen sowie Patienten mit psychischen Problemen. Gewalt gibt es nicht nur in Kliniken, sondern auch in der häuslichen Pflege. Dabei ist Gewalt nicht nur in körperliche Misshandlung zu suchen, sondern auch auf der psychischen und emotionalen Schiene vorhanden.

PKV ist gefordert

Die private Krankenversicherung ist also gefordert, die Grundlagenprüfung mit Gewaltprävention zu ergänzen. Bisher gibt es wenige Studien, die sich mit Gewaltpräventionen im Pflegebereich befassen. Die PKV gründete das ZQP, welches mit www.pflege-gewalt.de im Netz ist. Dieses Portal stellt für Pflegebedürftige sowie deren pflegenden Angehörigen Informationen zur Verfügung. Diese Informationen stellt ZQP ebenfalls für professionelle Pfleger und Pflegerinnen bereit. Bisher stößt das Portal auf eine überaus große Resonanz. Mehr als 10.000 Zugriffe hatte das Portal von ZQP in den ersten zwei Monaten. Erstaunlich, weil keine Werbung der Veröffentlichung vorausging.

Schulung

Die User blieben mehrere Minuten auf dem Portal, was ein Zeichen sein sollte, dass hier Aufklärungsbedarf besteht. Geht es nach Dr. Suhr, stehen Aufklärung und Schulung an erster Stelle, welche zur Sensibilisierung der professionellen und privaten Pflegekräfte führt.

Beiträge der PKV im Alter

Für diejenigen, die in die private Krankenversicherung oder ihren privaten Krankenversicherer wechseln wollen, ist es schwer, sich mit den vielen Tarifen der etwa 40 privaten Krankenversicherern auseinanderzusetzen. Der Beitrag spielt zwar eine große Rolle, sollte jedoch nicht die entscheidende Rolle sein. Besser ist es, auf die Tarifsysteme der Anbieter zu achten sowie auf die Versicherungsgesellschaft als solche. Weitere zu berücksichtigende Punkte sind die Qualität des Services sowie bei Beitragsstabilität und die Beschwerdequoten.

Beitragserrechnung

Bei der Beitragserrechnung spielen Alter, Gesundheitszustand sowie der gewünschte Tarif eine Rolle. Je älter der Antragsteller ist, desto höher ist der Beitrag, da ältere Menschen in der Regel die Krankenversicherung mehr fordern als junge Leute. Bestehende Vorerkrankungen berücksichtigt die PKV ebenfalls bei der Prämie in Form von Risikozuschlägen. Sind die gesundheitlichen Einschränkungen zu umfangreich, hat die Gesellschaft die Möglichkeit, den Antragsteller abzulehnen.

Risikozuschläge

Ein wesentlicher Faktor ist die Stabilität der Beiträge. Extrem günstige Beiträge für eine Vollversicherung bei der PKV werfen ihre Schatten für die nächste, gesalzene Beitragserhöhung voraus. Das sollten Wechselwillige bei einem Wechsel beachten. Um eine angemessene Vollversicherung zu einem günstigen Preis zu finden, nutzen Verbraucher den Versicherungsvergleich, den eine Reihe Websites anbieten. Nach Eingabe verschiedener Daten sucht der Vergleichsrechner die Tarife und Gesellschaften, die entsprechende Tarife im Angebot führen. Für langjährige Versicherte der PKV lohnt sich ein Wechsel der Gesellschaft in der Regel nicht. Die Nachteile bei einem Wechsel überwiegen meist. Ein Wechsel ist mit einer erneuten Gesundheitsprüfung sowie dem Verlust der Altersrückstellungen verbunden. Das so günstige Angebot des Versicherers verteuert sich schnell aufgrund der Risikozuschläge, die bei fortgeschrittenem Alter üblicherweise hinzukommen. Ein Tarifwechsel bei der aktuellen Gesellschaft ist daher sinnvoller.

Beitragsbemessungsgrenze für 2015

Im jährlichen Turnus hebt die deutsche Regierung die Beitragsmessungsgrenze an. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlen Versicherte ab 2015 höhere Beiträge. Mit der neuen Beitragsbemessungsgrenze hebt sich auch die Versicherungspflichtgrenze auf. Damit wird der Wechsel in die private Krankenversicherung für Arbeitnehmer extrem schwierig.

PKV Beiträge

Das Kabinett entschied bisher noch nicht über die Änderungen bei Versicherungspflicht- und Beitragsbemessungsgrenze. Dennoch wissen GKV und PKV bereits im Vorfeld, wie sich diese Grenzwerte gestalten. Grund dafür ist die bekannte Formel, nach der die Berechnung erfolgt. Die Zahlen basieren auf die Lohnentwicklung in Deutschland. Für Arbeitnehmer mit hohen Gehältern und freiwillig Versicherten in der GKV ändert sich durch diese Grenzwerte einiges.
Nach der bekannten Formel steigt die Beitragsbemessungsgrenze auf Euro 49.500 an (derzeit Euro 48.600). Diese Grenze beschreibt das Einkommen, für das Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung fällig sind. Je höher diese Grenze ist, desto teurer wird für Gut verdienende Arbeitnehmer der monatliche Beitrag für die Krankenversicherung. Freiwillig Versicherte in der GKV stellen angesichts dieses Betrages Überlegungen für einen Wechsel in die private Krankenversicherung an.
Durch die gleichzeitige Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze ist es für Arbeitnehmer schwer, den Wechsel in die PKV zu vollziehen. Dabei müssen sie die Jahresarbeitsentgeltgrenze beachten, die maßgebend für das Ausscheiden aus der GKV ist. Die JAEG liegt derzeit bei Euro 53.550; im Jahr 2015 wird sie bei Euro 54.900 liegen.
Im Gegenzug müssen Arbeitnehmer aus der PKV in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren, wenn ihr Einkommen die Jahresentgeltgrenze nicht überschreitet.
Die angegebenen Werte sind ohne Gewähr, da das Bundeskabinett die genauen Zahlen erst im Oktober verabschiedet.
Quelle:
http://www.pkv-private-krankenversicherung.net/neue-beitragsbemessungsgrenze-und-versicherungspflichtgrenze-fuer-gkv-und-pkv-5378